Frage von DerMaster1, 97

Potsdamer Konferenz USA/UdSSR?

Es geht darum, dass es Konflikte zwischen der USA und der Sowjetunion gab und wenn ich mir die Gegenseitigen Zugeständnisse anschaue, kommt es so rüber, als wäre die USA an der Seite von Deutschland (Kredite, Bevölkerungsvertreibung abgelehnt, Landwirtschaft muss sicher sein)

Stimmt das? Hat die USA wirklich Deutschland "geholfen"? Bzw wollte sie zumindest helfen?

Antwort
von wfwbinder, 62

Man sollte die Positionen der beiden sehen.

UdSSR: Deutschland zu Reparationen zwingen und möglichst viel für das eigene Land sichern.

USA: in den USA gab es unterschiedliche Positionen. Den Morthauplan, nämlich Deutschland zu einem Agrarstaat zu machen. Was vermutlich bedeutet hätte, dass Deutschlandauch Bevölkerungsverluste erlitten hätte und die Position die zum Marshallplan führte, also wiederaufbau.

Dabei war die geostrategische Erkenntnis entscheidend, dass ein wiedererstarktes Deutschland einen schönen Puffer für Westeuropa abgeben könnte. In der Zeit, die die rote Armee brauchen würde (West-)Deutschland platt zu walzen, könnte man eine Verteidigung am Rhein aufzubauen.

Daher die völlig "selbstlose" Deutschland günstige Position.

Kommentar von stonedog ,

Kleine Korrektur: Morgenthau

Kommentar von wfwbinder ,

Na klar, ich sollte doch immer nochmal korrektur lesen.

Antwort
von Francescolg, 47

Ja, durchaus! :) Die USA wollten ein unabhängiges Deutschland, das in der Lage ist, von selbst wieder auf die Beine zu kommen.

Vergiss nicht, dass Großbritannien und Russland Konkurrenten waren und Stalin ein ganz großer Stratege. Das British Empire war alles Andere als eine "liebe" Macht, auch die USA und das Empire, waren häufig Gegner in der Geschichte. Kannst ja mal "Opium Wars" googlen :) (hat aber nichts mit WW II zu tun..) Man munkelt auch, dass die Briten hinter der Ermordung JFKs stehen, weil er der letzte echte "Friedens-Präsident" war, einer der ein starkes Russland, usw. haben wollte, weil er mehr "Verstand" hatte. In den letzten Jahren, waren die pro-britischen Kräfte (innerhalb der USA) gegen ihn und natürlich England

Es ist einfach zum Weinen, dass Martin Luther King Junior und JFK umgebracht worden sind. Diejenigen, die hierfür verantwortlich sind, oder "Mitwisser" werden irgendwann reden. Jede Organisation der Welt, sei sie noch so geheim, unterliegt dem Risiko des Whistleblowers, seien es nun die USA, die Briten, die Russen oder unsere Regierung. Wir erfahren halt nie Alles, aber Bruchstücke der Wahrheit.

Antwort
von JBEZorg, 34

Länder wahren ihre Interessen. Deutschland hat nicht die USA in Schutt und Asche gelegt und 27 Millionen Menschen getötet. Demtentsprechend waren die Interessen der UdSSR und USA unterschiedlich. Aber keine Sorge, alles was die USA hben wollten haben sie sich genommen in Deutschland nach dem Sieg. Und du liest natürlich in westlichen Quellen, die die USA immer ins positive Licht rücken und dabei alles beschönigen und verdrehen um die USA als den grossen Freund dastehen zu lassen.

Kredite haben die US-Wirtschaft in ihre Führungsrolle katapultiert und Deutschland abhängig gemacht. Bis heute. Es wurde auch keine Bevölkerung vertrieben. Das ist die deutsche Propagandadefinition.

Die UdSSR war nicht minder bemüht in der östlichen Besatzungszone das Nötige zu tun um einen funktionierenden Vassalstaat entstehen zu lassen mit einer funktionierenden Wirtschaft, so wie die USA im Westen.

In Potsdam ging es um die genaue Teilung der Einflusssphären und Festlegung auf Spelregeln zwischen den Besatzern.

Antwort
von SebRmR, 36

Zumindest dem, was später als Westdeutschland bezeichnet wurde, hat die USA geholfen.

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