Frage von Batbandy, 98

Polizei Ausbildung nach Trunkenheit am Steuer noch möglich?

Ein Kumpel von mir sollte dieses Jahr am März (glaub ich) eine Polizeiausbildung anfangen. Jedoch wurde er vor einer Woche mit 2.0 promille von der Polizei erwischt, was bedeutet das jetzt nun für seine Ausbildung. Kann er diese noch fortsetzen?

Antwort
von schnute71, 49

Das wird nix mehr. Selbst wenn er es verheimlicht und eingestellt wird bzw. die Ausbildung begingt, sowie es heraus kommt und das tut es, dann ist das ein Entlassungsgrund. Immerhin ist er dann erst Beamter auf Widerruf.

Antwort
von newcomer, 65

klar im Strafvollzug aber hinter Gitter

Antwort
von Parhalia, 52

Wenn er dann rechtskräftig mit Eintrag im BZR nach Paragraph 315 oder 316 StGB verurteilt wurde, so wird es auf jeden Fall sehr schwer bis gar unmöglich  für ihn schon alleine in der Bewerbungsphase zur polizeilichen Berufsausbildung. 

Dieser Mist wird dann 15 Jahre ( incl. Überliegefristen ) im BZR aktenkundig sein. 😕

Damit wird er rein aus Sicht der Auswahlkriterien der Bewerber / Anwärter schon kaum bis keine Chancen haben, wenn er rechtskräftig diesbezüglich verurteilt wurde.

Kommentar von Batbandy ,

Er wurde schon vor der Tat angenommen und hat jegliche Aufnahmeprüfung bestanden. Er wartet nur darauf das der März kommt damit er dann die richtige Ausbildung anfangen kann. Kann er dann diese noch fortsetzen? 

Kommentar von Parhalia ,

DAS bleibt nun mal intern abzuwarten. Wäre er bereits mit Abschluss ausgebildet voll / fest und ohne Probezeit im Dienst,  so KÖNNTE er "damit" disziplinarisch durchaus im Amt bleiben.

Aber er HAT die Ausbildung / das Studium für den Polizeidienst  ja noch nicht einmal angefangen. Hat er die Vorgesetzten denn schon dahingehend informiert ?

( denn mit BAK 2,xx Promille am Steuer ist es halt garantiert eine Straftat nach StGB .. "Trunkenheit im Verkehr"...selbst mit einem Fahrrad...)

Kommentar von Sirius66 ,

Egal, in welchem Stadium der Ausbildung er sich befindet. Währenddessen ist er "Beamter auf Widerruf" und der ist in diesem Fall sehr schnell formuliert.

Es könnten nämlich sonst alle, denen dies schon passiert ist, Widerspruch eingelgen, wenn er bleiben dürfte. Sie hätten große Aussicht auf Erfolg. Mal ein A-Verstoß, Ordnungwidrigkeiten ... ja ... aber im Straftatbereich wird nichts toleriert.

Sie ziehen ruck-zuck jemanden von der Nachrückerliste hoch, der seine Chance mehr verdient ...

Gruß S.

Kommentar von Batbandy ,

Quasi kann er seine Ausbildung vergessen und sollte sich lieber was anderes suchen?

Kommentar von Parhalia ,

Anfragen kann er ja trotzdem noch mal ganz offen, denn was hat er zu verlieren ?

Der Eintrag steht im Zentralregister und spätestens wenn er das behördliche Führungszeugnis ( Belegart "O" ) anfordern müsste zur Ausbildungszulassung, so wüsste die Polizei über den Vorfall Bescheid.

Antwort
von Peppi26, 61

Ich glaube nicht, das kommt nicht gut !

Antwort
von Centario, 56

Was will er denn bei der Polizei?

Kommentar von Sirius66 ,

SEHR GUTE FRAGE !!!

Kommentar von Centario ,

Wenn jemand etwas hämisch ist würde der sage, "Er will sich dann wohl selber festnehmen?". :-)

Kommentar von Sirius66 ,

Naja ... BERUF hat den Wortstamm BERUFUNG. Man kann einen Job nur dann machen, wenn man hintern den Inhalten dieser Tätigkeiten steht.

Es wird schwierig, Bäcker mit Leib und Seele zu werden, wenn man Brot und Süßkram nicht mag. Man wird irgendwie backen, aber nie sensationell und kreativ.

Es macht wenig Sinn, KFZ-Mechatroniker zu werden, wenn man den Geruch von Gummi, Öl und Motoren nicht leiden kann. Man kann Motoren aber nur heil machen, wenn man sie versteht und bereit ist, den Arm bis zum Anschlag in die Schmiere zu stecken, den Sinn in jeder kleine Schraube erkennen zu wollen.

Ein Therapeut kann einpacken, wenn es ihm nicht gelingt, den Menschen auf seiner Bank voll zu respektieren, zumindest Nächstenliebe zu entwickeln und sich empathisch auf ihn einzulassen.

Was will also jemand bei der Polizei, der sich eigentlich nicht darum schert, dass es Regeln gibt. Der nicht weiß, warum es sie gibt und daß man sie Sinne aller auch einhalten sollte.

Man kann etwas ARBEITEN, um Geld zu verdienen. Man kann aber auch etwas SEIN, als das man dann zufällig auch sein Geld verdient.

Gruß S.

Kommentar von Centario ,

Er steht noch vor der Ausbildung, Die Ausführungen sind ansonsten durch aus brauchbar.

Expertenantwort
von Sirius66, Community-Experte für Polizei, 34

Nein. Würdest du als Bürger das wollen? Korruppte an den Richtertisch, Pädophile in die Kindergärten?

... und das ist auch gut so.

Gruß S.

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