Stimmt es eigentlich, dass sich der Geschmack eines Menschen im ersten Lebensjahr prägt? In dieser Zeit ißt man doch meist eher "geschmacklose" Sachen.
Der Geschmack wird schon im Mutterleib geprägt!!

Daran glaube ich nicht! Man lernt im Laufe seines Lebens viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen kennen.
Der Geschmack ändert sich öfter im Leben.
Lieblingsspeisen können ewig bleiben! :-)

Der Geschmack entwickelt sich im Laufe vieler Jahre.

Die Wahrnehmung findet direkt in der Schwangerschaft statt.
Geschmack prägt sich nicht. Er ändert sich alle paar Jahre wieder.

Ich denke, daß der Geschmack bei Kindern sich zunächst durch Nachahmung prägt. Wenn die Eltern eine einseitige Ernährung haben, werden sich die Kinder auch einseitig ernähren. Ist es aber selbstverständlich, daß eine gesunde Mischkost auf den Tisch kommt und die Kinder dürfen daran teilhaben (sobald sie das vom Alter her dürfen und können), werden sie später offener in der Auswahl der Lebensmittel sein.
DH!!! JA SO SEH ICH DAS AUCH!!!!
Pianoman81 am 12. Dezember 2008 23:54 bravo! so haben das meine eltern gemacht! kosten lassen, nicht verurteilen, immer verschiedene kost... und ich mag eigentlich alles! DH!
Fakt ist dass der Geschmack auch anerzogen ist! Denn es gibt viele Kinder die sagen Dies oder jenes nicht zu mögen! Verkauft man es ihnen aber als was anderes schmeckt es plötzlich doch! Somit also ganz deutlich eine KOPFSACHE!!!
Mein Sohn ist fast 5 und er isst so gut wie alles! Es gibt wenig was er nicht isst! So habe ich es mit ihm gehandhabt:
Also ich habe meinem Sohn ab dem 10 Lebensmonat so gut wie alles angeboten was wir Erwachsenen auch gegessen haben! Ausser zb Fleisch, rohe Karotten usw weil ihm die Zähne noch fehlten um es ausreichend kauen zu können!
Mit ca 1 Jahr wollte er dann alles mit seinem Löffel aber vor allem mit den Händen erforschen. Das habe ich zugelassen EGAL wie groß die Schweierei danach war!!!! DIESE LUST habe ich zugelassen weil ich davon ausgehe dass es wichtig ist für ein Kind Spaß an Lebensmitteln zu entwickeln und ESSEN nicht mit Negativem zu verbinden!!
Erst später (nach der oralen Phase) habe ich ihm die Tischmanieren beigebracht!
Bei uns am Tisch wird keiner gezwungen etwas zu essen! ABER es gibt auch keine Extrawürste! Das was auf dem Tisch steht ist für alle da! Davon kann man sich das auffüllen was einem schmeckt! KEINER muss etwas probieren was er nicht probieren möchte! Aber ich ermutige: "Hmmmm das ist lecker! Das werde ich bald wieder kaufen so lecker ist das!" UND meistens reicht das schon aus, dass er es auch mal probieren möchte! Wenn nicht ist es auch ok!
Ich kann wohl sagen im Bezug auf die Ernährung habe ich bei meinem Kind wohl so ziemlich alles richtig gemacht! Er ist experimentierfreudig und neugierig auf neue Lebensmittel und ist ein richtig guter Esser! Glück gehabt? Glaub ich nicht denn sein Vater ist extrem wählerisch! Der hat in der Kindheit allerdings ziemlich wenig Auswahl gehabt weil ihm abwechselnd immer die selben Sachen aufgetischt wurden! Heute hat er bestimmt Sachen die er mag und nichts anderes kommt auf seinen Teller! Das ist Beweis genug dass das Essverhalten sehr wohl ZUM GRÖßTEM TEIL anerzogen ist!
Guten Appetit!!!
majosandra am 6. September 2008 19:36 Ja, genau das meinte ich mit meinem Kommentar von gestern! Genauso haben wir es mit unseren beiden Kindern (9+6) auch gemacht und sie essen heutzutage auch (fast) alles.
Wenn jemand gesagt hat, er mag etwas nicht, saß er trotzdem mit der Familie am Tisch und sah, wie die anderen die Mahlzeit genossen. Der Appetit kam dann meist von ganz alleine.
Das müsste man in einem seriösen Theoriebuch zur Pädiatrie nachschlagen, weil viele Hypothesen innerhalb der Forschung immer wieder einander nicht deckende Lösungen präsentieren. Es gibt so Tabellen, wann was gebildet wird, aber ich würde die immer mit etwas Zurückhaltung gelesen sehen.

Ich habe gedacht, dass sich das schon in bestimmten Maßen in der Schwangerschaft prägt.
Wenn der Geschmack sich schon im Kindesalter entwickeln, bzw. "festlegen" würde, würde wohl niemand Rosenkohl essen, oder? Ich kenne kaum ein Kind das Rosenkohl mag, Erwachsene fallen mir aber ne ganze Menge ein... Ich denke der Geschmack verändert sich immer wieder. Ich mochte z.B. bis vor einigen Jahren keine Oliven. Heute könnte ich mich reinsetzen.
Mein 5 Jähriger mag Rosenkohl! ;-)

viele geben ihren kindern in den ersten jahr auch süsse sachen z.b.süsse säfte etc.das prägt natürlich den geschmack des kindes.sogar wenn man stillt und schokolade isst dann kann das kind das schon ein wenig schmecken.sagt jedenfalls meine hebamme.

Der Geschmack ist jederzeit erziehbar in Form, dass man immer wieder neuen Geschmack zulassen kann, wenn man es nur lang genug ißt oder trinkt. Bestes Beispiel bin ich, weil ich abnehmen wollte, schlug mir mein Sohn vor, von zuckerhaltigen Eistee auf ganz normales Leitungswasser umzusteigen. Ich trank 43 Jahre lang kein Wasser, jedenfalls nur ungern. Aber dann tat ich es doch und wenn man dann wieder dieses süße Zeug trinken will, spuckt man, weil es auch noch so chemisch schmeckt. Heute trinke ich fast nur noch Wasser, es muß nur kalt sein.
Ich schließe mich der Meinung der meisten hier an, dass der Geschmack anerziehbar ist.
Vor kurzem habe ich eine interessante Studie gelesen, wonach Kinder, die gestillt wurden im späteren Leben geschmackstoleranter, d.h. offener für neue Geschmacksrichtungen sind, als Kinder, die mit der Flasche ernährt wurden.
Das soll damit zusammenhängen, dass Muttermilch wahnsinnig viele verschiedene Geschmacksnuancen hat - je nachdem was die Mutter gegessen hat und was davon Muttermilchgängig ist, kommt da immer ein anderer Geschmack zusammen. Somit werden die Babys besser sensibilisiert als es mit Fertignahrung möglich wäre.