Frage von rosihasi, 16

PPferd durchlässig bekommen?

Hi an alle reiter da draußen,kennt ihr effektive übungen um ein pferd durchlässig zu machen?

Also zum problem:mein Pferd ist extrem undurchlässiges wir arbeiten schon seit Jahren an der durchlässig und sogar meine trainerin(grand prix siegreich)kann mein Pferd nur mit Kraft bremsen,da sie einfach nicht reagiert.Ein weiteres Problem ist auch,dass wenn ich zwischendurch Schritt reite und mein Pferd aufnehmen will sie sofort antrabt ich sitze dann immer energisch dagegen aber das behebt nicht das Problem.Sonst ist alles gut mein Pferd geht in sicherer anlehnung und Stellung.

Freue mich auf eine Antwort:)

Ps:bitte kein hate oder ähnliches ihr kennt nicht den Hintergrund;)

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 12

Na ja - wenn du eine so hochdekorierte Trainerin vor Ort hast, die nicht weiter weiß, was erwartest du dann von Leuten im Internet?   :-/

Das Mittel meiner Wahl wären übergänge, übergänge uns noch mal übergänge...

Auch Schulterherein fördert die Durchlässigkeit. Vielleicht fehlt Abwechslung? Gelände, Cavaletti....? Longieren, viel mit Stimme beeinflussen? Die  Die üblichen tipps wie Osteopath und so hast Du sicher schon durch?

Tja, dann könnte ich nur moch raten, die Trainerin auszuwechseln. Schön, dass sie große Siege mit IHREN  Pferden zu verzeichnen hat . Aber das heißt noch lange nicht, dass sie sich auf JEDES Pferd, wie zum Beispiel deines, gut einstellen kann. 

Und Du hast natürlich recht, wir kennen nicht den Hintergrund. Deshalb wüßte ich zwar nicht, was das mit hate zu tun hätte, aber: wenn demnach bei Deinem Problem eure persönliche Lebensgeschichte, die wir nicht kennen, eine Rolle spielt, was fangen wir dann mit der Frage an? 

Nimm es nicht übel, aber das wirkt etwas verwirrend. Wie soll man da was raten???

Antwort
von beglo1705, 12

Zuerst mal muss man dazu sagen, dass man nicht "mit Gewalt" reitet. Ein Pferd welches sich nur durch ziehen am Zügel bremsen lässt, ist weder rittig noch anständig zu reiten, von durchlässig spreche ich gar nicht. Das müsste eine GP-Reiterin aber wissen und auch umsetzen können.

Mein Rat wäre hier, einen ordentlichen Bereiter kommen lassen, der das Pferd wieder durchlässig bekommt und dich schult, richtig über den Sitz zu reiten.

So bringt´s relativ wenig, denn das Pferd läuft nicht in Ahnlehnung sondern reagiert auf den übermäßigen Druck mit Gegendruck.

Dein Pferd kann so auch nicht ordentlich v/a geritten werden, denn es geht weder sauber durch´s Genick, noch trägt die Hinterhand; wie auch, wenn vorne "zu" ist.

Was du machen kannst (wenn du´s kannst) wäre korrektes Longieren am Kappzaum und natürlich ohne Aubinder, um dein Pferd zumindest an der Longe richtig zu stellen, dass es sich wieder in das Gefühl einfindet, wie es eigentlich sein sollte. Das wäre unterstützend zum Bereiter das Optimale.

Antwort
von sukueh, 5

Es wäre ja wirklich schön, wenn man bei reiterlichen Problemen lediglich mal ein paar Tipps aus dem Internet einholen müsste, und schon ist das Problem gelöst. Das würde mit einem Schlag ziemlich viele Trainer, Pferdeflüsterer und sonstige Gurus arbeitslos machen.

Leider ist es aber gerade beim Reiten nicht so einfach. Warum das Pferd etwas macht (oder halt nicht) hängt von so vielen unterschiedlichen Faktoren ab, dass man meiner Meinung nicht ernsthaft erwarten kann, das Problem via "Fernwartung" gelöst zu bekommen.

Das mag noch möglich sein, wenn du jemanden fragst, der das Pferd und dich kennt, aber so einfach ins Blaue hinein zu raten, was man "reiterlich" tun könnte, halte ich für nicht unbedingt sinnvoll, weil eben nur ein Teil der Faktoren für das Problem dabei berücksichtigt werden kann und niemals auf die spezielle Situation von dir und deinem Pferd eingegangen werden kann.

Mein Trainer sagt immer "Jedes Pferd und jedes Problem muss individuell gelöst werden" und damit hat er vollkommen recht. Erfahren haben wir das am eigenen Leib bei der Ausbildung meines Pferdes: "Standard"-Problem mit zunächst Standardlösung versucht zu beheben. Folge: Pferd legt sich hin, weil er eben nicht das tut, was zig Pferde vor ihm ebenfalls getan haben.

An diesem Beispiel sieht man meiner Meinung nach sehr deutlich, wie wichtig es ist, bei solchen Problemen wenigstens sehen zu können, was da vor sich geht und nicht nur eine reine Beschreibung zu bekommen. Beschreiben kann man eh nur das, was man glaubt zu machen, und gerade beim Reiten kann man ja oft beobachten, dass der Reiter noch unglaublich viele andere Dinge macht (oder diese dann doch nicht so sind, wie er es glaubt, weil man manchmal vom eigenen Körper bemogelt wird).

Wenn also das Problem vor Ort von deiner Trainerin nicht gelöst werden kann, dann wäre es angebracht, einen anderen Trainer zu konsultieren. Das ist meiner Meinung nach der einzige Weg, das Problem tatsächlich gelöst zu bekommen und nicht nur durch kurzfristige Maßnahmen zu verschleiern oder gar noch zu verschlimmern.

Wenn ein Trainerwechsel nicht möglich ist, alternativ evtl. mal ein Kurs bei einem anderen Trainer oder jemanden befragen, der dich und das Pferd kennt.

Antwort
von Weymez, 9

Hey, 

Wie wäre es wenn du vielleicht mal ganz unverbindlich einen anderen bereiter drauf setzt? 

Wie ja schon erwähnt sind Übergänge gut..  -Schritt..  Halten...  Schritt... Trab...  Trab..  Halten...  Galopp... Schritt usw - Giebt es ja viele Methoden..  

Wichtig ist hierbei das alles in einem ruhigen Tempo zu tun..  

Was auch ganz gut ist..  -Schritt.. Halten rückwärts- und wieder los...  Nicht zu lange stehen lassen...  Die Übergänge fließend zu gestalten..  Man kann das ganze auch aus dem Trab machen...  

Was noch hilft..  Ist zum Beispiel im Trab (geht auch im Galopp)  normales Tempo dann  ein Par Tritte zurück nehmen und wieder raus lassen..  Beim raus lassen natürlich nicht sinnlos laufen lassen sondern zurück in das normale Arbeitstempo...  

Aber was ich dazu sagen muss...  Das sind Übungen für Reiter die das auch können und richtig einschätzen..  Wann was angebracht ist..  

Hol dir einen passenden bereiter dazu und erarbeite dir das mit dem ZUSAMMEN...  

Viel Glück...  

Antwort
von WesternCalimero, 11

Die Antwort steckt eigentlich bereits in Deiner Frage.

"...sie sofort antrabt, wenn ich sie aufnehme...." -- Das ist der entscheidende Hinweis.

Da ist was mit der Ausbildung schief gegangen. Das Pferd reagiert auf das Aufnehmen der Zügel mit Beschleunigung. Damit wird das Pferd im Umkehrschluss auf hingegebene Zügel mit Verlangsamung reagieren. Soll nun das Pferd umgeschult werden, nimmt man die Zügel auf, bis es antrabt, dann eine halbe Parade geben, dagegensitzen und die Zügel hingeben. Daraufhin sollte das Pferd verlangsamen. Nun ausgiebig loben (das ist sehr wichtig !!). In der Folge sollte dann das hingeben der Zügel verringert werden (über viele Wochen !!!).

Zum Thema richtiges loben gibt es bereits einige Beiträge ....

LG Calimero

Antwort
von Isildur, 11

Hallo,

dein Pferd scheint ja sehr gegen die Hand zu gehen und Reiterhilfen nicht wirklich anzunehmen, was verstehst du denn dann unter einer  guten Anlehnung? Denn die korrekte Anlehnung ist ja gerade die stete, weich federnde Verbindung zum Pferdemaul, das beißt sich ein wenig mit der "nur über Kraft reiten".

Ich kann den Stand, den du und dein Pferd haben nicht beurteilen. Wenn meiner ein bisschen "schwerer" in der Hand wird, ist es meistens ein Zeichen dafür, dass er "auseinanderfällt", da helfen dann versammelnde Lektionen ganz gut. Bei einem Pferd das seit Jahren diese Probleme aufweist, würde ich in der Ausbildung deutlich zurück gehen und notfalls, dem Tier das Gebiss vom Boden aus noch einmal erklären und dann langsam wieder aufbauen

Kommentar von rosihasi ,

Ja das ist ja das Problem solange man nur schön drauf sitz und auf dem Zirkel(?)oder ganze Bahn reitet ist sie schön weich an der Hand aber immer wenn man dann das Kreuz zum durchpariern anspannt geht sie total gegen die Hand.Ich hoffe du kannst mein Problem jetzt besser verstehen:)

Antwort
von Goldstern2000, 12

Bau vertrauen zu deinem Pferd auf und habe Geduld. Du kannst es ja öfters mal mit Übungen wie stehen bleiben wieder anreiten, stehen bleiben wieder anreiten u.s.w probieren. Wenn nichts hilf kannst du dir ja Hilfe suchen, es gibt Experten für so etwas.

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