Post vom Inkasso-Unternehmen?

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6 Antworten

Der kurze Dienstweg wäre, Du lässt dem Inkassounternehmen den eine Kopie zukommen, dann hast Du Ruhe.

Natürlich bist Du dazu nicht verpflichtet und kannst dieses Schreiben und alles was folgt ignorieren.

Sollte allerdings ein gerichtlicher Mahnbescheid kommen, musst Du unbedingt innerhalb der 14-Tages-Frist beim Mahngericht schriftlich widersprechen. Da es wichtig ist, dass der Widerspruch dort eingeht, solltest Du als Einschreiben-Einwurf (2,85 € Porto) versenden. Eine Begründung musst Du nicht einreichen.

Erst wenn es zu einer Zahlungsklage kommt und Du im ersten Schritt Verteidigungsbereitschaft und Deinen Abweisungsantrag einreichst, solltest Du im zweiten Schritt bei der Begründung den Nachweis in Kopie beifügen.

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Deren Forderung ist unberechtigt und ich habe bereits Widerspruch eingelegt.

Und damit kannst du, bis Gerichtspost kommt - wenn sie denn kommt - die Füße hochlegen. Schönes Wochenende!

Bin ich überhaupt zu diesem Nachweis verpflichtet?

Nein. Wer Geld will, also eine Positivbehauptung aufstellt, ist beweislastig. Ist ja schon fast Nötigung...

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Hallo,

in der Regel kannst du gegenüber anderen erst einen Anspruch geltend machen, wenn du entsprechende Beweise lieferst.

So auch hier beim Inkassounternehmen. Den wichtigsten Schritt haben Sie schon getan, nämlich einen Einspruch eingereicht. Nun muss das Inkassounternehmen darlegen, wieso es einen Anspruch auf ihr Geld haben sollte.

Liebe Grüße
Merlin

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Das Inkasso-Büro behauptet, dass der Gläubiger ihnen gegenüber bestreitet, dass die Forderung nicht berechtigt sei und will nun von mir einen Nachweis haben

Wenn du beide Schreiben vor dir liegen hast, also A) die Bestätigung des Gläubigers, dass es unberechtigt war und B) das Schreiben des Inkassos, dass der Gläubiger das leugnet, würde ich zur Polizei gehen.

Strafanzeige wegen Betrugs gegen die Mitarbeiter des Gläubigers und des Inkassos.

Einer von beiden täuscht hier, um jemanden zu schädigen.

1) Das Inkasso lügt sich etwas zusammen, um von dir die Inkassogebühren und die Forderung irgendwie zu erschwindeln.

2) Der Gläubiger lügt sich etwas zusammen, um das Inkassos um dessen Beauftragungsgebühr zu prellen.

Welche der beiden Parteien nun also vorsätzlich täuscht und damit Betrug begeht, das muss dann ermittelt werden.

Dem Inkasso würde ich dann nur schreiben: "Den Nachweis, den sie eingefordert habe, habe ich im Rahmen einer Strafanzeige wegen Betruges gegen ihre Mandantin und Sie bei der Polizei vorgelegt. Der Fall ist damit aus meiner Sicht erledigt."

Oder man tut einfach gar nichts, wie hier schon steht. Man ist nur einem Gericht verpflichtet zu antworten bzw. selbst das kann man sogar lassen, wenn man sich nicht verteidigen will.

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Du kannst den nachweis doch liefern, so wie du sagst, also warum sich nun noch mehr stress machen? Sobald die forderung an ein inkasso abgegeben wurde, sind die dein neuer gläubiger, also schick einfach den beleg hin und gut ist.

 

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Kommentar von EXInkassoMA
03.06.2016, 21:35

Nein, lediglich der Forderungseinzug wird meistens an eine inkassobude abgetreten. 

Forderungsinhaber ist nach wie vor der Gläubiger 

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Kommentar von kevin1905
03.06.2016, 21:59

Ohne § 410 BGB Wisch ist das Inkassobüro NICHT Gläubiger, sondern ein beauftragter Rechtsdienstleister ohne gesonderte Vollmachten.

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Du bist natürlich nicht verpflichtet 

Ein Inkassounternehmen ist nur ein Finanzdienstleister 

Weise die Forderung unter Anheimstellung des Rechtsweges schriftlich zurück und untersage zusätzlich die kontaktaufnahme per Telefon und die Weitergabe Deiner Daten gem Bdsg

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