Frage von LillyLP, 76

Praktikum mit Konfrontation mit dem Tod?

Huhu,

Ich möchte gerne nach meinem Abitur Medizin studieren und dieses Studium soll entweder in Richtung Unfallchirurgie oder Rechtsmedizin oder Pathologie oder Psychologie gehen. Bei den ersten drei Sachen arbeitet man ja mehr oder weniger mit dem Tod zusammen. Ich habe allerdings keinerlei Erfahrung mit dem Tod. Weder habe ich jemanden verloren noch habe ich einen Toten gesehen (höchstens mal ein Skelett), aber sonst nichts. Ich dachte mir, dass es vielleicht sinnvoller wäre erst einmal Erfahrungen mit dem Tod zu sammeln, bevor ich überhaupt in diese Richtung studiere. Daher würde ich gerne einen Praktikum machen, aber wo kann man denn einen Praktikum machen, wo man mit dem Tod konfrontiert wird? Ich dachte schon an Sterbehilfe, aber sowas gibt es nicht bei uns in der Nähe. Ich müsste sonst über eine Stunde mit dem Autofahren und das persönlich finde ich für einen Praktikum definitiv zu viel.

Bin übrigens 19 und habe Führerschein. Es stehen also sämtliche Wege offen... Also, wer weiß, wo ich am besten einen Praktikum machen könnte?

Danke schon mal für eure Antworten!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Tobi29042000, 51

Bei einem Bestatter z.B. . Da die aber besonders in ländlcihen Regionen nicht ganz so viel zu tun haben ist ein Zeitfüllendes "Praktikum" vllt ein bisschen viel dafür...

Du könntest jedoch einem Bestattungsunternehmen deine Situation genau so schildern und anbieten, kostenlos mal zu helfen oder darum bitten, dass sie dich benachrichtigen, wenn was ansteht und du dann einfach mal dabei bist... Das geht bestimmt irgendwo, auch in der näheren Umgebung.

Ansonsten: Ich war erst letztens noch vom Reli-Kurs aus bei einem Bestatter. Der hat folgenden Satz gesagt, der mich erst überrascht hat, der aber sehr sinnvoll ist und auch einfach stimmt...:

"Für mich sind Tote nicht anders. Es sind immernoch die gleichen Personen, die man vorher vielleicht auch kannte. Der Körper hat sich nicht verändert, die Leute sind nur kälter und natürlich nicht mehr ansprechbar."

In diesem Sinne,

LG und VG

Antwort
von Eselspur, 24

Nicht nur in einem ausgesprochenen Hospiz. auch in Krankenhäusern gibt es Stationen, in denen auf Intensivmedizin verzichtet wird und ein würdiges Sterben ermöglicht werden soll

Ich finde es übrigens toll,dass du dich so mit dem Thea Sterben konfrontieren lassen möchtest und hoffe, dass ein eventueller Fahrtweg dich nicht abschreckt. Die Erfahrung, die du machen wirst, wird es wert sein!

Dir viel Kraft und LG!

Antwort
von Barbdoc, 27

Was meinst du mit Konfrontation mit dem Tod? Da ist erst einmal das Sterben, später geht es mit der Leichenschau weiter. Da liegen aber Welten dazwischen. Leichen kannst du dir problemlos im Aufbahrungsraum des Friedhofs anschaun.

Kommentar von askmenowde ,

man kann doch nicht einfach irgendwelche personen anschauen oder?

Kommentar von Barbdoc ,

Kann man schon.

Kommentar von askmenowde ,

das kann ich mir kaum vorstellen, warun sollte man das einfach tun würde wenn man kein Angehöriger ist woher wissen sie das ?

Antwort
von Tomatensalat93, 48

Klingt vielleicht blöd. Beim Bestatter? In der Psychiatrie wirste halt mit suizidalen Leutchens konfrontiert. Oder evtl. in ner Trauerbegleitung bei Kirche o.ä.?

LG

Tomate

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