Frage von Yalanda, 84

Plötzlich ausgezogene 19-jährige, wie wird sich um sie gekümmert?

Ich habe eben ein Video gesehen, indem ein 20 jähriges Mädchen erzählte wie unglücklich sie doch mit ihrem Leben war und dachte einen Neuanfang starten zu müssen. Sie packte 1 Tag später ihre Sachen, in ihr Auto und fuhr in eine weiter weg liegende Großstadt. Ohne zu wissen wie sie überhaupt aussieht, oder ob sie überhaupt eine Unterkunft findet. Wird sich in Soeiner Situation das Jobcenter um sie kümmern, ein frauenwohnhaus oder sonst was? Sie hatte indem video schließlich schon eine eigene Wohnung, und schien damit auch iwie weitergekommen zu sein, so spontan.

Antwort
von Volkerfant, 13

Ich glaube nicht, dass das Jobcenter sich um das Mädchen kümmern wird, das ist eigentlich die Aufgabe des Sozialamtes. Wenn dieses aber gerade geschlossen hat oder wenn die keine freie Wohnung zur Verfügung haben, hat das Mädchen Pech. In einer Stadt gibt es verschiedene Organisationen, die Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben unterbringen.

In erster Linie fällt mir da die Bahnhofsmission ein, Klöster oder die Heilsarmee.

Antwort
von EstherNele, 22

Wieso sollte sich das Jobcenter um sie kümmern? das würde es nur tun, wenn sie einen Leistungsanspruch hat.

Dafür müsste sie aber erstmal - auch wenn ein Anspruch offensichtlich ist - eine Adresse haben in der neuen Stadt, sich dann polizeilich ummelden, dann beim Jobcenter einen Antrag stellen auf Leistungen und dann würde sie vielleicht etwas kriegen. 

Das ist aber als Verfahren völlig ungeeignet, wenn man schnell Geld braucht.

Und um eine Wohnung zu bekommen, muss man eigentlich nachweisen, wovon man sie finanziert - also welches Einkommen man hat.

Hat man vermutlich nicht, wenn man Tage zuvor Hals über Kopf quasi wegläuft. Das ist so das Prinzip "Katze, die sich in den Schwanz beißt".

Und ein Frauenhaus? Die sind für Frauen in Notlagen da - bei häuslicher Gewalt, wenn Frauen erst einmal "abtauchen" müssen, wenn Frauen - meist aus Gewaltgründen - mit ihren Kindern zu Hause abhauen müssen.

Und meist sind die Frauenhäuser in den Großstädten ständig überbelegt bzw. voll. Und dann sind sie eben nicht zuständig. Das sind Notplätze dort, die werden an betroffene Frauen vergeben, nicht an jugendliche Aussteigerinnen. Zumal wird durch das JC / Sozialamt die Notwendigkeit einer Aufnahme in eine solche Einrichtung geprüft - denn JC oder SA sind die Kostenträger für das Frauenhaus.

Die von dir beschriebene junge Frau müsste sich ihre Hilfen erst mal alle allein suchen. Denn sie ist volljährig und hat die alleinige Entscheidungsbefugnis.

Antwort
von motorrad95, 38

In der Not findet man schneller eine Lösung. vielleicht einige Tage in ner Jugendherberge crashen und dabei sehr aktiv eine kleine Wohnung suchen. geht eigentlich schon flott, wenn man keine hohen ansprüche hat!

Antwort
von sozialtusi, 26

Naja... Mit 20 kann jeder ausziehen und hingehen, wo er möchte... Warum sollte sie da in ein Frauenhaus gehen?

Sie kann sich ja einen JOb und eine Wohnung gesucht haben.

Kommentar von Yalanda ,

Das ist es Ja, die hat sich vorher nichts gesucht. War an dem  so verzweifelt, dass sie noch in der Nacht beschloss einfach den nächsten Tag ihre Sachen zu packen und weg zu fahren 

Kommentar von sozialtusi ,

Offenbar war sie verzweifelt genug, flott was zu finden ;)

Kommentar von EstherNele ,

Das dürfte auch in der Realität das Problem werden, wenn man so etwas macht.

Das funktioniert in der Wirklichkeit so überhaupt nicht.

Kommentar von sozialtusi ,

Wir wissen ja nicht genauer, wie viel Zeit zwischen Auszug und Wohnung lag...

Ich musste auch schon mal SEHR schnell umziehen. Das geht, wenn man muss ;) Ansonsten gibts aber Anlaufstellen, an die man sich wenden kann, wenn man in Not ist - klar. Wüsste ich mal so gar nicht wohin, würde ich z.B. bei der Bahnhofsmission anklopfen. Die wissen zumindest, wo es in der betreffenden Stadt weitergeht.

Antwort
von beangato, 22

Eigentlich nicht.

So ein Umzug muss genehmigt werden (wenn sie Geld dafür braucht).

Antwort
von muschmuschiii, 25

wenn man volljährig ist, darf man sich selbst um alles kümmern!

Antwort
von DerSchokokeks64, 30

Irgendeine "Notunterkunft" gibt es immer. Aber in einigen Großstädten ist es schwierig von heute auf morgen eine Wohnung zu finden.

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