Frage von pollyundjana, 97

Pille verschreiben lassen wie und was?

Ich habe in ca 14 Tagen den ersten Termin beim Frauenarzt (ich bin 15 und werde Ende des Jahres 16). Ich würde auch gerne die Pille haben und ich würde auch ohne Probleme die Einverständniserklärung meiner Eltern haben . Kann ich die Pille auch ohne Einverständniserklärung bekommen? Ich gehe dort mit einer Freundin hin also nicht mit meiner Mutter. Könnte ich die Pille dann bekommen? Und wie ist das mit der Untersuchung? Und was wird gemacht damit ich die Pille bekomme?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo pollyundjana,

Schau mal bitte hier:
Mädchen Pille

Antwort
von BrightSunrise, 37

Wenn der Frauenarzt dich für verantwortungsbewusst genug hält, verschreibt er dir die Pille. Meine erste Untersuchung war ohne den "Stuhl", da musste ich erst beim zweiten Mal rauf, aber es wurde ein Ultraschall von meiner Gebärmutter gemacht, um zu sehen, ob alles normal groß ist. Mit mir wurde nur geredet und ich sollte so Körpermaße (also Gewicht, Größe usw.) abgeben, außerdem so Dinge über meine Periode (Regelmäßigkeit, wann die Erste/Letzte) und sowas halt. Der Frauenarzt/die Frauenärztin wird dich über die Pille aufklären und dir eine geeignete verschreiben.

Grüße 

Expertenantwort
von HelpfulMasked, Community-Experte für Pille, 35

Kann ich die Pille auch ohne Einverständniserklärung bekommen?

Mit 16 Jahren

Ich gehedort mit einer Freundin hin also nicht mit meiner Mutter. Könnte ich
die Pille dann bekommen?

Nicht ohne Einverständnis deiner Eltern. Außer der Arzt sieht das anders.

Und wie ist das mit der Untersuchung?

Was genau? Ja du solltest dich untersuchen lassen um Risiken abzuklären!

Was passiert beim Frauenarzt?

Zunächst sollte ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patientin stattfinden. Es werden Fragen zur Krankengeschichte gestellt bzw. zu vorangegangenen Operationen und Erkrankungen.

Wichtig sind auch Angaben über den Zeitpunkt der ersten Periode (Menarche), das Datum der letzten Blutung bzw. zur Zyklusdauer und Blutungsstärke. Mitunter wird auch nach der Art der Monatshygiene gefragt, ob Tampons oder Binden verwendet werden.

Der Gesprächsverlauf ist sicher individuell unterschiedlich und abhängig vom Arzt, der Patientin und auch von der Situation. Damit sich der Arzt ein umfassendes Bild machen kann, sind auch Angaben zum sexuellen Verhalten notwendig. Sehr junge Mädchen brauchen davor keine Angst haben, denn das Gespräch kann auf Wunsch selbstverständlich ohne Beisein der Mutter geführt werden. Nicht vergessen: Der Arzt steht unter Schweigepflicht!


Erste Untersuchung beim Frauenarzt

Wichtig ist, dass beim ersten Besuch der Arzt vor der Untersuchung erklärt, was gemacht wird. Falls der Arzt dies unterlässt, kann die Patientin ihn darauf ansprechen und ihn bitten, ihr die Untersuchungsschritte zu erklären. Zusätzlich zu den Erklärungen zeigen manche Ärzte auch an Hand von anatomischen Zeichnungen oder Modellen, wie die Schritte ablaufen. Damit hat man eine bessere Vorstellung von dem, was während des Untersuchungsvorgangs passiert.

Da für die Patientin ein direktes Zuschauen nicht möglich ist, - was unter Umständen manchen Frauen die Angst nehmen könnte - besteht auf Wunsch eventuell die Möglichkeit, dass der Arzt der Patientin den Muttermund mit einem Spiegel zeigt.

Zunächst betrachtet der Arzt das äußere Genitale, um eventuell bestehende Hautveränderungen, äußere Infektionen oder Ähnliches festzustellen. Anschließend werden die Scheide und der Muttermund untersucht. Dazu muss die Scheide mit zwei Instrumenten (Spekula) - diese ähneln gebogenen Löffeln - entfaltet werden. Dieser Vorgang ist etwas unangenehm, vor allem wenn man sich sehr verkrampft und die Luft anhält.

Um diese Untersuchung für sich einfacher zu gestalten, ist es wichtig, den Po "fallen zu lassen", schwer zu machen und gleichzeitig tief ein- und auszuatmen. Die Instrumente können auch etwas kalt sein. In manchen Praxen werden sie daher leicht angewärmt.

Die Abstrichentnahme an sich merkt man fast nicht. Es kann etwas ziehen, was aber nicht weiter problematisch ist.


Bimanuelle Untersuchung

Die bimanuelle Untersuchung ist die typische Untersuchung des Frauenarztes, bei der Größe, Lage, Druckempfindlichkeit und Beweglichkeit der Gebärmutter beurteilt werden. Zusätzlich gibt sie Aufschluss über die Eierstöcke, welche jedoch besser durch den Ultraschall beurteilt werden.
Neben den Geschlechtsorganen wird dann noch der Aufhängeapparat der Gebärmutter untersucht, der z. B. bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen verändert erscheint.

Bei der bimanuellen Untersuchung führt der Arzt einen oder zwei Finger der rechten Hand in die Scheide ein, die Gebärmutter wird auf denFinger geladen und nach oben gedrückt. Die linke Hand liegt auf dem Unterbauch und drückt gegen die Bauchdecke. Dadurch kann man die Gebärmutter tasten, beziehungsweise schieben sich die Eierstöcke und die Gebärmutter in eine Position, in der sie beurteilt werden können.

Ein sehr wichtiger Befund ist z. B. der Portioschiebeschmerz. Das istein Schmerz, der durch das Wackeln am Gebärmutterhals hervorgerufen werden kann und einen Hinweis auf eine Infektion darstellt. Diese Untersuchung ist etwas unangenehm, aber einfach zu überstehen, wenn man sich entsprechend entspannt. Zudem sollte die Harnblase leer sein. Wichtig ist es wiederum, den Po "fallen zu lassen" und tief ein- und auszuatmen.


Ultraschalluntersuchung

Oft erfolgt auch eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide.Sie ergänzt die vorangegangene Untersuchung. Durch den Ultraschall kann man die Struktur der Gebärmutter, die Schleimhaut, die Zyklusphase oder auch andere Strukturen erkennen. Wichtig ist die Beurteilung der Eierstöcke, die mit Ultraschall genauer möglich ist.


Brustuntersuchung

Die Brustuntersuchung findet entweder vor oder nach der gynäkologischen Untersuchung statt. Das bedeutet, man braucht nicht völlig nackt vor dem Arzt stehen, sondern es kann zuerst die Brust und dann das Genitale entblößt werden. Wenn man nicht komplett nackt ist, fühlt man sich auch nicht ganz so ausgeliefert.


Abschließendes Gespräch

Nach der Untersuchung sollte in einem Gespräch eine Befundbeurteilungerfolgen. Je nachdem was die Untersuchung ergeben hat, wird die notwendige Therapie besprochen bzw. das entsprechende Verhütungsmittel (Pille, Dreimonatsspritze etc.) verordnet, falls die Verhütung der Grund für den Arztbesuch war.
Generell sollte sich der Frauenarzt für seine Patientin beim ersten Besuch viel Zeit nehmen, um einen guten Kontakt zu gewährleisten, so dass sich die jungen Mädchen/Frauen wohl fühlen. Das kann man als Patientin vom Arzt auch einfordern. Hilfreich ist es, wenn man sich vor dem Besuch überlegt, was man den Arzt fragen möchte.

Q: netdoktor.at/untersuchung/der-erste-frauenarztbesuch-8229

Und was wird gemacht damit ich die Pille bekomme?

Dir werden Fragen gestellt und du wirst untersucht. Dann bekommst du ein Rezept und damit gehst du zur Apotheke.

BEDENKE BITTE:

Die Pille ist ein hormongesteuertes Empfängnisverhütungsmittel. Sie greift massiv in deinen Hormonhaushalt ein und beeinflusst dich enorm.

Nebenwirkungen sind hier an der Tagesordnung. Da hilft auch kein Pillenwechsel oder "abwarten".

Und jetzt sag mir - wieso sollte man sich dies antun wenn es auch andere (zudem sicherere) Verhütungsmethoden ohne Nebenwirkungen gibt?

Die Pille ist ein Medikament welches nur mit Vorsicht zu genießen ist.

Ich "genoss" dieses Medikament leider einige Jahre ohne mich über irgendwelche Nebenwirkungen zu sorgen. Mir war das schlichtweg egal - ja so wie wohl vielen jungen Mädchen - nicht wahr?

Ich meine wer liest schon eine Packungsbeilage oder recherchiert mal etwas näher über die Pille ohne einfach das vorgekaute "Wissen" der Ärzte zu schlucken? Niemand - jedenfalls tat ich das lange Zeit nicht.

Schade drum - aber rückgängig zu machen ist das leider nicht.

Ich rate dir wirklich dich erstmal ausgiebig zu informieren und dich nicht vom Hype der Pille mitreissen zu lassen.

Gibt es medizinisch notwendige Gründe die dich dazu veranlassen die Pille zu nehmen?

Falls nein würde ich dir gänzlich von Hormonen abraten.

Ich bin auf hormonfreie Verhütungsmittel umgestiegen. Informiere dich auch mal darüber - da gibt es weitaus mehr als das Kondom! Meine Verhütungsmethode ist sogar sicherer als die Pille - und völlig nebenwirkungsfrei. Seit ich sie anwende hatte ich nie Angst um eine Schwangerschaft.. und ich war als Pillenanwenderin immer mehr als nur panisch... *gg*

Für Fragen stehe ich dir gerne zur Verfügung!

Die Pille ist etwas völlig normales und in der heutigen Gesellschaft anerkanntes - leider.

Lg

Helpful Masked

P.S.: ich empfehle dir auch mal einige Erfahrungsberichte z.B. auf YouTube zu gucken. Vllt öffnet dies auch dir die Augen.

Wie z.B. dieser hier:

ACHTUNG! Ich gebe dir nur einen guten Rat - wenn du ihn nicht annehmen möchtest ist das nicht schlimm & deine Entscheidung. Dennoch finde ich sollte man über alle möglichen Alternativen & etwaigen Risiken/Nebenwirkungen aufgeklärt werden.

Kommentar von BrightSunrise ,

Man bekommt die Pille ab 14 auch ohne Einverständnis der Eltern, wenn der Frauenarzt die Patientin für reif und verantwortungsbewusst genug hält.

Kommentar von HelpfulMasked ,

wenn der Frauenarzt die Patientin für reif und verantwortungsbewusst genug hält.

Genau das steht in meinem Text.

Kommentar von BrightSunrise ,

Du hast aber geschrieben ab 16.

Kommentar von HelpfulMasked ,

Außer der Arzt sieht das anders.

Antwort
von Simaelon, 36

Du wirst einmal untersucht (Brust und weiter unten), redest einmal mit dem Arzt oder der Ärztin und musst n paar Fragen beantworten. Schau dir dazu am besten ein Video auf YouTube an.

Die Pille bekommst du glaube ich auch so (meistens erst eine ein-Monats-Packung zum Test und danach das drei-Monats-Paket). Wenn nicht, lässt sich das glaube auch telefonisch oder per Fax etc. klären.

Antwort
von fragechampinonn, 35

die bekommst du auch ohne Einverständnis sag einfach du hast einen freund und würdest gern die Pille haben. und bei der Untersuchung musst du sagen ob du schon sex hattest dann macht die das mit einem Stab wenn nicht macht die unreinen Ultraschall also keine Panik 

Antwort
von Queeny1998, 28

Also ich gehe davon aus, dass es dein erster Besuch ist beim Frauenarzt. Beim mir war es so, dass ich dahin gegangen bin mit meiner Mutter und die Ärztin mir damals erklärt hat, was es für Verhütungsmittel gibt und wie sie funktionieren und wie die Pille funktioniert. Dann hat sie mir ein Rezept für eine Pille ausgestellt, die sie für mich passend fand.

Ich war aber mit meiner Mutter da, da du noch nicht 18 bist könnte es zu Problemen bei der Ausstellung des Rezeptes kommen. 

Untersucht wirst du erst nach 1 Jahr, wenn du geschlechtsverkehr hattest. 

Liebe Grüße Elena 

Kommentar von HelpfulMasked ,

Untersucht wirst du erst nach 1 Jahr, wenn du geschlechtsverkehr hattest. 

Blödsinn. Ein guter Arzt untersucht vor Verschreibung der Pille.

Kommentar von Queeny1998 ,

Ich bin zur Ärztin gegangen und wurde nicht untersucht! Habe minisiston bekommen und eine schlechte Ärztin ist das auf jeden Fall nicht! 

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