Frage von lukas132000, 158

PKW als Ersatzteilespender verkauft, Käufer will jetzt Entschädigung/Rücknahme, muss ich haften?

Hallo liebe Community!

Ich hatte vor 9 Wochen ein PKW verkauft, jetzt sagt der Käufer, dass ich ihn arglistig getäuscht haben soll, da jetzt irgendeine Kontrollleuchte auftrat. Der Käufer möchte jetzt das ich die Reparaturkosten übernehme oder den Wagen zurück nehmen soll. Ich sehe das aber nicht ein, der Wagen ist aus Baujahr 1999 und ich bin kein Mechaniker, mir waren keine Mängel bekannt. Der Käufer hat den Wagen probegefahren, und wollte den sofort mitnehmen.

Im Kaufvertrag stand ausdrücklich, keine Garantie keine Rücknahme, Privatverkauf, Gekauft wie gesehen, Bastlerfahrzeug / Ersatzteilespender.

Hat er das recht dazu ? Muss ich zahlen?

Antwort
von Antitroll1234, 158

keine Garantie keine Rücknahme, Privatverkauf, Gekauft wie gesehen

Diese ganzen Texte kannst Du dir sparen, Nutzlos.

Was Du ausschließen solltest als Privatverkäufer ist die gesetzlich geregelte Sachmängelhaftung (Gewährleistung).

Bastlerfahrzeug / Ersatzteilespender

...liegt der Verkaufspreis denn innerhalb des Schrottpreises ?

Wenn der Verkaufspreis hingegen deutlich über dem Schrottpreis liegt und der Preis entspricht den allgemeinen Gebrauchtwagenpreis für dieses Fahrzeug dann könnte dies als unzulässige Bezeichnung bewertet werden.

http://kanzlei-franz.com/ratgeber-kaufrecht/begriff-bastlerfahrzeug/

Kommentar von Antitroll1234 ,

Was zudem sehr verwunderlich ist, ist deine Äußerung:

mir waren keine Mängel bekannt. Der Käufer hat den Wagen probegefahren, und wollte den sofort mitnehmen.

Bei einem Bastlerfahrzeug bei dem dir keine Mängel bekannt sind und zudem mit dem Fahrzeug eine Probefahrt stattfand, spricht so einiges dafür, dass eben kein Bastlerfahrzeug vorliegt.

Wenn nun noch der Preis deutlich über dem Schrottpreis liegt, ist dies definitiv eine ungültige Bezeichnung als Bastlerfahrzeug.

Kommentar von lukas132000 ,

der Wagen hat über 250.000 km auf dem Buckel, der Preis ist eigentlich ganz günstig. Aufgrund der Laufleistung und dem Alter habe ich Bastlerfzg. / Ersatzteilspender, außerdem ist der Käufer, Besitzer einer Werkstatt. 

Kommentar von franneck1989 ,

Bei 250.000km und einem Alter von 16 Jahren muss man übliche Defekte und Verschleißerscheinungen in Kauf nehmen. Zudem könnte der Defekt ja auch nach dem Kauf aufgetreten sein. Der Käufer dürfte also mit seiner Forderung kaum Erfolg haben, auch wenn es natürlich ein Restrisiko gibt.

Unabhängig davon solltest du aber die Hinweise von Antitroll beim nächsten Kauf/Verkauf beherzigen

Kommentar von Antitroll1234 ,

Aufgrund der Laufleistung und dem Alter habe ich Bastlerfzg. / Ersatzteilspender

Ein gültige Beschreibung als Bastlerfahrzeug ist aber nicht Abhängig von Alter und Laufleistung, sondern vom Zustand und Preis, der Preis muss deutlich vom Schrottpreis abweichen.

Zudem hast Du Leistungen ausgeschlossen welche eh freiwillig sind wie Garantie und Rücknahme.

Das Relevante die Sachmängelhaftung hast Du nicht ausgeschlossen, mit Pech stehst Du nun mit 24 Monaten in dieser Verpflichtung.

Das gute daran für dich, der Käufer müsste beweisen das der Mangel oder Ursache des Mangels bei Kauf bereits vorlag. Da spricht die hohe Kilometerleistung für dich, dass ein Mangel Alter- und Laufzeitbedingt ist.

Ebenso müsste der Käufer darlegen das der Mangel der Kontrollleuchte schon bei Kauf vorlag, diesbezgl. musst Du dir keine Gedanken machen.

Beim nächsten Verkauf verzichte auf nicht relevante Ausschlüsse wie Garantie und Rücknahme und schließe nur das aus was Du ausschließen solltest, die Sachmängelhaftung. 

Kommentar von lukas132000 ,

Sowas steht auch noch drinne: Der Verkauf des Kraftfahrzeuges erfolgt unter Ausschluss der Sachmängelhaftung, ohne Garantie und ohne sämtliche Gewährleistungsansprüche.

Kommentar von franneck1989 ,

Na bitte, dann bist du definitiv raus aus der Nummer

Kommentar von Antitroll1234 ,

Sowas steht auch noch drinne: Der Verkauf des Kraftfahrzeuges erfolgt unter Ausschluss der Sachmängelhaftung

Aaaaahhhhh :-DDDDD

Warum schreibst Du das nicht gleich ?

Dann lehne dich ganz entspannt zurück und genieße das Wochenende ;-)

Antwort
von franneck1989, 139

Wurde denn ein vorgefertigter Kaufvertrag (ADAC o.ä.) verwendet? Diese enthalten eine wirksame Klausel zum Gewährleistungsauschluss, damit wärst du aus dem Schneider.

Kommentar von franneck1989 ,

Ansonsten würde es ganz grob davon abhängen, wie man den vertraglich vereinbarten Zustand "Bastlerfahrzeug" auslegt (oder überhaupt anerkennt), ob dieser Fehler dadurch als Mangel zu werten ist und ob der Käufer dir nachweisen kann, dass der Fehler schon beim Kauf vorhanden war.

Antwort
von Girschdien, 140

Nein, musst Du nicht. Du bist Privatverkäufer und ein Auto, das als Ersatzteilspender verkauft wird, ist in der Regel gar nicht mehr fahrtüchtig und das weiß man eigentlich als Käufer.

Kommentar von Antitroll1234 ,

ist in der Regel gar nicht mehr fahrtüchtig und das weiß man eigentlich als Käufer.

Naja so einfach ist das nicht, auch als Privatverkäufer.

Der Verkäufer schreibt selbst das ihm keine Mängel bekannt sind und es wurde sogar eine Probefahrt mit dem Fahrzeug gemacht.

Ein Bastlerfahrzeug ist idR verkehrsunsicher, nicht zugelassen und eine Probefahrt unmöglich aufgrund der vorliegenden Mängel.

Antwort
von nurlinkehaende, 140

Recht ist immer so eine Sache. Aber wenn wirklich "Im Kaufvertrag stand ausdrücklich, keine Garantie keine Rücknahme, Privatverkauf, Gekauft wie gesehen, Bastlerfahrzeug / Ersatzteilespender." im Vertrag steht, dann sollten neun Wochen nachher schon reichlich über jeder Reklamationsmöglichkeit sein.

Kommentar von 12Minecrafter21 ,

ohne mich mit der Materie auszukennen, aber ich sehe das auch so

Kommentar von franneck1989 ,

dann sollten neun Wochen nachher schon reichlich über jeder Reklamationsmöglichkeit sein.

Warum? Theoretisch hat man dafür 2 Jahre Zeit

Kommentar von nurlinkehaende ,

Wie kommst Du im Privatrecht auf 2 Jahre?

Kommentar von franneck1989 ,

§438 Abs.1 BGB

Antwort
von Strolchi2014, 137

Du hast doch extra geschrieben, das es als Ersatzteilspender gedacht ist. Also kann er dir jetzt nicht mit Schadenersatz kommen.

Antwort
von Rizilaus, 91

Du hast den wagen laut Kaufvertrag als ersatzteilspender beschrieben. Der Wagen wurde also zur Verwertung verkauft und nicht als fahrbares Fahrzeug. Das erkennt man sofort. Wenn er den Wagen nun angemeldet hat und meint, dass er die tote schüssel unbedingt fahren muss dann ist es sein problem.
Desweiterem musst du als Privatverkäufer keine Garantie geben. Dementsprechend ist der Käufer doppelt nicht im recht.

Ignorieren würde ich die Forderung nicht. Kontacktiere den Anwalt deines vertrauens, damit er dem Käufer ein Schriftstück zusendet, wieso er keinen Anspruch auf rückgabe und zahlung der Reparatur hat.
Im normalfall hällt der nervige Typ dann die Beine still und du hast deine Ruhe.


Kommentar von Havenari ,

Wozu grundlos Geld für einen Anwalt zum Fenster hinauswerfen, wenn es eine geeignete Rundablage gibt?

Antwort
von kieljo, 91

"Im Kaufvertrag stand ausdrücklich, keine Garantie keine Rücknahme, Privatverkauf, Gekauft wie gesehen, Bastlerfahrzeug / Ersatzteilespender." - Das Wichtigste hast du aber leider wohl vergessen. Der Verkauf erfolgt unter Ausschluss der gesetzlichen Sachmangelhaftung. Damit haftest du erst mal für 24 Monate für Sachmängel. Wenn der Käufer aber eine Werkstatt betreibt, sollte er sich ja wohl mit Autos auskennen. Wenn er die Reparatur einfach ausführt, hat er verloren. Er müsste dir die Möglichkeit der Nachbesserung einräumen. Einen Wandel bzw. Rücknahme ist z.Zt. noch ausgeschlossen.

PS: Das ist natürlich keine Rechtsberatung, sondern mein persönliches Fazit aus deiner Fragestellung.

Antwort
von lukas132000, 97

er meint es sei rechtswidrig weil es klein gedruckt war (stimmt nichtwar in Arial 10 ) und es stand sogar 2 mal drine

Kommentar von Strolchi2014 ,

Der will dich jetzt nur abzocken . Wenn er weiter spinnt, nimm dir einen Anwalt.

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