Frage von Hechtos, 51

Plötzlicher Einbruch der Heizleistung?

Wir haben vor drei Jahren eine neue Heizung in unser Zweifamilienwohnhaus eingebaut. Scheitholzkessel von der Fa. KÖB Pyromat eco (35 KW) mit 2000 Liter Pufferspeicher. Im EG wird mit Fußbodenheizung im 1. Stock mit Heizkörpern geheizt. Warmwasseraufbereitung mit einem Frischwassermodul. Die Pufferspeicher reichten uns in den ersten beiden Jahren während der Winterzeit 22-24 Stunden. Seit diesem Jahr nur mehr 12-14 Stunden bei unverändertem Heizverhalten. Die Heizkörper sind entlüftet, der Wasserdruck liegt bei 1,2 bar. Der Ofen wurde von einem Vissmann-Techniker bereits überprüft. Befund alles i.O.. Was kann dafür die Ursache sein? Danke!!

Antwort
von Simko, 20

Aus der Ferne kaum belastbar zu beantworten.

Die Ursachen könnten vielfältig sein. Beginnend mit der Holzqualität (Feuchte).
Weiterhin verschmutzter WT im Wärmeerzeuger, verkalkte Heizflächen in indirekt beheizten Pufferspeichern, Hydraulikprobleme im Speicherladekreis,...

Das MAG dürfte nicht ursächlich sein.

Kommentar von Hechtos ,

Zunächst mal Danke für die Antworten!

Aber was ist ein MAG?

Der Kessel brennt auch seine 4-5 Stunden die Puffer sind lt Anzeige auch entsprechend heiß. Nur sie halten einfach nicht mehr so lange wie die letzten beiden Jahre. Trotz der milden Temperaturen. Es macht auch kaum einen Unterschied ob es 10 Grad plus oder 10 Grad minus hat. Unsere Heizkörper sind auch nicht höher als auf Stufe 2 (Raumtemperatur ca. 20 Grad). Trotzdem hält er nicht länger als max. 10 Stunden (sonst etwa 20!). Wir heizen also etwa 2 mal täglich den Ofen ein. Die letzten Jahre reichte einmal. Wir haben ja einen enormen  Mehrverbrauch an Holz.

Kommentar von Simko ,

Membran Außdehnungs Gefäß.
Mal die genannten Punkte abarbeiten.

Antwort
von Previa3, 13

Hier noch eine weitere Idee. Da es zwei Heizkreise mit unterschiedlichen Temperaturen gibt, sollten beide Kreise überprüft werden. Wenn einer der Mischer gestört ist, oder falsch regelt (defekt, Stromausfall, Sensor defekt, Kabelbruch usw.) dann kann der Vorlauf zu dem defekten Heizkreis zu heiß werden. Das bedeutet, höheren Wärmeverlust in den Rohrleitungen, bleibt aber eigentlich im Haus, außer die Rohre sind in der Außenwand verlegt. 2. Kann ein versteckter Wärmeverlust durch ungewollte Zirkulation entstehen. Die Zirkulation sorgt für sofort warmes Wasser an den Zapfstellen.
Fehlermöglichkeiten: Die Zirkulationspumpe läuft immer (Schaltuhr defekt) oder es gibt einen Weg für das heiße Wasser, an der Zirkulationspumpe vorbei, oder auf einem ganz anderen Weg. Es ginge hierbei um das Schwerkraftprinzip, siehe Wikipedia.

Antwort
von jirri, 31

Wenn die Heizung Aussentemperaturgesteuert ist kann durch die relativ hohe Aussentemperatur der Pufferspeicher zu niedrig aufgeladen werden (Falsche Temperaturkurve). (Hatte ich bei meiner zentralheizung)

1,2 bar kommen mir bei 2 Etagen etwas niedrig vor ?!

Kommentar von Hechtos ,

Die Pufferfühler liegen oben,mitte,unten zwischen 80 und 90 Grad. Eine Aussentemperatursteuerung haben wir auch. Was für ein Wasserdruck wäre denn für 2 Etagen normal?

Kommentar von jirri ,

Wenn die Heizung im Keller ist, sollte m.E. 1,5 Bar min. sein.

(Ich glaube es sind 0,2 Bar pro Etage - bin aber kein Heizungsinstallateur - hatte aber bei 1,1bar nichtmal im EG mehr warm.)

Aber der o.g. Techniker wird doch darauf geachtet haben ??!!

Kommentar von BigLittle ,

Der Mindestdruck in der Anlage kann leicht selbst ermittelt werden. Meßt oder schätzt die Differenzhöhe zwischen Heizkessel und dem obersten Heizkörper. Für 10m Höhendifferenz müssen 1bar Druck auf der Anlage sein. Der Maximaldruck sollte nicht höher als 0,5bar unter dem Ansprechdruck des Sicherheitsventils liegen. Der Ansprechdruck ist auf der roten Kappe des Sicherheitsventils zu sehen. Der Mindestdruck gilt für Kessel. die im Keller aufgestellt wurden. Für Kessel im Dachbereich liegt der Mindestdruck bei 0,75bar, wenn es vom Kesselhersteller nicht anders angegeben wurde.

Kommentar von BigLittle ,

Noch was zum Thema Entlüften, Heizkörper müssen und sollen nur entlüftet werden, wenn sich wirklich Luft in ihnen gesammelt hat und sie sich nicht selbstständig auflöst. Luft im Heizkörper macht sich bemerkbar dadurch, daß die Ecke auf der Entlüfterseite kalt bleibt, während der Rest des Heizkörpers warm ist. Dann und nur dann sollte entlüftet werden.

Kommentar von jirri ,

Liege ich mit 0,2m/Etage also nicht schlecht.

Aber wieso geht bei einem Bar Druck dann nichts mehr? (Sollte nach deiner Aussage bis 10m reichen).

Antwort
von michamama, 29

In diesem Jahr musste ich unsere Heizung (Gaszentralheizung, Einfamilienhaus) auch höher einstellen als im letzten, obwohl es doch eigentlich gar nicht kalt ist. 

Mein Techniker meinte es könne am Druckausgleichsbehälter liegen. Evtl. muss der getauscht werden.

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