Frage von MIestiec, 72

Politisches Interesse von Jugendlichen?

Findet ihr das die 70er - 90er politisch aktivere Zeiten unter Jugendlichen waren ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von rawierawie, 54

Ja natürlich! Damals gab es ein richtiges Interesse der Jugendlichen in der Politik und es wurde viel positives bewegt. Das wird heute vermisst!

Kommentar von MIestiec ,

Dachte ich auch, ich kenne niemanden aus meinem Umfeld der in irgendeiner politischen Einrichtung ist (Jusos, junge Liberale, usw.) 

Kommentar von Vadfingel ,

Nicht böse gemeint, aber dann frage ich mich, in was für einem Umfeld du lebst. Ich kenne auch niemanden in solchen Gruppen, allerdings sind solche Gruppen nicht mehr nötig, gerade in sozialen Medien und der Musik sind Jugendliche, wie wir doch aktiver denn je. Der Punk lebt neu auf, und auch Gruppen, wie Pfadfinder nehmen zunehmend politische Haltungen an, bzw. schreiben sich meist der linken Szene zu. Und auch in der Schule werden Schüler mit rechten Zügen von anderen nicht mehr so leicht akzeptiert.

Antwort
von Vadfingel, 4

Im Gegensatz zu den Haltungen der anderen zu dieser Frage, sehe ich die Jugend heute SEHR politisch aktiv.

Es stimmt, dass weniger Jugendliche in irgendwelchen Gruppen aktiv sind, aber besonders in den sozialen Netzwerken wird WIRKLICH aktiv diskutiert.
Und auch die Punkszene lebt erneut auf, wie schon in den 90ern, unbekannte Punkbands werden bekannter, auf deren Konzerten sind immer mehr Jugendliche zu finden, die sich dieser Szene eigentlich nicht zugehörig fühlen, weil die Texte dieser Bands sie anziehen.

Es wird zwar nicht SO öffentlich gegen die Politik rebelliert wie z.B. bei den Chaostagen, aber die breite Masse der Jugendlichen kommt zum Punk. Die Szene wird zur Zeit revolutioniert. Sie ist kein Zuhause mehr von Aussetzigen Jugendlichen, die irgendwie auf die schiefe Bahn geraten sind. Eher von missverstandenen Jugendlichen aller Gruppen, Unterstützer der linken Szene sind auch nicht mehr zwingend äußerlich erkennbar.
Es ist die Möglichkeit sich in einer Welt Zuhause fühlen zu können, in der die Eltern oft eher konservative Haltungen annehmen, die die Jugendlichen Kinder anwidert.

Ein anderer Punkt ist die Bedeutung von Politik IN Cliquen selbst. Vor ein paar Jahren nahm ich politische Haltungen dort als unwichtig wahr, wenn überhaupt, war Politik nur ein Randthema. Wobei heute Jugendliche, die sich als Afd/CDU Wähler outen meistens ausgeschlossen werden.

Keineswegs also ist Politik Jugendlichen unwichtig.
Ist zumindest meine persönliche Wahrnehmung, während ich mitten drin stecke.

Antwort
von RobertMcGee, 49

ob aktiver weiß ich nicht, Politik stärker emotional besetzt ja, auf jeden Fall

durch das Internet läuft ja heute vieles mehr im Verborgenen ab, da muss man nicht mehr auf die Straße gehen - lässt sich also schwer sagen


Kommentar von atzef ,

Ja, das gilt bis ca. Mitte der 80er. Da fängt es dann spätestens an, sich zu verflüchtigen.

Kommentar von rawierawie ,

...eben dass auf die Strasse gehen ist heute mehr gefragt denn je! Dass ist, was zählt! Virtuell kann man machen, was man will, das wird nicht gesehen!

Kommentar von Kenfmisttoll ,

Proteste werden auch nicht gesehen.

Antwort
von voayager, 13

Die Jugend war in den 70-er und in der ersten Hälfte der 80-er Jahre den heutigen jungen Menschen politisch weit überlegen.

Kommentar von MIestiec ,

Hey ! Ich gehöre zu dieser Jugend ;P 

Kommentar von voayager ,

Nun, ihr habt bös angebaut, nix weiter dahinter, sei es an Wissen, sei es politischen Aktionen, da iss nix da, da kommt einfach nix. Was ich immer wieder festelle, das ist Anpassung, spießige Haltung und ein merkwürdiger Zweckoptimismus. Die heutige Jugend finde ich so flachstrahlerisch, wie die der späten 40-er und frühen 50-er. Auch da gab es keine Rebellion, keine aufklärung, sondern lediglich ein "artig sein". Heutzutage wollt ihr auch allesamt artig sein, Hauptsache nur nicht anecken. Dies hat dann zur Folge, das wir Friedhofsruhe haben.

Kommentar von Vadfingel ,

@voayager das ist Blödsinn, wir sind aktiver denn je, gerade jetzt mit Flüchtlingen und Trump etc. lebt doch alles wieder auf! Was ich aber auch immer häufiger wahrnehme ist, dass die 60/70/80er Jugend uns als nicht aktiv sieht, was meiner Meinung nach bloß darauf zurückzuführen ist, dass Proteste zunehmend im Internet statt auf der Straße laufen, und somit weniger aktuell für nicht Jugendliche wirkt. Außerdem wird die Jugend zumindest in meinen Kreisen auch einfach nicht als eigenständig genug für eine Meinung angesehen, wir werden belächelt, und wer etwas bewirkt wird stumpf nicht beachtet. Ich glaube nicht, dass es Absicht ist, aber es scheint so, als dass ältere Menschen irgendwie blind für die Interessen der Jugend wurden.

Antwort
von Modem1, 25

In den 70-ziger Jahren lebte ich noch in der DDR .Dort wurden die Jugendlichen von der Schule,von der NVA politisiert im Sinne der Staatsordnung.Offiziell waren alle für den DDR Staat. Wer dagegen war wurde beobachtet oder kam in ein "Erholungsheim der Staatssicherheit mit Vollpension". 

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