Frage von Rappel01, 171

Plötzlich nicht mehr Vegetarier sein?

Hallo. Ich bin 15 und seit einem 3/4 Jahr vegetarier. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich es gemacht habe, weil mir die Tiere so sehr leid tun, oder weil es im Trend ist. Irgendwie so beides. Ich hatte bis jetzt fast keine Probleme damit gehabt, aber irgendwie finde ich es schon nervig, wenn ich mich mit jemandem treffe und wir essen, dass ich dann immer eine Extrawurst (:D) bekomme. Ich bin auch jede Ferien für eine Woche bei nem Freund und die Eltern müssen sich dann immer was überlege, und das ist mir auch sehr unangenehm. Ich stehe auch nicht gerne so im Mittelpunkt, aber irgendwie lässt sich das so nicht vermeiden. Aber ich weiß auch nicht wie es rüberkommt, wenn ich auf einmal wieder aufhöre. Was kann ich tun?

Antwort vom Arzt online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Gesundheitsfrage. Kompetent, von geprüften Ärzten.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Undsonstso, 50

Vorab:

Ich finde die unterschwelligen Antworten, die den Frager zum Buhmann stilisieren wollen, der nie ein richtiger Vegetarier war,  echt unfein. Aus manchen Aussagen muss man ja schließen, dass Vegetarier, die kein Fleisch essen, weil es ihnen nicht schmeckt, keine echten Vegetarier sind, denn sie ernähren sich nicht aus Sympathie für Tiere fleischlos.

Hallo Rappel01,

ich finde deine Ehrlichkeit hinsichtlich der Motivation zu deiner vegetarischen Ernährung löblich. Ich verurteile da rein gar nix.

Wie dein Umfeld reagieren wird, weiß ich nicht. Es wird Menschen geben, die deine Rückkehr zu früheren Ernährungsgewohnheiten begrüßen, es werden vllt. Sprüche kommen und es wird Menschen geben , wie hier, die deine Zeit als Vegetarierer nicht  anerkennen.

Wenn du im Großen und Ganzen mit der vegetarischen Kost keine Probleme hast, aber in Gesellschaft keine "Extrawürste" magst, dann gibt es durchaus die Alternative für dich.....Ernähre dich einfach flexitarisch ( = flexibler Fleischverzicht )... Dann bestimmst du als Flexitarier, wann du wo und wieviel Fleisch isst.

http://gesundheit.real.de/ernaehrung-gesundheit/infos-fuer-vegetarier-und-vegane...

Kommentar von EmptyCages ,

Zunächst mal wird hier niemand zum "Buhmann" stilisiert - was du schreibst und dir ausdenkst, ist (mit Verlaub) Quatsch - und "unfein" sind ganz  andere Dinge, nicht nur hier...!

Kommentar von Undsonstso ,

Ich schrieb von "wollen".... Nicht mehr und nicht weniger.

Kommentar von EmptyCages ,

Eben - das macht aber keinen Unterschied !

Kommentar von Undsonstso ,

Es steht dir frei, dies so zu sehen. Bis demnächst, wenn du dann wieder den Drang verspürst, meine Antworten zu kommentieren.

Kommentar von Undsonstso ,

Danke für's Sternchen.

Expertenantwort
von kami1a, Community-Experte für Medizin & Nahrung, 22

Hallo! Ist Deine Entscheidung und natürlich in Ordnung. Und es gibt ja auch einen Mittelweg - wenig Fleisch. Mache ich auch so und ist eine gesunde Variante.  Die deutsche Gesellschaft für Ernährung rät von mehr als 300-600g Fleisch die Woche aus gesundheitlicher Sicht ab. Aber die meisten Mischköstler essen mehr. Alles Gute.

Antwort
von Sophilinchen, 84

Das macht man aus Überzeugung.Und nicht,weils Trend ist.Da du nicht wirklich überzeugt zu sein scheinst, iss es einfach wieder...wenn du was gutes tuen willst,solltest du Bio-Fleisch essen,und eben nicht so oft.Du kannst ja auch Teilzeitvegetarier werden,also eine Woche ja,eine Woche nein oder so.Oder eben nur Fleisch essen wenn du mit Freunden wegbist.

Antwort
von pfeifferlinus, 85

Also du solltest das Ganze, wenn du wirklich davon überzeugt bist, nicht aufgeben, weil du "ungern im Mittelpunkt stehst". Vegetarismus ist sehr gut und du kannst der Familie deines Freundes so auch mal ein bisschen Alternativen aufzeigen, vielleicht kochen sie dann ja auch öfter ohne Fleisch. Ich würde nicht damit aufhören!

Antwort
von Helen01, 68

Wenn du Fleisch willst, ess es. Aber nur wegen dem Trend damit anfangen ... das ist kein richtiger Vegetarier. Wenn man es von voller Überzeugung macht, respektiere ich das. Wenn du es aus halber Überzeugung machst, kannst du ja Fleisch z. B. einmal wöchentlich essen oder an festlichen Anlässen.

Antwort
von wickedsick05, 53

Ernähre dich so:

Slow Food heißt, sich Zeit zu nehmen und die Kultur des Essens und Trinkens vom Einkauf bis zur Zubereitung bewusst zu pflegen - denn mit Liebe hergestellte Nahrungsmittel einzukaufen und wertzuschätzen ist nicht nur gut für unsere Gesundheit, sondern auch für die Umwelt. Zu Slow Food gehört es auch, Produkte zu fördern, die nicht nur lecker und gut gemacht sind, sondern auch aus verantwortlicher und fairer Landwirtschaft stammen: Artgerechte Tierhaltung, Wasserschutz, sparsamer Umgang mit künstlichen Düngemitteln, Verzicht auf Gentechnik, fairer Lohn und sichere Arbeitsbedingungen gehören genauso zu Slow Food, wie regionale Traditionen und Produkte.

http://www.chefkoch.de/magazin/artikel/1975,0/Chefkoch/Slow-Food-gut-sauber-und-...

da hat die Umwelt/Tier und Mensch am meisten was von. Achte darauf dass die Lebensmittel ökologisch nachhaltig angebaut wurden. Vegetarisch ist unnötig.

Antwort
von AppleTea, 52

Würdest du auch als Muslim Schwein essen, nur weil du bei einem Freund eingeladen bist? Ich finde, das müssen die entweder akzeptieren und sich danach richten oder du bringst dein essen halt selber mit

Antwort
von EmptyCages, 46

Folge deinem Gefühl... Wenn du es mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, dann mach dich nicht fertig, sondern iss wieder Fleisch... So groß ist der (Rück)Schritt nicht, da du ja nach wie vor Tierprodukte konsumiert hast... Wenn du innerlich nicht überzeugt bist, bringt das sowohl den Tieren als auch dir oder sonstwem etwas...! Gut jedenfalls, dass du schonmal angefangen hast, dir Gedanken zu machen. Das heißt ja nicht, dass du später nicht erneut diesen Weg beschreiten wirst - jeder, wie er kann und mag...:)

Antwort
von floppydisk, 80

du bist kein vegetarier. du bist einfach nur jemand, der seit einem 3/4 jahr kein fleisch mehr gegessen hat.

Kommentar von RickyI ,

richtig!

Kommentar von Rappel01 ,

Aha

Kommentar von gentlemansalice ,

Damit ist nur gemeint, dass Vegetarier aus Überzeugung oder gern kein Fleisch essen (eine Freundin von mir ist vegetarisch aufgewachsen und hat absolut kein Problem damit, kein Fleisch zu essen - sie mag es auch gar nicht, hat's probiert) und sich normalerweise nicht die Frage stellen, warum sie denn überhaupt Vegetarier sind.

Kommentar von wickedsick05 ,

also wie bei Religion. Wer nur gelegentlich in die Kirche geht und das nicht aus innerer überzeugung ist kein Christ sondern nur der der es aus überzeugung macht und mit vollem Einsatz. Somit nur die funtamentalistisch geprägten verzichter sind wahre Vegetarier und haben das recht sich in diese Schublade zu stecken ;-)

also eine Quasireligion

= von P. Tillich geprägter Begriff für Gefühlshaltungen und Bewegungen, die innerweltlichen Ziele mit einem Anspruch vertreten, der religiös-fundamentalistischen Ausschließlichkeits- und Missionsansprüchen vergleichbar ist, und diese allgemein oder für bestimmte Gruppen durchsetzen wollen. In ihren Formen vielfältig, kann die Verfolgung bestimmter sozialer Ziele (z. B. einer gerechten Gesellschaft), politischer Utopien (z. B. eines idealen Staates), aber auch das Vertrauen auf objektive Autoritäten (Wissenschaftsgläubigkeit), die Bewunderung außergewöhnlicher Leistungen (z. B. in Sport und Kunst) und die Verehrung berühmter Persönlichkeiten (Starkult) Mittelpunkt einer Quasireligion sein. Indem diese das Profane heiligt, hat sie für ihre »Bekenner« gleichsam (»quasi«) die Funktion einer Ersatzreligion, die ihnen religionsanaloge Erlebnisse vermittelt, z. B. Gemeinschaft, Hoffnung, Geborgenheit in einem übergeordneten Zusammenhang und Identifikation mit etwas über die Existenz des Einzelnen Hinausweisendem, gegenüber anders Denkenden und Fühlenden jedoch sehr oft mit äußerster Intoleranz vertreten wird.

http://universal\_lexikon.deacademic.com/289215/Quasireligion

Kommentar von EmptyCages ,

Über "Intoleranz" - vor allem Veggies gegenüber - solltest grade DU nochmal ernsthaft nachdenken !!!

Kommentar von EmptyCages ,

@gentlemansalice: Ich denke, wenn man von kleinauf vegetarisch oder gar vegan aufwächst, ist es eher wie selbstverständlich, das sollte man aber nicht auf alle andern beziehen... Vor allem Gewohnheit, Traditionen und gesellschaftliche Konventionen etc. spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle...! 

Antwort
von nicolebeautym, 51

du musst ja nicht komplett auf fleisch verzichten, ein oder zweimal die woche ist nicht schlecht

Antwort
von Omnivore08, 27

Hol dir ein Döner und morgen isst du Schnitzel....dann wird alles gut werden!

Ich freu mich, dass du Vernuft angenommen hast und wieder Mischköstler werden willst. Das ist der richtige Weg für die Zukunft

Gruß Omni

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community