gerwitt am 18.10.2007 um 13:11 Uhr
In einer Diskussion um den Einsatz von homöopathischen Mitteln wird auch immer von Gegnern der Homöopathie ins Feld geführt, die Wirksamkeit liege am Placebo-Effekt und nicht an der Wirksamkeit der Mittel an sich. In der Tiermedizin bewähren sich ebenfalls homöopathische Mittel.
Liegt es auch nur an einem vermeintlichen "Placebo-Effekt" bei Tieren?
Gibt es ihn überhaupt?
Wenn ja, wie soll er von statten gehen, selbst dann, wenn das Tier nichts von der medikamentösen Behandlung merkt?
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Bisher habe ich gute Erfahrungen mit Homöopathie gemacht. Ich glaube nicht, dass der Placeboeffekt bei Tieren so durchschlagend ist.




...habe mit Homöopathie gute Erfahrungen gemacht, in vielen Bereichen ist sie wirksam.


Ich selber wurde homöopathisch behandelt, habe mich selber behandelt und es gab ganz klar körperliche Reaktionen und zwar in einem Ausmaß, wie man es sich wohl kaum einbilden könnte. Es wird immer gesagt die homöopathischen Mittel haben keine Nebenwirkungen aber das ist nicht korrekt. Wenn man ein falsches Mittel wählt, egal ob tiefenwirksam oder nicht, kann es durchaus unerwünschte Reaktionen geben. Tiere reagieren sehr gut auf homöopathische Mittel und bilden bei falscher Laienbehandlung auch dementsprechend stark unerwünschte Symptome aus. Wenn es also auch Negativwirkungen gibt, deutet das nicht unbedingt auf den Placeboeffekt hin, da dieser (falls bei Tieren vorhanden) bestimmt wie beim Menschen eher auf Heilung aus wäre. Da Tiere ihre heilenden Substanzen meist ins Trinkwasser oder Futter gemischt bekommen und Tabletten wild durch die Gegend spucken, glaube ich einfach nicht das sie einen Medikament-Heilungsbezug aufbauen können. Dieser wäre Grundvorraussetzung für einen Placeboeffekt. Das Verhältnis zwischen Tierhalter und Tier ist so vielen Schwankungen ausgesetzt, dass eine krankheitsbedingte Zuwendung sicherlich nur als heilungsbegleitend angesehen werden kann. Man kann eine cronische Blasenentzündung einfach nicht wegschmusen. Leider! Ich möchte mich Patrons Antwort anschließen: Man kann keine sinnvolle Aussage über Homöopathie machen, wenn man noch nicht einmal das Grundprinzip verstanden hat!!! So hat mir letztens jemand gesagt er könne ja mal Bier verdünnen uns so seine Bekannten besoffen machen...So geht es natürlich nicht! Dennoch werden solche unqualifizierten Vergleiche gezogen...

Ich habe letztens gelesen, es soll auch bei Tieren helfen.

Hier gibt es originellerweise zwei Antworten mit der gleichen Aussage: "Placebo-Effekt" und "reine Einbildung" ist schlussendlich das Gleiche.
Kabark am 18. Oktober 2007 13:42 Und "wirkt überhaupt nicht" ist die Dritte.
CrazyDaisy am 18. Oktober 2007 14:10 @Kabark: Mmmh, nicht ganz. Schließlich werden durch Placebo-Effekt körpereigene Substanzen aktiviert, die durchaus einen wirksamen Einfluss haben. Nur braucht man dafür keine teuren Pillen oder Tröpfchen. Dreimal draufpusten und "Heile, heile, Segen" sagen, hilft genauso gut (für Erwachsene gilt: eine positive Lebenseinstellung mit der Devise: "Ist von alleine gekommen, geht auch von alleine wieder weg!").
gerwitt am 18. Oktober 2007 14:16 Na, es gibt schon einen Unterschied zwischen "Einbildung" und Placebo. Aber wo wir schon bei Doppelungen sind: "schlußendlich" ist sicher eine, denn wenn Schluß ist, ist auch Ende! Schluß ohne Ende gibt es nicht, genau so wie es nicht ein Ende ohne Schluß gibt, oder was soll "schlußendlich" aussagen???
CrazyDaisy am 18. Oktober 2007 15:45 @gerwitt: Was ist denn der Unterschied?
Wenn Homöopathie aufgrund des Placebo-Effekts wirkt, ist es doch keine Einbildung! Wenn es nicht wirkt, der Betroffene aber bei jeder spontanen Besserung glaubt, es sei Folge der homöopathischen Behandlung, das ist Einbildung.
Das mit den Tieren wundert mich





Sensationelle Studie der Universität Leipzig
Eigentlich hatte die Pharmakologie-Professorin Karen Nieber beweisen wollen, dass Homöopathie unwirksam ist. Denn da ab der Potenz D23 durch die homöopathische Verdünnung rein rechnerisch kein einziges Molekül der Urtinktur mehr vorhanden sein kann, darf da aus pharmakologischer Sicht auch nichts mehr wirken.
Warum ausgerechnet Atropin und Belladonna?
Auf der Suche nach einer Versuchsanordnung, bei der man jedweden Placebo-Effekt ausschliessen kann, kam sie auf folgende geniale Idee: Sie gab einen Rattendarm in eine Nährlösung und befestigte ihn über Organfäden so an einen Sensor, dass sie Verkürzungen des Darmes durch Krämpfe messen konnte. Dann gab Sie in die Nährlösung ein Reizmittel (Atropin), das starke Krämpfe des Rattendarmes verursachte. Der Darm zog sich zusammen und die Waage zeigte stärkeren Zug an.
Als Sie dann Belladonna D 90 in die Nährlösung gab, entspannte der Darm wieder und die Waage zeigte weniger Zug an. Damit hatte sie aber den Beweis erbracht, dass Homöopathie auch ohne stoffliche Substanzen wirksam ist - und dafür im Jahre 2003 den mit € 10.000 dotierten Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis erhalten. Die Fernsehsender ARD und ORF haben hierüber ausführlich berichtet http://www.beepworld.de/members/mwehe/naturheilverfahren.htm
gerwitt am 18. Oktober 2007 22:11 Das ist eine sehr interessante Meldung! Danke dafür!
Der Preis wurde zurückgegeben: http://www.promed-ev.de/modules/news/article.php?storyid=58

wenngleich das sicher nicht für alle Bereiche Gültigkeit hat

Auch wenn es die Schulmedizin nicht ganz ersetzen kann

solche befragungen haben objektiv immer nur die funktion, sich nicht tatsächlich inhaltlich mit der methode homöopathie zu befassen, sondern eine vor der befassung liegende meinung zu äußern. wenn man zb weiß, das einer der lebenden "homöopathie-päpste" georgos vithoulkas sagt, allein für die richtige bewertung, ob ein ermitteltes symptom des patienten für die mittelfindung taugt oder dafür ganz nebensächlich ist, allein dafür braucht ein junger homöopathischer arzt eine erfahrungszeit von etwa sechs jahren - wer angesichts solcher fachlich fundierter aussage schon ohne jede befassung mit der methode bereits eine beurteilung hat oder sich schnell mal aus den fingern saugen soll, der kann doch nur ein vorurteil von sich geben. hahnemann, der begründer, sagte immer wieder "macht's nach, aber macht's genau nach!", denn auch er wußte nicht, warum und wieso die methode wirkt, aber er wußte, dass sie wirkt und untersuchte dann ausführlich das "wie" des wirkens. wer darauf einfach so verzichtet - wie soll man von dem irgendein urteil erwarten?

Das Tier reagiert auf die Stimmungen seiner Bezugspersonen. Es merkt, wenn seine besorgten oder betrübten Betreuer, nachdem dieser Fremde da war und sich mit ihm beschäftigt hat, wieder besser drauf sind und ständig vergewissern, dass es ihm schon wieder besser geht. Allein die Zuwendung und die Stimmungsaufhellung kann "Wunder" wirken.
Placebo ist ein sehr mächtigter Effekt, alles andere als Einbildung. Insoweit besteht keine Frage, dass Homöopathie wirken kann.

Ich habe eigene sehr positive Erfahrungen gemacht, deshalb:


Bei Tieren gibt es keinen Placebo-Effekt.
Der Beweis ist (für mich) die Tatsache, dass wir ihnen weder erklären können, wie das Mittel wirken soll, noch welche Nebenwirkungen auftreten können.
- also können sie sich auch nichts einbilden und ihre Reaktionen sind somit "echt"/beruhen nicht auf Glauben.