Frage von Mariiaa17, 50

Posttraumatische Ereignisse/Borderline?

Hallo alle zusammen. Ich komme mal gleich auf den Punkt. Ich hatte vor mehreren Jahren zwei Ereignisse (zu unteschiedlichen Zeiten), die mich bis heute nicht loslassen. Es hat mich eine Zeit lang überhaupt nicht verfolgt, aber seit ein paar Monaten ist es wieder da und ich merke, dass ich mich zurückziehe. Ich unternehme sehr selten etwas mit den Leuten die mir wichtig sind. Meist bin ich zu Hause und das schlimmste ist, das egal wo ich bin, sobald ich alleine bin, denke ich darüber nach warum die Dinge so verlaufen sind und warum ich nichts dagegen getan habe. Ich frage mich dauernd warum mir nicht einfach etwas passieren kann, damit die Welt mich endlich los ist. In meinem Kopf spielen sich Szenarios ab, die ich überhaupt nicht da haben will, aber ich kann nichts dagegen tun.. Ich traue mich auch nicht darüber mit einem Arzt zu reden, weil der wahrscheinlich denkt, das ich total einen an der Klatsche habe. Jedenfalls habe ich mich etwas belesen aber ich weiß nicht ob ich das alles richtig deute. Habt ihr schon solche Erfahrungen gemacht? Oder wisst ihr wie man damit umgehen kann? Liebe Grüße.

Antwort
von Seanna, 18

Bevor du Selbstdiagnosen durch Tests im Internet stellst, such dir einen Psychiater oder Psychotherapeuten und lass dir ne fachmännische Diagnose stellen und eine Behandlung vorschlagen.

Alles andere ist Unfug und führt im besten Fall zu nix, im schlimmsten Fall zu massiver Verschlechterung.

Antwort
von bikerin99, 16

Suche dir einen Traumatherapeuten/in. Es gibt Hilfe, nutze sie. Bei einem Facharzt kannst du deine Symptome schildern, er hält dich sicher nicht für verrückt.

Kommentar von Mariiaa17 ,

Das ist aber das Problem. Ich will nicht das jemand erfährt was passiert ist und deswegen kann ich da nicht drüber reden. Ich hab die Überwindungskraft dafür leider nicht. 

Kommentar von bikerin99 ,

Es geht nicht darum, dass du deine Erlebnisse nochmals schilderst. Inzwischen müsste jeder Fachmann/frau wissen, dass  das traumatische Ereignis sich sonst wiederholt.
Bei einer Traumatherapie geht es ganz viel um Stabilisierung, den Alltag meistern.

Kommentar von Mariiaa17 ,

Ich danke euch für die Antworten. Ich habe in Kürze einen Termin bei meinem Hausarzt. Werde mit ihm etwas vereinbaren. Ich möchte jetzt nicht das ihr denkt, das ich total hilflos bin. Ich bin 17 aber auch im 2. Ausbildungsjahr. Deswegen sind diese Gedanken ein Problem, dass ich unbedingt loswerden möchte. Da diese mir sagen das ich nächstes Jahr die Prüfungen nicht bestehe und das ist die größte Angst die ich dann habe. 

Aber trotzdem vielen Dank! :)

Kommentar von Seanna ,

Es stimmt zwar dass Traumatherapie nicht zwangsläufig das Durcharbeiten beinhaltet, auch dass ein Großteil Stabilisierung ist, ABER dass bei Be- und Verarbeitung der Vergangenheit zwangsläufig eine Retraumatisierung ausgelöst wird, ist absoluter Unsinn. Das ist selbst bei VT-typischer Konfrontation nicht unbedingt der Fall. Und in vielen Fällen ist das Durcharbeiten Teil der Therapie und auch sinnvoll und wird als hilfreich erlebt im Nachhinein.

Antwort
von cylbby, 20

Es ist wichtig dass du dich mit den Ereignissen auseinandersetzt. Du musst lernen damit umgehen und dir immer im Klaren darüber sein dass du so oder so nichts mehr ändern kannst. 

Es ist besser wenn du lernst damit umgehen anstatt es zwanghaft zu vergessen. Sobald du mit den Ereignissen wirklich abschließt, fällt es dir leichter nicht mehr so oft daran zu denken.

 Außerdem wäre ein Arzt/Psychologe auch eine mögliche Lösung, die werden dich nicht auslachen, keine Sorge! Ich wünsch dir weiterhin alles Gute!

Antwort
von tigerlill, 17

Es wäre aber besser mit deinen Ereignissen dich an einem Psychologen zu wenden..und er wird sicher nicht denken das du eine Klatsche hast.

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