Plötzlich Vollwaise, wie erklären?

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6 Antworten

Hallo, ich kenne das Problem noch aus meiner eigenen Jugend.

 Darum empfehle ich dir dich bei einem Therapeuten beraten zu lassen. Er wird dir helfen mit der Sache umzugehen. Dann findest du die richtigen Worte und kannst dich auf die Reaktionen einstellen.

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Kommentar von lannygirly
21.03.2016, 15:11

Ich war schon länger in ambulanter psychologischer und psychiatrischer Behandlung, und ich weiß dass längeres verheimlichen nur noch größeres Misstrauen gegenüber meinen Freunden aufbaut, und sich ein Vemeidungsverhalten entwickelt. Der bevorstehende Tod meines verbleibenden Elternteils war auch schon längere Zeit ein Thema. Letzteres (Vermeidungsverhalten) will ich nicht, da es sonst überhand nimmt und ich mich nicht mehr davon kontrollieren lassen sollte. Das Letzte was ich jetzt gebrauchen kann ist nämlich eine manifeste Angststörung, da ich gerade meine Anpassungstörungen einigermaßen in den Griff bekommen habe. Ich weiß schon wie man es formuliert, da ich schon vor dem Tod meines Vaters mit dem Tod meiner Mutter klarkommen musste, und mich jetzt wohl oder übel natürlich mit den ganzen Formalitäten befassen muss, bzw. jetzt darüber unterrichtet werde. Dennoch danke für deine Antwort. P.S: Ich werde noch einen ambulanten Termin in der Klinik haben, um das ganze an sich nochmal zu besprechen. Es ist wie schon gesagt eine makabere Situation, da ich schon sozusagen darauf vorbereitet worden bin. Auch wenn es schwer ist und war den Tod zu akzeptieren.

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Warum sollten deine Freunde dich abweisen? Ziehe Vertrauenspersonen (deine engsten(!)) Freunde ins Vertrauen und rede darüber. Sie werden es verstehen. Aber ich gehe davon aus, dass sie nicht recht wissen wie sie damit umgehen sollen und vielleicht keine tollen (bzw. erwünschten) Reaktionen darauf kommen. Einfach weil solche Themen sehr sehr schwierig sind.

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Kommentar von lannygirly
21.03.2016, 15:16

Erstmal danke für die Antwort, es ist nunmal wie bei glaube ich jedem ähnlichen Fall der meinem entspricht so, dass es immer mit längeren Geschichten zusammenhängt. Ich denke auch dass die meisten geschockt sein werden und es nicht wirklich realisieren können, aber solange es bei einem 'Mein Beileid' bleibt, und diejenigen es nicht von Grund auf verdrängen ist für mich alles okay.

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Hallo ich finde es gut, dass du so offen damit umgehst. Das ist wichtig! Wie die anderen schon gesagt haben, ist das Thema Tod meist etwas heikel. Viele haben entweder Angst vor dem Tod oder keine Erfahrung damit, sodass das Thema weit weggeschoben wird. Deine Angst ist teilweise berechtigt... sie werden dich jedoch nicht abweisen! Sie werden dein Anliegen aber wahrscheinlich nicht verstehen, weil die Mehrheit die eigenen Eltern erst sehr viel später verliert. Sie können daher nicht unbedingt nachvollziehen was genau das für dich bedeutet. Wenn sie gute Freunde sind, werden sie dir zuhören und dein Leid versuchen zu schmälern. Aber dein entstandenes Interesse am Tod und an der Endlichkeit jedes Seins werden sie wohl nicht verstehen können. Du selbst hast dir ja vorher auch nie Gedanken darüber gemacht. Erst als es dich selbst getroffen hat... erst als du dich damit auseinandersetzen musstest... weil das Ereignis ganz plötzlich vor deiner Tür stand. Dein Interesse ist also eine ganz natürliche Reaktion. Man versucht zu verstehen was da passiert ist. Man beschäftigt sich auch mit Konsequenzen, die durch den Tod entstehen und blickt stumm in die Zukunft. Manche gucken auch in die Vergangenheit und durchleben gemeinsame Erinnerungen. Andere folgen eher düsteren Pfaden, geben sich ihrem Schmerz hin und ertrinken in Depressionen. Und wieder andere sind wütend auf den Tod oder die Verstorbenen und stoßen helfende Hände von sich fort. (Kein einziger dieser Wege ist falsch, man darf sich nur nicht auf ihnen verlieren!) Es hängt damit zusammen, wie man den Tod wahrnimmt. Als etwas Bedrohliches oder Brutales, als etwas dem man nicht entkommt oder als das Ende einer langen spannenden Reise. Irgendwann wird dein Interesse am Tod wieder nachlassen. Nämlich dann, wenn deine Trauer kein täglicher Begleiter mehr ist. Wenn du akzeptiert hast (tief in deinem Inneren), dass er Tod Teil von uns allen ist, aber das Leben noch sooooo viel mehr bereit hält! Da ich nicht genau weiß, welches Interesse du am Tod hast, hoffe ich dennoch, dir etwas weitergeholfen zu haben.

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Mein Beileid.

Warum sollten dich deine Freunde abweisen?

Sie werden Mitleid mit dir haben und alles tun, um es dir so erträglich wie möglich zu machen. Sie werden dir beistehen wollen. Und wenn sie das nicht machen, sind es keine Freunde. und du kannst dich bedenkenlos von ihnen verabschieden.

Alles Gute

Virginia

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Wenn sich jemand darüber lustig macht oder dich mobben sollte, dann kannst du eigentlich froh sein, so einen falschen Freund die Freundschaft kündigen zu können.

Traurig genug wer sich über sowas belustigen kann.
Ich denke aber, dass du hier keine Ängste haben musst.

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Das ist doch kein Grund für deine Freunde, dich abzuweisen ! Im Gegenteil, ich denke eher, dass sie dich unterstützen. Sage es ihnen ! 

Mein Beileid 

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