Frage von NicoleU, 82

Plötzlich schlechtes Sehen bei Handynutzung?

Bin über vierzig und meine Augen werden langsam schlechter. Zum einen denke ich die normale einsetzende Altersweitsicht.
Dazu kommt wenn ich mal etwas länger >20Minuten im Handy lese seh ich extrem unscharf wenn ich hochschaue und irgendwann kann ich auch das Handy kaum noch lesen.
Abgesehen davon weniger im Handy zu lesen - reicht es eine Brille beim Optiker zu holen oder sollte ich doch besser zum Augenarzt? Da warte ich leider 5 Monate auf einen Termin.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Teifi, 46

Da du so lange auf einen Augenarzttermin warten musst, würde ich zunächst zum Optiker hingehen. Wahrscheinlich benötigst du eine Brille für die Nähe und die kannst du dort relativ schnell bekommen. Den Augenarzt kannst und solltest du dennoch aufsuchen, um u.a. etwaige Erkrankungen auszuschliessen.

Die Schwierigkeiten beim Wechsel von der Nähe zur Ferne sind in deinem Alter normal. Die Akkomodationsfähigkeit, also die rasche Anpassung des Auges an beliebige Entfernungen, lässt halt in fortgeschritteneren Jahren nach, was mit dem Elastizitätsverlust des Linsenkerns des Auge zu tun hat.

Kommentar von aseven79 ,

korrekt

Antwort
von aseven79, 46

Geh zum Optiker, den Augenarzt brauchst du nicht, denn es klingt erstmal nach nichts Ungewöhnlichem. Der Optiker hat die Kompetenz, Auffälligkeiten zu erkennen und dir den AA-Besuch dennoch zu empfehlen, aber du hast erstmal ein optisches Problem, kein medizinisches. Und so sind nunmal die Zuständigkeiten und die Fachgebiete. Für Sehtests ist der Optiker der kompetentere Ansprechpartner. Er steht auch mit seinem Namen für die Richtigkeit deiner Brille und hat das grössere Interesse daran, dass alles sorgfältig vermessen wurde.

Das ist genau der Grund, warum die Augenarztpraxen immer komplett überfordert sind. Weil jeder Idiot wegen einer neuen Brille erstmal zum Augenarzt rennt, und echte Patienten dann wochenlang auf ihren dringenden Termin warten müssen.

Die Augen werden durch PC, Handy, etc nicht schlechter. Es geistern zwar viele solche Vermutungen und neuartige Pseudostudien umher, aber das sind nur unbewiesene Erwägungen. Diese Medien benutzt heutzutage jeder, aber solche Zusammenhänge sind nicht erkennbar. Der Bedarf an einer Brille entsteht mit den Sehaufgaben und durch die Ansprüche jedes Einzelnen. D.h. So ziemlich jeder hat eine zumindest schwache Fehlsichtigkeit, die aber oft nur dann entdeckt wird, wenn durch bestimmte Tätigkeiten bestimmte Beschwerden auftreten. Ein Landwirt wird eher ohne Brille anzutredffen sein, während der Informatiker ohne Brille eher bei der Arbeit ermüden würde. Es ist aber ein Trugschluss, dass die Tätigkeit die Ursache für Brillen ist. Abgesehen davon ist die Ursache bei dir die Presbyopie. Das passt zum Alter und dem Beschwerdebild. Also lass die keine Ammenmärchen einreden

Antwort
von rastamastha, 26

nun klingt gerade mit Anfang 40 nicht nach altersichtigkeit sondern eher nach einer bis jetzt kompensierten Weitsichtigkeit ein Auszug aus dem Buch subjektive Refraktionsbestimmuhttps://books.google.at/books?isbn=31313955401395540 ......Der Hyperope im beginnenden Presbyopenalter Kommt ein 38- oder 40-j.ährigei‘ Patient zu Ihnen, der ganz offensichtlich eine Nah brille benötigt, so ist er n.atürhch nicht presbyop. sondern hyperop. Es wäre falsch, ihm ein Nullglas mit Nahzusatz zu verordnen. Hier muss selbstverständlich zuerst die Hyperople komgiert werden. Bei starkerer Hyperopie • 1.0 dpi) empfiehlt es sich, in kleinen Schritten zu korrigieren, um das oft ober Jahrzehnte falsch eingefahreiie FusionsAkkommodationssysem allmählich umzugewOhnen physiologische Refraktion). Es ist unabdingbar, dem Patienten klar zu machen, dass er diese Brille nun ununterbrochen tragen muss, weil sonst der therapeutische Zweck, namlich die Korrektur des Akkommodations-Fusionssys(ems nicht erfolgen kann. Man kann den Patienten damit trosten. dais er In einigen Jahren ja ohnehin eine Brille benötigen wirde. Da es oftmals in der Praxis nicht gelingt, den Hyperopen zum Dauerrragen einer Fernbrilie zu bringen. empfiehlt sich folgende bst: Raten Sie dem Patienten, die (Fern-) Brille immer dann aufzusetzen, wenn er Probleme hat, namlich bei der Nah- arbeit. Er wird dann schnell bemerken, dass für ihn durch Tragen der Brille das Sehen generell angenehmer ist - was ihn eher dazu bewegt, die Korrektur dauernd zu tragen. (anz wichtig ist es, den Nahzusati nicht stär ker als notwendig zu machers: so stark wie nötig, so schwach wie rnöglkh‘ Die Erfahrung leim. dass oft ein zu hoher Nahzusatz verordnet wird. der. sieht man einmal von ausgesprochenen Naharbeiten ab, mehr stört als nützt. Typische Naharbeiter sollten sich neben der normalen Nahbrille lieber noch eine gesonderte verstärkte Nahbrille anschaften

Antwort
von MaximusGrandia, 34

Augenarzt ist immer besser! 

Vorgestern habe ich noch einen Bericht darüber gelesen, dass die Augen durch regelmäßige Nutzung des Smartphones schlechter werden, da ist sicherlich etwas dran.

Aber ich blende das mal kurz aus: Deine Augen bzw. dein Gehirn stellt deine Sehkraft auf das was es sieht ein, in diesem Fall ein kleiner Bildschirm, mit relativ kleiner Schrift in einem 2D Umfeld ohne Tiefe für einen längeren Zeitraum. Wenn du nun hochschaust sind deine Augen bzw. dein Gehirn noch so eingestellt, sodass dir alles verschwommen und unscharf vorkommt, es kann sogar zur Benommenheit führen, bis sich deine Augen bzw. dein Gehirn sich wieder auf die "Wirklichkeit" mit Tiefe eingestellt hat, dauert es noch ein wenig. Die gleiche Problematik dürfte auch mit einem Buch ablaufen, da braucht es evt. länger, weil es nicht von sich aus selbst strahlt.

Aber besser ab zum Augenarzt!

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