Ports freigeben für Mincraftserver?

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1 Antwort

Solange der Dienst, in Deinem Fall der "Minecraftserver", das tut, wofür er bestimmt ist, ist das nicht gefährlich. Da keine Software perfekt ist, gibt es immer ein Restrisiko. Er wird vermutlich auch nicht so viel Traffic erzeugen, dass Dir Dein Provider kündigt oder Dich drosselt. Das wäre wohl im Moment eines der schlimmsten Szenarien. Aber auch das ist eher unwahrscheinlich.Praktisch kannst Du auf ganz andere Problem stoßen. Das Internet befindet sich gerade im Umbruch von IPv4 auf IPv6. Obwohl TCP/UDP-Ports in beiden Protokollen gleichermaßen funktionieren, gibt es bei der Router- und Firewallkonfiguration einiges zu beachten.

Die Nutzung via IPv4 setzt voraus, dass Du keinen DS-lite-Anschluss hast. Dort fehlt Dir schlicht die öffentliche IP-Adresse, die Du zum Serverbetrieb brauchst.

Bei IPv6 ist das kein Problem. Du bekommst genug Adressen, auf denen Du Dienste anbieten kannst. Hier ist eher das Problem, dass noch nicht alle Deine Mitspieler mit IPv6-Adressen versorgt sind.

Bei der Freigabe unterscheidet sich das Vorgehen auch etwas.

Bei IPv4 wird ein tcp-port von der öffentlichen Adresse zu einem tcp-port der privaten Adresse(z.B. 192.168.x.x) übersetzt und weitergeleitet. (NAT)

Bei IPv6 reicht es die Firewall an der Stelle zu öffnen. Übersetzt werden muss nichts mehr. Auch gibt es keine Konflikte, wenn Du beispielsweise mehrere Server gleichen Typs aufsetzen möchtest.

Minecraft soll angeblich IPv6 unterstützen:

http://www.minecraftforum.net/forums/minecraft-discussion/recent-updates-and-snapshots/2643887-ipv6-support-in-minecraft

Das untenstehende Video auf dieser Seite befasst sich größtenteils mit der Einrichtung von IPv6-Tunnel. Das ist hierzulande meistens überflüssig. Bei Vodafone (Kabel), Unitymedia, M-net, KMS, der Telekom und vielen anderen ISP hat man bereits IPv6 ohne dazu irgendwelche Tunnel selbst einrichten zu müssen.

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