Frage von gegenalle, 48

Plötzlich schläft 1 Jahr und 3 Monate Kind nicht mehr im eigenen Bett und auch nicht alleine ein?

Hallo, ich bin sehr verzweifelt. Mein Sohn ist und war nie ein guter Schläfer. Am Tag schläft er immer mit mir zusammen ein. In der Nacht klappte es eine Zeit lang ein paar Monate da schlief er abends allein in seinem Zimmer + Bett ein und schlief sogar manchmal durch. Auch wenn er wach wurde, gab ich ihm Wasser und er schlief weiter. Mit einem Jahr hat es angefangen, dass er nicht mehr durchschlief und alleine auch nicht mehr einschlief. Mittelweile muss ich ihn im Familienbett zum schlafen bringen und dann wenn er fest genug schläft rüber bringen. Leider wacht er nachts dann auf und schreit so lange bis ich ihn wieder zu mir ins Bett nehme. Das Problem ist, dass unser Bett zu klein für drei Personen ist, so dass mein Mann immer im Wohnzimmer schlafen muss. Ich bin total ratlos wieso er plötzlich überhaupt nicht in seinem Bett sein möchte.. Es kommt noch dazu, dass er ein totales Mama Kind ist .. Ich habe ihn immer alle zwei Stunden Tagsüber und Nachts stillen müssen. Ein mal die Woche schläft er bei Oma und Opa und dort schläft er bei denen im Bett. Habe schon überlegt, ob es davon sein kann, dass er sich das angewöhnt hat. Hat jemand Ähnliches erlebt und/ oder hat Tipps wie ich ihn wieder an sein Bett gewöhne?

Antwort
von autmsen, 10

Nö. Kinder in dem Alter entwickeln keine Ängste. Zumindest so lange nicht wie sie ihnen nicht ankonditioniert werden. - Dazu gibt es reichlich wissenschaftliche Nachweise. 

In dem Alter entwickeln sich die Sinne. Es kommt zu einigen Umbaumaßnahmen im Gehirn die zeitweise stark verwirren. Dann wird der noch natürlich-existentielle Schutz benötigt. 

Solche Phasen können sich noch einige Zeit zeigen. 

Eine Überlegung wäre wenn irgendwie umsetzbar:

Dem Kind für den Bedarfsfall entweder direkt neben dem Elternbett ein eigenes Notbett aufzubauen. Das könnte dann z.B. eine Luftmatratze auf dem Boden sein die tagsüber unter dem Elternbett verschwinden kann. 

Wenn noch möglich ließe sich auch der Kinderwagen ins Elternschlafzimmer stellen über Nacht und im Bedarfsfall direkt neben das Bett. 

Wenn Kinder in dem Alter mal kurz wach werden und Schutzbedürfnis haben, dann kann ein auch im Schlaf mögliches - dank Training - kurzes berühren und / oder ansprechen schon die Luft raus nehmen. 

Erfolgt nicht sofort so eine beruhigende Situation wird das Kind gerne ganz wach und braucht dann eben länger um wieder beruhigt zu werden. 

Von Ängsten ist in dem Zusammenhang deshalb nicht zu schreiben, weil es sich einfach um verwirrende und nicht verstandene Erlebnisse handelt. Das ist erst mal wertfrei. 

Die elterliche Beruhigung lässt keine Möglichkeit aufkommen eine Angst daraus zu entwickeln. Und stärkt tatsächlich nachweisbar das sich erst später entwickelnde eigene Ich. 

Mir ist noch eine Möglichkeit eingefallen: 

Es gibt so Hängematten die an der Decke befestigt werden können. Sie können dann nach Wunsch in der Höhe verstellt werden. 

In so einer Hängematte hat jeder Mensch das Gefühl umarmt / geschützt zu sein. 

Bei modernen Bauten braucht es in der Regel eine Hilti-Borhmaschine um entsprechende Löcher in die Decke zu bekommen. Die lassen sich wohl bei jedem Baumarkt für kleines Geld ausleihen. 

Und die Hängematte kann später ein tolles Spielzeug für den Minimenschen werden. 

Antwort
von beangato, 14

Du solltest so lange bei ihm bleiben (neben dem Bett sitzen), bis er in seinem Bett eingeschlafen ist. Lies ihm etwas vor und/ oder singe ein Schlaflied (oder irgendein Lied  - eins meiner Kinder weinte immer, wenn ich Schlaflieder sang. Bei einem normalen Lied kam das nie vor.)

Wenn er in der Nacht aufwacht, lass ihn in seinem Bett liegen und singe oder summe ihm was vor.

Antwort
von Graecula, 17



Hallo, die Erklärung ist absolut einfach und du kannst sie auf alles anwenden, was kommen wird:
Dein Kind entwickelt sich. Er begreift immer mehr, nimmt Dinge nicht einfach mehr so hin, wie sie sind, sondern beginnt zu hinterfragen, zu merken, zu denken! Das ist super, erfordert aber von euch ständige Anpassung eurer Reaktionen. Und gewöhn dich dran: etwas was gestern noch "so" war, kann heute bereits ganz anders sein und morgen noch anders.
Er hat einen Entwicklungssprung gemacht und verlangt nun das, was ihm fehlt, wenn er wach wird, also dich. Kinder in dem Alter entwickeln langsam Ängste, wie Angst vor Dunkelheit, vor dem Alleinsein. Abhilfe schaffen z.B. auch ein Nachtlicht, Kuscheltiere.
Ihr müsst nun ein neues Ritual entwickeln mit Vorlesen, Singen, Erzählen, Kuscheln o.Ä. Schläft er entspannt ein, ohne Angst, dass du gleich weg bist, wird er entspannt durchschlafen. Wir entspannen uns durch Lesen oder Fernsehen, Kinder sollen ohne Hilfen einschlafen - paradox, oder? 
Die Angst davor, alleine wachzuwerden lässt ihn dann nicht ruhig schlafen und er wird immer wieder wach.
Findet euren eigenen Weg mit den neuen Bedürfnissen umzugehen!



So eine Antwort auf eine ähnliche Frage in einem Forum für Eltern. Sehr passend, wie ich finde. Wichtig ist, dass du ihm die Nähe gibst, die er jetzt braucht!

Antwort
von NeleErnaSterni, 21

Also es kann auch sein das er auch was schlechtes in seinem Bett geträumt hat! Und das vergessen Kleinkinder nicht so schnell! Oder es liegt wirklich dadrane das es er bei seien Opa und seiner Oma im Bett schläft...

Antwort
von eostre, 10

Er braucht Nähe und zeigt das deutlich. 

Entweder ihr lernt zu dritt im bett zu schlafen oder ihr stellt ein anstellbett zu euch. 

Euer Sohn ist noch so klein, wie soll er verstehen, warum er allein schlafen muss? Mama und Papa schlafen auch nicht allein.

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