Populismus ist die bürgerliche Vorstufe des Neo-Faschismus?

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Das Ergebnis besteht aus 8 Abstimmungen

Stimmt nicht, weil … 50%
Weder noch, aber … 25%
Ich hätte da noch etwas völlig Anderes … 12%
Keine Ahnung, es interessiert mich nicht, ich putze hier nur. 12%
Ich weiß es nicht, denn ich habe im Geschichtunterricht gepennt. 0%
Stimmt doch, weil … 0%

8 Antworten

Ich hätte da noch etwas völlig Anderes …

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✔ Es kann Katalysator sein.

(Diese Option fehlt.)

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Das Problem bei solchen Einordnungen liegt an zwei wesentlichen Stellen:

  1. Exakte Definition des Begriffes. ("Populismus" ist ziemlich vielgestaltig und wird mit unterschiedlichen Bedeutungen versehen. Je nach Definition kann hier also ein "Ja!", ein "Nein!" oder ein "Eventuell!" als Antwort auf deine Frage stehen.)
  2. Exakte Absichten des Nutzers und relevanter Kontext. ("Volksnähe", also "Populismus" im wörtlichen Sinne des Begriffes, ist nicht zwingend etwas Schlechtes. Es kann aber durchaus in eine negative Verstärkung abgleiten und Kausalketten entwickeln. Außerdem kann "scheinbare(!) Volksnähe", also "oberflächlicher Populismus", zur Demagogie, also zur politischen Hetze und damit zur "Volksverführung/Volksverhetzung" genutzt werden.) 

Wegen der unscharfen Frage lässt sich hier nur eine unscharfe Antwort geben.

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Populismus ist die bürgerliche Vorstufe des Neo-Faschismus?

Die wohl einzig sichere Annahme ist, dass Populismus nicht aufgesetzt werden kann: Eine stabile, robuste, werteorientierte Gesellschaft kann nicht allein durch Populismus in den Neo-Faschismus überführt werden.

(Beispiel: Angenommen, in diesem Land gäbe es keine Probleme. Alle Menschen würden "überdurchschnittlich" verdienen; es gäbe keine Ängste, wie etwa die Angst um den Arbeitsplatz, etc. --- Dann wäre "Zuwanderung", ganz egal, durch wen oder warum, für die Gesellschaft nur ein "beobachtenswertes, steuernswertes Phänomen, dem man sich gelassen widmet".

Erst durch bereits bestehende - und durch Populismus und Demagogie verstärkte - Ängste ließe sich eine Richtung i.S.v. Entwicklung der öffentlichen Meinung vorgeben.)

Wenn also Populismus als Vorstufe gesehen wird (oder gar tatsächlich ist), dann ist die Gesellschaft in sich selbst bereits ideologisch deformiert. In diesem Sinne ist der Populismus "nur" ein Katalysator, der Aktionen und Reaktionen steuernd forciert. 

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Empirisch wahr an dieser Aussage ist aber: Vergleicht man die deutsche Geschichte, sieht man durchaus Parallelen, die diese Aussage bestätigen. So war das Nazi-Regime nur möglich, weil sich der Populist und Demagoge Hitler geschickt der Meinung der bürgerlichen Mitte bemächtigte. Ohne diese bürgerliche Mitte hätte es sein System nicht gegeben; ganz egal, was er versucht hätte.

Es sind also - und das steckt bereits in dem Begriff "bürgerliche Vorstufe" - nicht die Ränder, die eine gesellschaftliche Veränderung bewirken. In diesem Sinne sind es nicht die "NPD-Mitglieder", von denen die gesellschaftliche Gefahr ausgeht, sondern es ist die Mitte der Gesellschaft. Damals. Und heute.

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Die eigentliche Frage lautet hier also: "Wer ist der 'schlimmere' Populist?" 

  • Ist es Frau Merkel, die sich stets - übrigens "völlig lösungsfrei" - nach der aktuellen Volksmeinung dreht? 
  • Ist es Frau(ke) Petry, die diese populistische Welle zu verstärken sucht, um auf ihr - ganz eigennützig, wie man schon bald sehen wird - in den Bundestag und an die Tröge der Macht zu reiten? 
  • Ist es (symbolisch!) Frau Hasselfeldt, die ein AfD-likes reaktionäres Weltbild als einzige Option propagiert, aber den "Vorteil", einer "anerkannt konservativen", und damit "unschuldigen" Partei anzugehören, genießt (und schamlos ausnutzt)?
  • Oder ist es Herr Seehofer, der gemeinsam mit Frau Storch, "bis zur letzten Patrone" (O-Ton Seehofer) gegen die Zuwanderung in die Sozialsysteme kämpfen will, und der sich wissentlich gewalttätiger Endsieg-Propaganda bedient, sich also bekennend am Faschismus anlehnt?

Aber auch Palmer, Özdemir, Lindner, Söder und viele andere könnten diese "schlimmeren" Populisten sein, wenn sie sich ebensolcher populistischer Argumentationen bedienen und damit das "argumentative Hauptfeld" insgesamt nach rechts rücken und dort verengen.

Doch wenn wir schon gar nicht mehr nach "schlechtem Populismus" fragen, sondern uns nur noch nach "schlimmerem Populismus" umschauen, ... dann ist die Gesellschaft i.S.d. gesellschaftlichen Grundwerte längst völlig desorientiert. 

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Ich breche an dieser Stelle abrupt ab, denn ich denke, oben stehen genug Gedanken, die eine Antwort auf deine Frage so weit beeinflussen können, dass wahlweise die Fragestellung konkretisiert werden müsste oder praktisch jede Antwort "richtig" wäre...

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Kommentar von MarkusGenervt
31.10.2016, 11:49

Vielen Dank! Das war bisher die beste Antwort. Ich freue mich, dass jemand doch noch die letzte Option gefunden hat ;)

Tja, ich weiß nicht, was ich daran kritisieren könnte. Du hast völlig Recht mit meinem Mangel an Konkretisierung. Allerdings habe ich den Punkt des "neutralen Katalysators" einfach mal übersprungen, weil ich denke, dass der Zeitpunkt, als dies noch absolut der Fall war, inzwischen weit hinter uns liegt.

Wir sind in der Tat bereits zu sehr "ideologisch deformiert", dass jetzt jede Form des Populismus nur noch im Weiteren als Synonym für Demagogie stehen kann.

Da heutzutage aber auch wirklich alles immer so politisch korrekt klingen muss, klingt "Populismus" natürlich gleich viel netter, als "Demagogie". Aber vielleicht liegt es auch daran, dass die Meisten mit "Demagogie" nicht so viel anfangen können.

Ich denke aber mal, dass auch eine Konkretisierung meiner Fragestellung dann wiederum irgendwie nicht so flüssig und prägnant klingen würde, also nicht so populistisch  [:fett-grins:]

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Stimmt nicht, weil …

Populismus kommt zwar etymologisch vom Wort "Volk" bezeichnet aber hauptsächlich das Anbieten von einfachen Lösungen für die Wähler*innenschaft.

Den Wähler*innen eine einfache Lösung anzubieten ist nicht gleichbedeutend damit, das ganze Volk zu vertreten.

Mal abgesehen davon, dass die AfD bei weitem nicht die einzige Partei ist, die populistische Forderungen ausspricht. Das machen die anderen Parteien genauso.

Ich weiß zwar nicht genau wie der Faschismus in deine Frage hineinpasst, aber der Populismus ist sicherlich keine Vorstufe des Faschismus.

Die AfD ist zwar als protofaschistisch, also quasi als eine radikal-konservative Partei zu beschreiben, aber das trifft bei weitem nicht auf alle populistischen Parteien zu.


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Kommentar von MarkusGenervt
31.10.2016, 09:05

Nun, sicherlich kommt derzeit die CSU ganz dicht hinter der AfD und auch einige andere Kandidaten sind da etwas grenzwertig, aber Petry will sich ja gerade das Label "Populismus" so zurecht biegen, dass es sich für ihre Zwecke positiv darstellt.

Du sagst doch selbst auch, dass die AfD protofaschistisch ist – was ich übrigens für noch besser ausgedrückt halte :) –, aber das bedeutet ja auch nichts anderes als "vorab"-faschistisch.

Letztlich ist es doch inzwischen auch egal, wer wie sehr im Detail oder unter der Lupe betrachtet populistische Züge aufweist, denn der Mensch tendiert immer zu Vereinfachungen und daher ist es per se ein quasi-natürlicher Zustand.

Wenn aber jemand wie die AfD sich selbst dieses Label als Pseudo-Protest-Label gibt, aber – im Gegensatz zu den anderen Volks-Parteien – keine Lösungen oder auch nur Lösungs-Ansätze durchscheinen lässt, dann damit auch noch Wahlen gewinnt, dann ist der erste Stein gelegt für das Fundament des Faschismus. Denn das macht ja den Unterschied zwischen Populismus und Faschismus erst aus: die Regierungsgewalt.

Alles Andere bleibt Hass ohne Lösungen.

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Kommentar von Mrpat1605
31.10.2016, 09:10

"AfD ist profaschitisch", wo hast du den Quatsch denn her?

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Stimmt nicht, weil …

Populismus ist nicht per se was Reaktionäres, auch wenn uns das einige Schlaumeier und Politiker und sonstige hochmütige Akademiker suggerieren wollen. Es kommt maßgeblich vielmehr dafrauf an, in welche richtung er sich bewegt, bzw. welche Inhalte er hat. Nur weil der Populismus oftmals auf einfache Lösungen aufbaut, sind diese nicht grundsätzlich falsch.

2Gründe sind`s, warum der Populismus meist negativ konnotiert ist:

  • man kann so den Gegner schnell mundtot machen, bzw. ihm das Wasser abgraben
  • dem Volk wird eingeredet, dass Politik stets was Kompliziertes sei und daher nur Fachleute kompetent und überhaupt allein dafür zuständig seien.
  • wird die Bevölkerung in Eigenregie politisch aktiv, stört das die Machthaber und sie versuchen dann den Aktiven den Wind möglichst aus den Segeln zu nehmen, ihren Ruf wollen sie so schädigen
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Kommentar von MarkusGenervt
31.10.2016, 11:01

Das waren 3 Gründe ;-))

Dem möchte ich entgegen halten, dass der Unterschied zwischen Populismus und Gegen-Populismus darin liegt, dass der Populismus eben KEINE Lösungen anbietet, sondern nur einfache Gründe, dagegen zu sein.

Ich muss nicht erklärt bekommen, das oder warum ich gegen etwas bin. Mich interessieren eher echte Lösungen und nicht bloß leeres "Ich will aber nicht!"-Genöle, was dann auch gleich in Hass umschlägt und am Ende Menschen sterben.

Übertrieben? Nö!

Was ich im letzten Jahr so alles in den Nachrichten erleben musste, erinnert mich irgendwie extrem stark an die 20er und 30er des letzten Jahrhunderts – mit dem Unterschied, dass die Leutchen damals es nicht besser wussten oder kannten.

Das erschreckende heute ist die Tatsache, dass dieser Hass innerhalb so kurzer Zeit und trotz unserer Vergangenheit wieder so schnell erstarken konnte.

Allerdings ist mir inzwischen auch klar, woran es liegt.

Unsere verschi55enen Politiker sind nur der Stein des Anstoßes. Die hätte man auch mit vernünftigen Mitteln absägen können.

Die Ursachen liegen in einem verdeckten Rassismus der die ganze Zeit in der DDR schwelen konnte und hübsch brav unter den Teppich gekehrt wurde, weil man sich nicht die Blöße vor dem kapitalistisch-imperialistischen Erzfeind im Westen geben wollte, dass man sein eigenes sozialistisches und brüderliches Volk nicht im Griff hatte und dass rassistische Morde an Bruder-Staat-Gästen Gang und Gäbe waren. Da hätte man damals aber ganz schön alt ausgesehen.

Nun, hier im Westen hat es auch immer noch Unbelehrbare gegeben, aber das Gros der Bevölkerung hat gut auf die Entnazifizierung und den offenen und schonungslosen Geschichtsunterricht reagiert und diesen ganzen Müll hinter sich lassen können.

Nun gab es aber nie eine Aufarbeitung in der DDR und interessanterweise sieht man viele Menschen im fortgeschrittenen Alter auf den Pegida-Demonstrationen, jener Bevölkerungsteil, der auch die AfD speist.

Ich will das hier jetzt nicht zu lang machen, aber kurz gesagt: dort liegt der Hase im Pfeffer und das ist der Weg, den dieser Populismus geht.

Es hat keinen Sinn das irgendwie schön zu reden, denn an den Konsequenzen wird sich dadurch nichts ändern.

Ebenso bringt es nichts, mit diesen Leutchen zu reden – auch, wenn ich das hier versuche –, denn wenn die Argumente nicht mehr reichen, wird eben Gewalt zur Hilfe genommen. HIER geht das dann nur verbal, aber im echten Leben da draußen sterben bereits die ersten Menschen.

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Keine Ahnung, es interessiert mich nicht, ich putze hier nur.

Populismus ist das, was alle praktizieren, die MACHT wollen und natürlich erst recht die, die Macht schon haben.

...Das können neben den Bürgelichen und verkappten Faschisten auch Linke, Sozialisten, Grüne, Kommunisten, Rechte, Rechtsradikale, Dumme und Gescheite sein...

so, und jetzt putze ich weiter!

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Kommentar von MarkusGenervt
01.11.2016, 12:26

LACH!

Danke! – für's Putzen ;o)

Ja, da hast Du wohl recht.

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Weder noch, aber …

Jaja....diese Schlachten um blauen Dunst.

Hätte Frau Petry mal auf mein Profil geschaut, dann hätte sie diesen Satz gefunden:

Die sogenannten Populisten schüren und spielen nicht mit der Angst der
Bevölkerung, sondern sie äußern lediglich die Angst der Bevölkerung, die
erst durch die geschaffen wurde, die die Äußerer als Populisten zu
diffamieren versuchen.

Damit drücke ich aus, dass die Politik am Volk vorbei regiert, und keineswegs das Volk mitnimmt, geschweige denn:

  • das Volk befragt
  • sich dem Volk stellt
  • dem Volk eine wahrheitsgetreue Aufklärung gibt

Wenn sich dann Teile des Volkes empören, dann wird immer noch nicht klärend eingegriffen, sondern man beschränkt sich darauf, die Teile des Volkes mit diffamierenden Schlagwörtern zu bedenken.

Anstatt dies zu reklamieren, hat Frau Petry versucht die Diffamierung klein zu reden, und den Begriff salonfähig zu machen. (Was ich gelinde gesagt etwas aus der Spur empfunden habe) Frau Petry wäre besser beraten gewesen, wenn sie die Diffamierer damit konfrontiert hätte, dass man mit beleidigenden Schlagwörtern keine Probleme entkräftet, geschweige denn löst.

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Kommentar von MarkusGenervt
31.10.2016, 09:41

Aber Du machst doch selbst nichts Anderes, als Wortklauberei.

Die Ursachen sehe ich genauso, aber dann endet es beim Populismus bereits. Also warum sollte irgend jemand mit sachlichen und inhaltlichen Argumenten vortreten, wenn doch ohnehin nicht geglaubt werden will?

Das ist doch eher eine Religion, als eine inhaltliche Überzeugung.

Claudia Roth hatte unlängst hervorragend bewiesen, wie diskussionsunfähig diese Pöbler sind – um mal beim Wortstamm zubleiben. Sie ging hin und fragte. Alles was zurück kam waren wüste Beschimpfungen. Wäre sich noch länger da stehen geblieben, hätte man sie wahrscheinlich auch noch attackiert.

Wenn dieser Plebs nicht mal mit jemandem wie Claudia Roth reden will, mit wem denn dann?

Wo sind die Lösungen? Wie will die AfD es besser machen? Was wird sein, wenn alle "Ausländer" raus oder tot sind?

Fragen über Fragen. Bei der AfD & Co. nur sinnlose Hass-Parolen.

'33 lässt grüßen. Aber der Teil der Geschichte wurde in der DDR ja hübsch unter den Tisch gekehrt und konnte richtig schön im bürgerlichen Untergrund wachsen.

Wie gesagt, Deine Ursachen-Analyse ist schon richtig, aber sonst bleibt die AfD heiße Luft, die sich bald entzünden wird.

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Stimmt nicht, weil …

Das Wort Populismus hat als Bedeutung folgende:

Po·pu·lịs·mus Substantiv [ der] abwert.
    eine Politik, die mit scheinbar einfachen Lösungen die Gunst der Bevölkerung zu gewinnen versucht.

Auch wenn das Lateinische

Populus

, das

Volk

darin steckt, so ist es im Sprachgebrauch eindeutig

abwertend

gemeint. Und soll umschreiben, dass man vermeintlich einfache Lösung für schwierige Probleme hat. Eben dass man "das bietet, was das Volk will".

Und exakt das ist das Argument von Frau Petry: Sie möchte das Umsetzen, was das Volk will und nimmt daher auch diesen 'abwertenden' Begriff und versucht ihn entsprechend für sich zu nutzen, da die Partei ja eh aus jeder Ecke als "rechts-populistisch" 'beschimpft' wird.

Populismus ist die bürgerliche Vorstufe des Neo-Faschismus?

Wenn man von Faschismus spricht, spricht man von einer Ideologie, die keine andere Meinung als die eigene zulässt. Hierbei muss ich auch an AfD Veranstaltungen denken. Jedoch aber an die nicht so gewaltfreien Demonstrationen der Antifa, sowie der brennenden Autos, welche diese zu verantworten haben.

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Kommentar von MarkusGenervt
31.10.2016, 08:45

Nun ja, mir ist schon klar, dass der Begriff "Populismus" eben Deine genannte Bedeutung hat. Dieses Zitat war lediglich der Auslöser für meinen Ansatzpunkt.

Jedoch aber an die nicht so gewaltfreien Demonstrationen der Antifa, sowie der brennenden Autos, welche diese zu verantworten haben.

Also dem möchte ich mal entgegen halten, dass diese Gewalt der AntiFa-Demos sich immer nur gegen Gegenstände richten oder als Gegen-Gewalt zur Polizei-Gewalt.

Hingegen gab es immer Verletzte und auch schon Tote auf Seiten Unbeteiligter bei der Rechten Gewalt. Pegida und AfD rufen ja inzwischen ganz offen zum Mord auf.

Da wäre mir die AniFa-Gewalt eher das Geringste meiner Bürger-Probleme. Was aber nicht heißen soll, dass das wirklich gut sei.

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Man darf nicht nur die Wortherkunft berücksichtigen sondern vorallem was heute darunter verstanden wird. Eine populistische Partei greift die Ideen des Volkes auf um sich Macht zu verschaffen, dabei werden hauptsächlich die Aspekte berücksichtigt die das Volk will, also in deinem Fall Flüchtlingspolitik.

Populismus wird auch häufig verwendet um Ideen die wiederum dem Volk widersprechen durchzusetzen, hier zwei Beispiele die aufzeigen dass die Afd sich ein Thema ausgesucht hat dass ihre anderen Meinungen in der Öffentlichkeit ausgeblendet werden:

-Flüchtlingspolitik zieht die Aufmerksamkeit auf sich während die eher unbeliebte Atompolitik im Parteiprogramm ebenfalls wiederfindet jedoch wird diese vom Volk kritisch betrachtet

-Sie sind dafür dass Frauen wieder eine klassische Rolle einnehmen, deutsche Frauen dürften so eine Einstellung nicht gutheissen

Hoffe ich konnte helfen

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Kommentar von MarkusGenervt
31.10.2016, 09:28

Danke für Deine Antwort, aber darauf zielte meine Frage nicht ab (habe das gerade nochmal nachgebessert).

Es ging mir um meine Frage-These, dass Populismus die Vorstufe zum Faschismus ist. Der Teil mit unserer strammen Zack-Zack-Eins-Zwei-Eins-Zwei-Dame war nur der Auslöser, für mein Ansinnen und sollte nur die Gegenseite in Szene setzen.

Aber mich würden hierzu eben auch mal Gegen-Argumente interessieren, bzw. wie sich AfD, Pegida, Reichsbürger & Co. da raus-argumentieren – vorausgesetzt, sie können das ;)

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Weder noch, aber …

Populismus ist n Etikett, das die herrschende politische Klasse ihren Gegenspieler aufklatscht. Heisst so ungefähr: die Populisten reden den Leuten nach dem Mund, während sie, die Unpopulisten, das Notwendige tun und auch zu unpopulären Maßnahmen greifen.
Das hat aber nicht mit populär oder unpopulär zu tun, sondern mit Interessenkonflikten. Beispiel CETA, das die Merkel/Gabriel Regierung durchgepeitscht hat oder der kalte Krieg gegen Rußland, wobei sie wohl kaum die Interessen und das Wohl des deutschen Volkes im Auge hatte.

Je unpopulärer und volksferner eine Regierung wird, desto gereizter reagiert sie auf andere Parteien, die eben genau die Interessen eines Großteils der Bevölkerung formuliert und vertritt.
Das Wortspiel von Frauke Petry trifft ins Schwarze. Und die Nazi-Keule zu schwingen gegen wirklich jeden, der diese Regierungspolitik der Deutschlandabschaffer nicht bejubelt, das wirkt nicht mehr.
Übrigens: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus› (Ignacio Silone)

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Kommentar von MrHilfestellung
31.10.2016, 08:47

Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: "Ich bin der Faschismus". Nein, er wird sagen: "Das wird man ja noch sagen dürfen".

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Kommentar von MarkusGenervt
31.10.2016, 08:48

Demnach vertrittst Du die Auffassung, dass die Linke also der eigentlich Feind der Demokratie sei. Habe ich das richtig verstanden?

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Kommentar von Mrpat1605
31.10.2016, 09:12

Ja die radikalen linken (Antifa) sind Demokratiefeindlich, im Gegensatz zur AfD.

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