Frage von Salomchen, 46

Pobleme beim Galoppieren an der Longe?

Ich habe in letzter Zeit beim longieren ein paar Probleme. Ich longieren fast immer in der Longierhalle. Beim Galoppieren kommt mein Pferd immer zuseher nach innen, bzw wenn er zweit außen ist, so das ich ihn nicht mit der longiergerte treiben kann, fällt er direkt wieder in den Schritt. Er ist beim Galoppieren also zweit innen und sehr triebig. Ist er sonst eigentlich nie. Wie kann ich das ändern?

Antwort
von Silkeinheaven, 9

Hierzu müsste man wissen, wie und mit welcher Ausrüstung du longierst. Pferde, die zusammen gebunden zb. mit Ausbindern oder Schlaufzügeln longiert werden, entwickeln mit der zeit Taktiken, mit denen sie der ungeliebten (vielleicht sogar schmerzhaften?) Aufgabe gegensteuern in Form von bocken oder gar Aggressivität, Unlust unterm Sattel und Abneigung gegen den Reiter bzw die Arbeit.

Ziel des richtigen Longierens ist es, dem Pferd beizubringen, dass es sich selbst korrekt an die Longe stellt. Das klappt freilich nicht von jetzt auf gleich und bedarf viel Übung und vielleicht sogar Hilfestellung von aussen. Kann dir aber garantieren, dass beim richtig angewandten longieren keine treibende Longierpeitsche mehr von Nöten ist.

Selbst longiere ich nach Teschen (www.wege-zum-pferd.de) und erziele hiermit beste Erfolge, sei es ein Jungpferd, ein alter Hase oder ein Wiedereinsteiger. 

Du schreibst, er ist sehr triebig; kann es denn sein, dass er sich vor der Longierpeitsche fürchtet? Auch, dass er vom Galopp ständig in den Schritt fällt deutet für mich darauf hin, dass hier etwas nicht rund läuft beim Longieren. Hat er denn eine Lieblingsseite, wo es besser klappt oder mag er lieber rechts- oder Linksgalopp?


Kommentar von Salomchen ,

Warum sollte er sich vor der Peitsche fürchten?  Dann würde er ja schneller laufen. Bzw hätte sich schon  immer davor  gefürchtet. Beim reiten  gehts ja auch  ohne Angst mit Gerte. 

Er hat schon ne Liblingsseite,  aber da er ein Springpferd ist,  galoppiert er auf beiden Seiten ganz gut bzw versammelt sich. 

Kommentar von Silkeinheaven ,

Warum er sich fürchten sollte, kannst nur du beantworten. 

Das hat auch nix mit Spring- Dressur oder Kutschpferd zu tun, die Aufgabenstellung ist die Longe und das klappt anscheinend nicht, darum habe ich nachgefragt. 

Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 18

Es gibt eine ganze Reihe von Pferden, die das Longieren absolut nicht mögen und wenn diese dann clever sind, dann entwickeln sie die eine oder andere Strategie, sich zu entziehen. Ich hab schon Pferde erlebt, wo der Longierende fast mehr gerannt ist als das Pferd. Andere spacken und schleifen den Longierenden über den halben Platz, drehen plötzlich um oder zielen sehr bewusst mit den Hinterhufen, behalten nicht die Spur, sondern verkleinern oder vergrößern den Zirkel um sich zu entziehen.

Viel hängt schon daran, wie der Longierende beim Longieren steht, denn wenn das schon falsche Signale gibt, blockiert es unter Umständen das Pferd und das ganze Longieren klappt wieder mal nicht.

Es gibt Longenkurse von Babette Teschen und Tania Konnerth, die äußerst zielführend sind und nicht darauf ausgerichtet, ein zusammengeschnürtes Pferd irgendwie zu zentrifugieren, sondern der jeweiligen Anatomie entsprechend zu arbeiten und Muskeln aufzubauen.

Warum sollte man sich nicht einfach mal mit mehreren zusammentun und einen Kurs am eigenen Stall stattfinden lassen mit einem guten Unterrichter? Wird keiner dümmer von.

Gerade beim Longieren werden viele Fehler gemacht. Dabei überlastet falsches Longieren Sehnen und Gelenke und bereitet den Pferden meist mehr Stress als es irgendwas Positives bringt.

Unter folgendem Link habe ich Ratschläge für Longierprobleme gefunden, die man theoretisch mal probieren könnte:

http://herzenspferd.de/probleme-beim-longieren-pferd/

Ich persönlich würde es vielleicht noch ein wenig anders anfangen. Longierhalle, das klingt nach einer kleinen Halle, in der Du das Pferd unter Umständen auch ohne Longe sich bewegen lassen könntest. Ideal wäre natürlich, wen die Halle rund wäre. Unsere Logierhalle ist es, was diese Art der Arbeit noch deutlich erleichtert. Ich habe festgestellt, dass Pferde, die Spaß an der Arbeit haben, diese noch mal so gerne tun. Und ungezwungen locker und umausgebunden sich bewegen zu können, das schätzen sie im Prinzip alle sehr.

Ich würde mit meinem Pferd so etwas wie ein Join up machen und ich bin definitiv kein Westernreiter. Doch für`s Miteinander von Pferd und Reiter ist das meiner Meinung nach eine prima Sache und auf diese Weise kann man sich gemeinsam an das Einüben von Kommandos rantasten. Dein Pferd lernt Dich zu verstehen und das Longieren wird dadurch auch auf Dauer leichter wenn das Pferd Dich versteht und ganz genau weiß, was Du von ihm möchtest.

Kommentar von Salomchen ,

Unser Halle zum Longieren ist auch Rund. Ich denke er weiß ganz genau was er will, er macht es auch  nur seit geraumer Zeit. Ich will beim longieren nur nicht die ganze Zeit mitlaufen, habe es auch so nicht gelernt, nur dann gallopiert er manchmal nicht. Beim Traben ist alles gut, da bleibt er auch da wo er soll, aber beim galoppiren muss man ihn entweder treiben und hinterher laufen oder er läuft viel zu weit innen.

Kommentar von Sallyvita ,

Das ist ja der Grund, warum ich zum Joinup und dem Logierkurs raten würde. In der Regel sind es Kommunikationsprobleme zischen Pferd und Reiter, die man beheben muss.

Antwort
von serioeserpunkt, 2

Hallo, Ich könnte dir jetzt ganz viel erzählen aber eigentlich müsste man dich sehen wege vielleicht loegt der fehler nicht an deinem Pferd sondern an dir und versteht dann nicht dass er in den Galopp soll Aber um deine Frage halbwegs zu beantworten: Wenn er zu weit nach außen geht dann geb ihm nicht die Freiheit sondern nimm die longe kürzer und lass sir dan aich so dass du noch mit der longeir peitschen ihn treiben kannst Wenn er aber zu weit nach innen geht lös das Dreieck auf als das dreieck ist ja wenn du die longe am pferd hast du stehst an der Schulter vom pferd nie vor dem Pferd und dann die longierpeitsche hinter dem pferd das nennt nan auch Dreieck Suf jeden fall löst du es auf und nimm st die longierpeitsche und gehst zur schulter und treib ihn raus wenn er das macht generell bei allrm wen was richtig macht loben aber dir longe nicht nicht länger lasse sonst nutzt er dass aus ung geht wieder nach außen Gehst dann mit der pitsche wieder hinter die flanke ins Dreieck und sagst Galopp und treibst und machst immer weiter bis er mal galoppiert sobald er Galoppiert wieder loben falls er in den trab fällt du ihn nicht schaffst weiter zu treiben sagst duauch trab und tuhst so als ob du dass wolltest Hoffe ich konnte dir helfen LG

Antwort
von FrauFanta, 3

Wenn ihr eine Longierhalle habt, kannst du ohne Longe longieren. Dann kannst du dich mehr auf die Peitsche konzentrieren. Mach ihn klar, was die einzelnen Signale bedeuten. ZB Peitsche Richtung Schulter weiter nach außen. Dann achte auf die Ausbinder, hat er wirklich sichere Anlehnung? Übe alles erst im Trab, bevor du an das Galoppieren gehst. Und immer kurze Übergänge Trab- Galopp

Antwort
von lxrxz1, 17

Wenn du ihn mit einem Zaum longierst, kannst du ihn ja weiter rein "zupfen" und die Longe verkürzen. Wenn er dann zu weit drinnen ist, streck vielleicht deine Gerte aus und berühre ihn eventuell vorne an der Schulter damit, dann geht er warsch. Wieder weiter weg. Wenn er nach außen zieht gib ihm nicht mehr longe,halt ihn da wo du ihn haben willst :)

Lg 😄

Kommentar von Silkeinheaven ,

Am Zaum zu longieren ist keine Alternative, auch nicht mit Longierbrille.

Man braucht nicht den Kopf bzw. das Maul vom Pferd, man braucht den kompletten Körper des Tieres und das geht nicht am Halfter, an der Trense oder am Knotenhalfter, das geht nur am Kappzaum. Dann kann man auch getrost seine Körpersprache zurückschrauben und die Gerte/Peitsche weglassen.

Ach übrigens, ein Pferd hält man nicht da, wo man es haben will, es arbeitet wenn dann freiwillig mit, weil es vertraut, nicht, weil es muss. Das hinzubekommen ist Aufgabe des Halters ;-)

Antwort
von kaytie1, 20

wenn er zu weit aussen ist dann lauf doch auch weiter raus. Wenn du in einem Roundpen longierst brauchst du ja auch keine Longe und kannst dich mehr auf das Treiben konzentrieren.

Wie oft longierst du dein Pferd?


Kommentar von Salomchen ,

Ich hab gelernt, dass man beim longieren sowenig wie möglich mitlaufen soll.

Ich longiere ihn in der Regel einmal wöchnetlich.

Kommentar von kaytie1 ,

ok, ich longiere immer gern mit körper einsatz. Da das Pferd ja auf deine Körpersprache achtet. Auch achtet dein Pferd darauf wo du hinschaust.

Bsp. Wenn ich will das mein Pferd langsamer werden soll werde auch ich in meinen Bewegungen langsamer schaue auf die Schulter und bleibe ruhig stehen. Wenn ich will das es schneller wird laufe ich energischer mit und treibe es mit blick auf die Hinterhand bzw in die Augen an.

Die Häufigkeit ist ok, zu viel longieren belastet die Gelenke einseitig und ist schädlich. Auch bei häufigem Handwechsel.

Kommentar von Koala94 ,

Kann mich da nur anschließen......ich longiere auch mit viel Körpersprache! Ruhig stehenbleiben hilft bei meinem nichts dann bleibt auch er stehen...da ist wohl jedes Pferd anders. Wenn meiner sich einbildet nicht angaloppieren zu müssen gehe ich etwas in geduckte Haltung und gehe 1..2 energische Schritte auf die Hinterhand zu. Und schwupps springt er an! (Ist laut Monty Robberts so, weil du durch eine geduckte Haltung an eine lauernde Raubkatze erinnerst und davor rennt es instinktiv weg) wenn er dann mal galoppiert kannst du dich wieder aufrichten......

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