trockenduscher am 27.06.2009 um 1:58 Uhr
So etwas fällt mir in letzter Zeit verstärkt auf..
Scheint's gibt es zunehmend Web-Anbieter, die für einen schnelleren Download oder per Mitgliedschaft durch Anmeldung Geld verlangen und das für den Download von Software, die von Fremdanbietern geschaffen wurde, welche ihre Software auf anderen Seiten kostenlos (Open Source o.ä.) zur Verfügung stellen. Klar, wenn man sich dummerweise bereit erklärt hat per Klick die AGBs anzuerkennen ist man wohl gelackmeiert - aber dennoch...:
Wo kann man diese Seiten denn melden??
Wie ist die Rechtslage? Kann ja sein, dass man der Doofe ist, weil man die AGBs akzeptiert hat per Klick - aber dennoch wird es wohl auch den Anbietern von Freeware nicht recht sein können, dass andere Geld verdienen an ihrer Software, die ja per se kein Geld kosten soll..

Gute Frage.
Sie "verkaufen" Dir aber nicht die Software, sondern sie "verkaufen" Dir die Möglichkeit, sie unter ganz tollen Bedingungen von einem superduberschnellen Server herunterzuladen. Da müsste sie schon der Urheber der Software anzeigen.
Kann er aber nicht, da es meist Open Source unter der GPL oder CC Lizenz ist, die das vermarkten/kommerzieller Einsatz ganz eindeutig erlaubt.
NEIN! Das sind Abzock-Seiten. NICHT ZAHLEN! Die können in ihre AGBs rein schreiben, was sie wollen. Diese AGBs sind schon ewig von Gerichten für Nichtig erklärt worden.

Die Lizenz von Open Source Software erlaubt den Weiterverkauf der Software ausdrücklich.
"...Freie Weitergabe − Die Lizenz darf niemanden darin hindern, die Software zu verkaufen oder sie mit anderer Software zusammen in einer Software-Distribution weiterzugeben. Die Lizenz darf keine Lizenzgebühr verlangen. ..."
http://de.wikipedia.org/wiki/Open-Source-Lizenz
aber Du kritisierst wohl eher die Bauernfängerei diverser Seitenbetreiber.
trockenduscher am 27. Juni 2009 21:45 Ok, danke für den Hinweis, das war mir so nicht klar (bin auch kein Jurist) - aber dann heisst der letzte Satz, den du zitierst, dass der Schöpfer kein geld verlangen darf, aber Distributoren dann also schon?
zzzap am 28. Juni 2009 03:07 bin auch kein Jurist, Open Source ist kein rechtlich geschützter Begriff , näheres steht in den Lizenzen wie GLP etc.. Es geht wohl um die Freigabe des Quellcodes um die Software zu verbessern, und es werden Freiheiten gewährt im Gegensatz zu Eulas, wo diese eingeschränkt werden.
Daß der Schöpfer Geld verlangt ist eher unüblich.
"Open Source ist indes nicht gleichbedeutend mit kostenlos. Zwar darf für die Software in der strengsten Auslegung keine Lizenzgebühr erhoben werden, aber ein Entgelt für die Vervielfältigung ist durchaus üblich. Auch für Zusatzangebote kann ein Anbieter Geld verlangen. Nach diesem Prinzip finanzieren sich einige Linux-Distributoren wie Xandros oder Mandrake, die das Betriebssystem als so genannte Boxed-Version auf Datenträgern mit Support und Handbüchern verkaufen."
http://www.heise.de/open/Open-Source-Lizenzen--/artikel/75786
eine gute Übersicht:
http://openfacts.berlios.de/index.phtml?title=Open-Source-Lizenzen

Wenn die gestaltung der seite weitgehend stimmt, preis sollte erkennbar sein, - selber schuld
was die software betrifft, dies zu beanstandene ist sache der eigentümer (urheberrecht)
Eben nicht. Sie können nicht einmal beweisen, dass du es warst, der dem Vertrag wirklich zugestimmt hat. Sie haben zwar deine IP, aber damit anfangen können sie nichts, da kein Staatsanwalt in Deutschlan wegen so etwas ein Strafverfahren eröffnet und es auch durchzieht. Das ist die Rechtslage. Nicht zahlen und wenn sie eine gerichtliche Mahnung schreiben, dann Einspruch erheben und sagen, dass man es nicht war. Alles, was die labern ist heiße Luft. Meist bewegen die sich nicht mal, wenn man sich nicht mehr nach den ersten 1-2 Drohbriefen meldet.
wenn du dir etwas runterladen willst, lis immer das kleingedruckte, bei manchen ist es so, das die es nicht erkennlich schreiben, was es kostet. Aber ich finde, das es Abzocke ist. Rechtlich kannst du da nichts machen, ihrgendwo war es ja sicher vermerkt.