Frage von Harterkampfer,

Prägt die Kultur die Religion oder die Religion die Kultur?

Das Christentum entstand zu einer Zeit der Wirtschafts- und Politikkultur, die von der Konzentration der Macht in der Hand von Zentralmächten (König, Adel) und wirtschaftlicher Abgabenpflicht an diese geprägt war. Wirkte hier die vorhandene Kultur initiativ auf die Vorstellungen der Religion (alle Macht in der Hand des Eingottes, Gehorsamspflicht, Glaubensverpflichtung dem Papst gegenüber usw.) oder funktioniert der Prozess andersrum: die zentralistische, Demut und Gehorsam einfordernde Theologie ermöglicht die Entfaltung eines feudalen Gesellschaftssystems?

Anders gefragt, ermglicht die Religion die Kultur der Wirtschaft und Gesellschaft - oder prägen Wirtschaft und Gesellschaft die Religionsauffassung.

Hat jemand von euch sich mit dieser Frage beschäftigt?

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Hilfreichste Antwort von kaesbrot,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Religion ist durch Menschen entstanden und diese hatten bereits sehr lange vor der Religion eine Kultur. Die Religion behauptet ja auch gerne, daß durch sie die Menschen erst gelernt haben, moralisch zu handeln....Schwachsinn!

Antwort von Angel84,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich würde es viel pauschaler sehen. Der Bewusstheits- und Reifegrad der Menschheit insgesamt prägt ihren Charakter, ihre Wahrnehmung und Vorstellung. Wie Innen, so Außen. Dementsprechend ist es möglich im Außen eine bestimmte Form von Kultur und Religiosität zu handhaben. Insgesamt ist alles miteinander vernetzt, das eine bedingt das andere...

Antwort von terraq,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Religion entsteht parallel neben Kultur, Wirtschaft etc

es gibt kaum einen sozialen Verbund von menschen ohne eine religiöse Ausprägung

während Religion sehr eingesessen ist, verändernd sich Kultur, Wirtschaft, politik etc mit jeder neuen Generation

diese Elemente einer Gesellschaft bedingen sich also, aber so gesehen ist Religion stabiler

Kommentar von kaesbrot,

Du meinst ein Volk ohne Religion würde "verwahrlosen"? Naja, für mich ist das wieder nur ein Beweis wie weit die "Gehrinwäsche" bereits befestigt ist.

Kommentar von terraq,

ne nicht zwangsläufig, jedoch kenne ich keine Gemeinschaft die ohne religöse Mythen, Geschichte, Gebräuche etc klar kommt

von kleinen Naturvölker, bis hin zur "hochmodernen" USA glaube sie alle.

anscheinend konstruieren sie sich ein übermächtige "ControlCenter" um notwendige Grundregeln das zsuammenlebens zu festigen.

Antwort von Nathylein,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ich würde sagen dass es eine Wechselwirkung ist da beides von der anderen seite abhängig ist

Antwort von Tobias87,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Religionen sind Teil der Kultur, deren sämtliche Bestandteile miteinander zusammenhängen. Dementsprechend kann eine Veränderung in der Religion immer Veränderungen in anderen Teilen der Kultur bewirken und umgekehrt.

Antwort von Gritti,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Als das Christentum in Europa Fuß fasste, entstanden Klöster, die bald zum Mittelpunkt der Schulbildung, der Wissenschaften, der Kunst wurden. Es entstanden Einrichtungen für Arme, Spitäler u.a.

Antwort von Antipas,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Religion und Kultur ist beides vom Menschen, Religion ist der Versuch des Menschen etwas ohne Gott für Gott zu tun. Und Kultur ist der Versuch des Menschen ohne Gott gut und ehrenwert zu sein und alles ohne Gott organisieren und regeln zu können.

Kommentar von Harterkampfer,

Gute Antwort, Antipas! Interessanter Aspekt!

Kommentar von Harterkampfer,

Aber erläutere bitte den Satz : "Religion ist der Versuch des Menschen etwas ohne Gott für Gott zu tun."

Antwort von Antipas,

Gott will eine Liebesbeziehung mit dem Menschen und keine rein äußerliche Verehrung, Gott möchte unser Leben sein, Er möchte sogar unser Genuß werden und auch ein Teil unseres Wesens - unseres Charakters, Gott möchte das wir Seine Freunde werden, seine Mitarbeiter und am Ende sogar Seine Partner und Teilhaber. Gott liebt uns und Er möchte das wir Ihn kennen und all das ist subjektiv und geschieht mit Gott und zum großen Teil sogar durch ihn - indem Er zu einem Teil von uns wird

Antwort von hell11,

Nachtrag, es ist doch geschichtlich unbestritten, dass Moses und die Pharaonen gleichzeitig wirkten Auszug aus Ägypten.

Antwort von hell11,

Als in der Frühzeit die Menschen die Naturgewalten, Gewitter, Donner, Blitze und Überschwemmungen nicht richtig Einschätzen konnten, da glaubten sie an höhere Gewalten, Dies wußten die Herrschenden gut zu nutzen und machten Götter Weisungen daraus. In der Zeit des AT vor 6000 Jahren entstanden auch die ersten Reiche der Pharaonen, die sich als Gott, als Menschen-Gott darstellten. Sicher gab es auch schon zu dieser Zeit Schreibnerlinge die das schriftlich fixierten und die weltlichen Gebote mit dem göttlichen Geboten mischten. Das würde auch die vielen ungöttlichen Aussagen im AT erklären.

Kommentar von Harterkampfer,

"In der Zeit des AT vor 6000 Jahren..."

Egal, wie ich rechne, ich komme auf nicht mehr als 2.500 bis max. 3.000 Jahre in Bezug auf die Entstehung des Alten Testaments.

6.000 Jahre, also 5.000 vor Beginn der Zeitrechnung, da waren noch, so weit ich weiß, nicht einmal die ersten Pharaonenreiche der Ägypter entstanden.

Kommentar von hell11,

Guten Tag, Alter Kämpfer, 4000 Jahre vor und 2000 Jahre nach der Ch.-Zeitrechnung ist etwa 6000 Jahre. Das ist auch die Zeitrechnung der AT Kreationisten und lt. Wikipedia die Zeit der Pharaonen.

Kommentar von Harterkampfer,

Ist schon gut, hast Recht, Mann!

Aber die alten Israeliten waren da noch nicht gebacken!

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