Plötzliche Schreianfälle bei Baby mit Versteifung des Körpers
Meine Enkeltochter wurde im letzten Juni in der 24. Schwangerschaftswoche als Drilling geboren. Sie hat sich super entwickelt, doch seit ca. 4 Wochen bekommt sie manchmal aus heiterem Himmel einen plötzlichen Schreikrampf, der sich über 1 - 3 Stunden hinzieht. Dabei hat man den Eindruck, als ob sie sich schlimm erschreckt hat oder so. Dann wird der Körper ganz steif und sie streckt Arme und Beine weit von sich. Nichts kann sie mehr beruhigen. Wenn man versucht, sie herum zu tragen, dann hört sie manchmal ganz kurz auf, fängt aber sofort wieder an. Die deutlichste Unterbrechung hat man, wenn man sich fast hüpfend fortbewegt, also mit deutlicher Erschütterung. Wenn sie dann vor Erschöpfung einschläft - irgendwann - und dann nach wenigen Minuten wieder aufwacht, dann ist es wie vergessen. Sie lacht und babbelt und alles ist normal. Dieser Zustand passiert manchmal mehrmals täglich, dann wieder tagelang nicht. Der Kinderarzt sagt: Kinder schreien nun mal. Aber das ist kein normales Schreien, sondern richtig extremes und ängstliches Brüllen. Was kann das sein?
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Hallo Hueftgold!
Als ehemaliges Frühchen und Drilling ist sie doch hoffentlich bei spezialisierten Ärzten zur Kontrolle? So wie Du es beschreibst könnte durchaus mehr dahinter stecken und sollte es dringend von einem Facharzt (Kinderneurologe, Frühchen Ambulanz oä.) abgeklärt werden. Die Situation ist bestimmt für die ganze Familie belastend und wichtig, dass ihr Hilfe bekommt und nicht nur die Aussage, dass schreien normal ist. Außerdem ist sie aus der typischen schreizeit (1.-3. Monat) schon raus.
LG, Hourriyah
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Es ist bestimmt, die beste Idee, solch einen Schreianfall mal auf Video auszunehmen. Oder Ihr fahrt einfach, wenn sie solch einen Schreikrampf hat, mal notfallmäßig in die Klinik. Das kann alles mögliche sein und ein Neuropädiater sollte sich das einmal anschauen.
Hat die Familie auch sozialmedizinische Nachsorge bekommen?
Kommentar von Hueftgold71 29.01.2012Guten Tag, meine Tochter möchte alles allein schaffen. Wir als ihre Eltern helfen trotzdem, wo es nur geht, vor allem finanziell und mit Babysitting, damit sie auch mal ein paar Stunden für sich hat. Schwierig ist die Verantwortlichkeit der Behörden. Meine Tochter hat noch keine Ausbildung, kam von der Schule, die sie erfolgreich abgeschlossen hat. Das Sozialamt sagt, die Eltern sind für die Unterstützung zuständig, das Arbeitsamt ist auch nicht zuständig, weil sie noch keine Lehre angefangen hat. Also bekommt sie das Kindergeld für ihre Kinder und das Elterngeld bis Mai. Dann ist Feierabend. Aber wann sie mit einem pflegebedürftigen Kind eine Ausbildung anfangen soll, kann ich so in naher Zukunft nicht erkennen. Ständig muss die Sauerstoffzufuhr beobachtet und die Nahrung sondiert werden. Das wird auch die nächsten Monate so sein. Eine Kita kann solch eine Versorgung gar nicht leisten. Aber sie möchte ja auch auf eigenen Beinen stehen und ihre Wohnung unterhalten können.
Kommentar von epielternepieltern 30.01.2012Ich denke, sie sollte eine Sozialberatung in Anspruch nehmen, es kann ja nicht sein, dass sie noch nicht einmal Grundsicherung bekommt. Da müsste ihr die Sozialarbeiterin des Krankehauses behilflich sein können. Ansonsten kann sie sich auch an die Caritas, Diakonie, Pro Familia etc wenden um zu erfahren, wer in Eurer Gegend für die soziale Hilfen zuständig ist. Wie sieht es mit dem Vater aus? Zahlt er wenigstens für das Kind?
Außerdem hat sie Anspruch auf Pflegegeld, wenn ein Kind pflegebedürftig ist. Sondieren gehört nicht zu den üblichen Tätigkeiten einer jungen Mutter. Das ist im ersten Lebensjahr zwar schwierig, aber nicht unmöglich. Auch hier kann die Sozialberatung im Krankenhaus helfen.
Ansonsten schick mir eine PN, wo Ihr wohnt, dann schaue ich mal nach Ansprechpartnern.
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Der Kinderarzt ist ..., ruft in der Frühgeburtenstation an wo die Kleinen waren.
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Herzlichen Dank für die schnelle Rückmeldung. Ja, sie ist in der Geburtenklinik noch in Überwachung und regelmäßig werden Untersuchungen gemacht (Schlaflabor, EEG, usw.). Die Werte sind soweit alle i. O. Diese "Anfälle" passieren halt immer dann, wenn gerade nicht untersucht wird. Also nicht gerade in den zwei Tagen, wo sie mal dort ist. Vielleicht sollte es meine Tochter doch mal aufnehmen, damit sich der Arzt einen Eindruck verschaffen kann. Ich werde ihr auf jeden Fall noch mal raten, sich eine Überweisung zu einem erfahrenen Neurologen geben zu lassen.
Hallo, die Kleine durfte letzte Woche wieder nach Hause, ohne dass sie zugenommen hatte - sie spuckte immer noch im hohen Bogen. Daheim ging es dann weiter. Meine Tochter rief dann den Notarzt, um sie wieder ins Klinikum bringen zu lassen. Erst wurde sie wohl unfreundlich angelassen, dann hieß es, nur gut, denn die Kleine hatte schon großen Flüssigkeitsverlust. Der Fahrer des Krankenwagens meinte auch noch, kein Wunder, dass das Kind nichts essen will, sie hat ja eine offene Gaumenspalte, was aber lt. Ärzte nicht so sei. Ich riet meiner Tochter, wegen der Spuckerei im hohen Bogen nach einer Refluxstörung zu fragen, denn sie ist ja sondiert und das ist nicht ausgeschlossen, dass Nahrung zurückfließt und dann evtl. ins Zwerchfell gelangt und daher der Ausstoß zustande kommt. Das Kind sei völlig gesund und würde nur aus Langeweile spucken, war die Antwort. Meine Tochter sei einfach nicht fähig, sich ordentlich darum zu kümmern, was ich hier widerlegen muss, denn sie sondiert sehr gut und mit ihren 18 Jahren bleibt sie erstaunlich ruhig, wenn beide Kinder gleichzeitig weinen. Nun soll sie mehrere Tage in der Klinik bleiben und ihr zweites Baby zu einer Nachbarin geben. Was soll das denn? Außerdem sind wir als Großeltern auch noch da. Es ist wirklich schwer, denn ein anderer Arzt würde dort anrufen und dann weiß ich nicht, wie unfreundlich dann die Damen wären. Ich denke einfach, dass sie - gerade weil sie erst 18 ist - abgestempelt wird. Dabei wissen die dort nicht, dass dieses Kind mich mit 12 Jahren gepflegt hat, als ich Krebs hatte. Sie war die einzige, die ohne Scheu daran ging, mein Absauggerät zu entleeren, als es mir richtig schlecht ging. Wenn jemand verantwortungsvoll ist, dann dieses junge Mädchen. Wo kann man sich noch Hilfe suchen???
Hallo Hueftgold,
Danke, für die Neuigkeiten. Ich bin sehr traurig, wie es Eurer Famlie ergeht. Leider kenne ich mich mit Frühchen und deren Anlaufstellen nicht so gut aus, aber ich würde auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen. Vielleicht kann der Kinderarzt eine gute Klinik empfehlen.
Alles Gute und viel Kraft wünscht Hourriyah