Frage von jsisvsjsvsj, 176

Plötzlich keine Empfindungen mehr?

Ich (weiblich, 21) bin nun schon seit knapp 4 Jahren mit meiner Freundin zusammen. Kurz gesagt, ihr gesamtes Lebwn eelebte sie größtenteils nur Enttäuschungen und schlimme Verluste. Ich fange am besten vorne an. Mit 13 verlor sie ihren kleinen Bruder durch einen Unfall der unter ihrer Aufsicht geschah. Die beiden hatten eine extrem gute Bindung und sie gab sich die Schuld. Somit konsumierte sie bereits mit 13 große Mengen an Drogen und Alkohol. Mit 15 schmissen ihre Eltern sie raus, da sie nicht akzeptieren konnten dass sie lesbisch ist, was sie noch mehr in den Abgrund stürzte. Sie lebte damals in ihrer eigenen Welt ohne Bezug zu der Realität. Als sie aufgrund mehrerer Therapien und Unterstützung von Freunden wieder auf die Beine kam, verlor sie auch ihren besten Freund durch einen Unfall. Als sie das endlich verarbeitet hatte, bekam sie die Diagnose Leukämie. Krebs. Es folgte eine lange Zeit mit schmerzhaften Chemos, doch sie stand das alles tapfer durch, bis zu dem Tag wo ihr Körper zusammenbrach und sie ins künstliche Koma gelegt wurde. Nach 3 langen Wochen wurde sie dann aufgeweckt, hatte aber keine Erinnerungen mehr. Jetzt, 5 Monate später kam sie aber wieder. Sie durchlebte den Tod ihres Bruders den sie mit ansehen musste nocheinmal, genauso wie den ihres Bruders. Sie zog sich vollkommen zurück und war überfordert. Als sie sich wieder mit ihrem Vater vertragen hatte, dieser aber sofort dannach in die USA zog, war bei ihr schon eine Veränderung wahrzunehmen. Sie provozierte absichtlich um einen Streit zu verursachen. Verletzte absichtlich alle um sich herum und innerhalb kürzester Zeit hatte sie mit jedem Streit. Von allen Seiten hörte sie nur noch Vorwürfe und war vollkommen überfordert. Die ganzen Emotionen die sie verarbeiten musste trieben sie in den Wahnsinn. Vor ein paar Tagen kam aber dann eine Wendung. Von einen auf den anderen Tag, hatte sie sich vollkommen verändert. Ihr war alles egal. Es ist, als würde sie keine Gefühle mehr haben. Egal was man macht, sie zeigt keinerlei Emotionen. Wir machen uns alle ziemliche Sorgen, denn in diesem Zustand haben wir sie noch nie erlebt. Wie können wir ihr helfen?

Antwort
von ElPaso85, 85

Hört sich mir wie eine Psychose an und das ist nicht gut!

Ich würde ihr eine Nervenklinik raten, da ist sie für 6 Wochen erstmal gut aufgehoben und kann sich mal erholen und medikamentös Behandeln lassen!

Viel Glück! 

Kommentar von jsisvsjsvsj ,

Sie hat einen Psychologen, aber sie ist immernoch in stationärer Behandlung im Krankenhaus wegen dem Krebs, weshalb sowohl eine ambulante als auch stationäre Therapie vollkommen wegfällt.

Kommentar von ElPaso85 ,

In dem Falle würd ich die Ärzte, die für sie Zuständig sind, sowohl im Krankenhaus, als auch ihren Psychologen, darüber schnellstens informieren. Sie brauch auf jeden Fall hilfe und sollte auch unter Beobachtung bleiben!

Antwort
von Kendall, 77

Also erstmal die wichtigste Frage: Ist sie krebsfrei?

Dann: Befindet sie sich in psychologischer Betreuung? Falls nicht, dann ist das der allererste und wichtigste Schritt, denn Ihr könnt da suffizient überhaupt nichts tun, außer für sie da zu sein. Sie ist 21 Jahre alt und musste sich schon so mannigfach mit dem Tode auseinandersetzen, dass dies durchaus gut ein Schutzmechanismus ihres Körpers sein kann, um diese Hölle an Empfindungen nicht mehr durchmachen zu müssen. Dann kann es aber auch sein, dass dies eine mittelfristige Folge des langen Komas ist. Da müsste man einen Neurologen hinzuziehen. Vielleicht wäre es auch hilfreich, wenn sie ambulant (vll. sogar stationär!) zu einem Psychiater geht, der auch gleichzeitig die Umstände des Komas besser einschätzen können.

In jedem Fall gehört sie damit ganz eindeutig in professionelle Hände!

Kommentar von jsisvsjsvsj ,

Sie ist immernoch in stationärer Behandlung im Krankenhaus wegen dem Krebs, weshalb sowohl eine ambulante als auch stationäre Therapie vollkommen wegfällt. Ja sie hat einen Psychologen, aber der kann nur 2 mal die Woche kommen und einen anderen Psychologen zu nehmen der mehr Zeit hat, hält in ihrem jetzigen Zustand für sinnlos. Sie ist keine 21 sondern gerade einmal 17 und.

Kommentar von Kendall ,

Ich fürchte, mehr als einen anderen Psychologen mit mehr Zeit zu nehmen, werdet Ihr da nicht tun können. Ihr könnt bei Ihr ja keine Traumatherapie vornehmen. Ihr könnt für sie da sein, ja, aber darüber hinaus ... Es ist sicherlich auch fraglich, inwieweit eine Traumatherapie mit einer solchen Erkrankung sinnvoll ist. Vielleicht ist ihr apathischer Zustand auch gerade in diesem Moment das Richtige für sie, weil es ihr mehr Ressourcen gibt, die Therapie durchzuhalten und nicht noch mit allerhand negativer Emotionen belastet zu werden.

Ich hoffe sehr, dass die Therapie erfolgreich ist!

Antwort
von Miss101, 50

Wow, deine Freundin hat viel durchgemacht, Glaub mir, du kannst von einem Menschen der sovieles durchgmacht hat, was auch der Psyche schadet, nicht erwarten, dass sie normal ist. Normal in dem Sinne, das sie eine gesunde Psyche hat. Sie trägt viel Schmerz und viele Verluste in sich, was sie zu einem kalten gefühlslosen Menschen verwandelt. Um zu verhindern, dass sie wieder komplett abtaucht, würde ich versuchen sie seelisch gesund zu machen. Ich weiß jetzt nicht wie eure Bindung ist und wie du sie behandelst, aber an deiner Stelle würde ich sie jeden Tag daran erinnern, warum du sie liebst, was du an ihr schätzt und dass das Leben mehr als nur das ist. Lass sie ihre Vergangenheit vergessen und motiviere sie dazu nur nach vorne zu schauen. Hat sie irgendwelche Ziele oder Wünsche? Helfe ihr dabei ihre Wünsche zu erfüllen. Unterstütze sie bei allem. Ihr könntet Urlaub machen gemeinsam, um sie wieder auf die Beine zu bekommen. Solche Dinge halt.

Falls sie irgendwie kalt oder gemein zu dir sein sollte, lass dich nicht darauf ein und erinnere dich daran, was sie alles durchmachen musste.

Ich wünsch ihr und dir alles Gute und ich hoffe Ihr übersteht diese kritischen Zeiten.

Antwort
von souvisou, 31

Ich habe mit ihr mal auf kik geschrieben glaub ich, denn alles was du hier so schilderst, hat sie mir auch erzählt. Es kam bei uns schliesslich zu einem kontaktabbruch, was ich heute sehr schade finde, weil ich sie mochte. Noch am anfang wo ich mit ihr eigentlich gesxhrieben habe, ging es ihr ziemlich gut, danach, nach und nach irgendwie nimmer so. Also eher so plötzlich nicht mehr so gut. Ich wollte ihr helfen, aber sie hat die hilfe nixht angenommen statt dessen eher angefangen mit mir zu streiten. Ich war selber überfordert, weil ich eigene probleme habe und nicht wusste wie ich umgehen sollte. Da ihr alles egal war, war ihr wohl der kontaktabbruch auch egal.

Das mit krebs und künstliches koma, habe ich nicht erfahren von ihr, aber konnte ja auch in der zeit geschehen sein, wo wir kein kontakt mehr hatten.

Ich weiss ehrlich gesagt nicht so rexht, was ihr helfen würde. Aber ich denke das sie sehr trauert. Und vielleicvt könntest du dich an einer beratungsstelle für trauer oder ähnliches wenden und ihr die situation schildern und fragen was du machen könntest?

Ansonsten kannst du auch gerne mit mir privat reden. Ich hoffe sehr, dass es ihr bald besser gehen möge.

Kommentar von jsisvsjsvsj ,

Es ist nicht nur die Trauer. Alle Emotionen auf einmal ließen sie so emotionslos werden. Klar größtenteils Trauer aber auch Wut, Freunde und Hass auf sich selbst.

Antwort
von YoungWoman21, 56

Hallo,

ich bin keine Therapeutin, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass ihre Seele sich abgeschottet hat (da sie diese ganzen schlimmen Sachen noch einmal und auf einmal durchleben musste).

Vll schaffst du es das Gespräch mit ihr zu suchen, damit sie sich professionelle Hilfe holt (Therapeut, Psychiater etc.) Denn ich denke, dass sie diese dringend braucht!

Ich hoffe, dass ich helfen konnte.

Kommentar von jsisvsjsvsj ,

Sie hat einen Psychologen, nur der kommt auch nicht an sie ran. Sie ist momentan noch stationäre in Behandlung im Krankenhaus wegen dem Krebs, weshalb sowohl eine ambulante als auch stationäre Therapie vollkommen wegfällt.

Antwort
von Neuter, 57

hab von dem phänomen schon gehört. das ist ein schutzmechanismus des gehirns soweit ich weiss. sowas kann aber auch eine bewusste entscheidung sein. aber sowas passiert nur, wenn man mit der aktuellen lage gefühlsmäsig überfordert ist. sie ist wenn ich das so sagen darf ein psychisches wrack. könnte auch selbstmordgefährdet sein, obwohl ich darauf nicht schwöre da ich sie nicht kenne, aber zu einem psychologen sollte sie auf jeden fall. sie muss sich mit dem erlebten noch einmal auseinandersetzen auch wenn das schwierig ist.

Kommentar von jsisvsjsvsj ,

Ja sie hat einen Psychologen, aber sie ist immernoch in stationärer Behandlung im Krankenhaus wegen dem Krebs, weshalb sowohl eine ambulante als auch stationäre Therapie vollkommen wegfällt.

Kommentar von Neuter ,

dann heissts warten, bis es möglich ist. wenn sie selbstmordgefährdet ist, ist sie es auch ihne diesen zustand. und dieser zustand schützt auch quasi ihr inneres. so schlimm ist das nicht.

Antwort
von VWMM12, 17

Da die stationäre und Ambulante Station wegfällt, würde ich es ganz anders machen als die Tips die ich hier las. Versuch doch mit ihr darüber zu reden, wie du sie momentan aufnimmst. Oder ihr das Gefühl geben, das nicht die ganze Welt aus Trauer Hass und Schmerz besteht. Öfter in den Arm nehmen. Ein bisschen kuscheln schadet nie. Falls auch das nicht klappen sollte, mal ihren Psychologen kontaktieren und ihn um Hilfe bitten. Außerdem konnte ich herauslesen, dass sie eine starke Frau ist. Mit deiner Hilfe wird sie das sicher schaffen. Der größte Fehler wäre es sie alleine zu lassen.
Ich hoffe ich kann helfen.

Kommentar von jsisvsjsvsj ,

Ich habe sie noch nie allein gelassen und werde das auch niemals tun. Mit ihr zu reden bringt nichts. Sie reagiert so, als sei es ihr egal. Man hört ein total gespieltes 'Es tut mir leid' und sonst nichts. Auch wenn ich sie küsse oder berühre, ändert sich nichts. Es scheint als spüre sie nichts mehr. Weder Trauer noch alles andere.

Antwort
von Felixie1, 60

Ihr werdet ihr kaum helfen können,als für sie da zu sein.Sie braucht Hilfe von einem Psyalogen gen oder einem Neurologen und einer Therapie.

Kommentar von jsisvsjsvsj ,

Ja sie hat einen Psychologen, aber sie ist immernoch in stationärer Behandlung im Krankenhaus wegen dem Krebs, weshalb sowohl eine ambulante als auch stationäre Therapie vollkommen wegfällt.

Antwort
von Egomaster, 40

Sie hat aufgegeben...
Aufgegeben zu Leben wenn ich mich jetzt nicht täusche. Emotionslosigkeit bedeutet das sie wirklich keine lust mehr hat auf alles. Sofort zum Psychologen. Wenn sie sich wehrt dann muss der Psychologe zu ihr.
Die Situation ist hart.

Kommentar von jsisvsjsvsj ,

Ja sie hat einen Psychologen, aber sie ist immernoch in stationärer Behandlung im Krankenhaus wegen dem Krebs, weshalb sowohl eine ambulante als auch stationäre Therapie vollkommen wegfällt.

Kommentar von Egomaster ,

Ja dann abwarten und alles was man für sich selber umbringen nutzen kann einfach von ihr fern halten

Antwort
von Berlinfee15, 36

Hello,

eine dramatische Kindheit mit traurigen Ausgängen. Hier kann wahrscheinlich nur fachmännische Hilfe den "Knoten" lösen.

Allein wird sie das sicher nicht wuppen.

Alles Gute für Deine Freundin.

Kommentar von jsisvsjsvsj ,

Ja sie hat einen Psychologen, aber sie ist immernoch in stationärer Behandlung im Krankenhaus wegen dem Krebs, weshalb sowohl eine ambulante als auch stationäre Therapie vollkommen wegfällt.

Kommentar von Berlinfee15 ,

Eine sehr schwere sowie schwierige Zeit für Deine Freundin. Es wird länger dauern um Verarbeitung zu finden. Krankheit zermürbt und dazu noch andere Problematiken, die sicher anschließend? weitere Behandlung finden werden.

Ich drück ihr alle Daumen!

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