Frage von STilo779, 154

Piercings bei den Zeugen Jehovas?

Hallo ich studiere mit den Zeugen Jehovas die Bibel. Ich habe gelesen das man bei denen keine Piercings haben darf. Ich habe aber 2 Brustwarzenpiercings. Ich habe Angst mit meinem Bibellehrer darüber zu reden ich weis nicht wie er reagiert. Wisst ihr da was?

Antwort
von stine2412, 43

STilo, ich bin ein langjährige Zeugin Jehovas und mußte fast laut lachen, als ich deine Frage las. Was meinst du, was viele meiner Glaubensbrüder und -Schwestern früher waren oder welche Kleidung sie bevorzugten. Sehr viele haben früher geraucht. Ich darf da auf keinen Fall an mich denken. Deshalb rede ruhig mit deinem Bibellehrer darüber. Ich bin erstaunt, dass du "Angst!" hast - wovor? Hast du schon jemals erlebt, dass einer von uns ausrastete? Vielleicht muss er ja auch lachen! Du kannst ihn ja fragen, was er alles ablegen mußte, bevor er ein ZJ wurde.

Also kommen wir zum Punkt, kommen wir zu deinem Brustwarzen-Piercing! Mit seinem Äußeren zeigt man,  auf welche Dinge man Wert legt. Ich weiß nicht, ob ich da richtig liege, aber ich würde Piercing mit einem Irokesenschnitt gleichsetzen, der auch noch rot eingefärbt ist. Es sind bestimmt keine schlechten Menschen, die sich so schmücken, aber mit Bescheidenheit hat das nicht viel zu tun und die empfiehlt uns unser Herr Jesus Christus. Unsere Lebensweise soll  "vornehm" im Sinne von anständig, ehrwürdig, fein, bescheiden, grundanständig, gut, rechtschaffen sein.

Hast du schon einmal daran gedacht, wenn sich deine Brustwarzen entzünden? Ich glaube mal gehört zu haben, dass das nicht ungefährlich sein soll, auch bei Männern nicht.


Antwort
von juste55, 37

hi,

STilo779,

ich finde es gut, daß du die Bibel kennenlernen möchtest. Das wollen heutzutage nicht mehr viele Menschen, denn sie betrachten die Bibel häufig als "veraltetes Buch" mit dem man heutzutage nicht mehr viel anfangen kann.

Aber jemand, der sich mit der Bibel beschäftigt, der findet heraus, daß sie wertvolle Anleitung auch für unsere Zeit enthält.

Man kann jetzt noch nicht sagen, wohin dich dieses Studium führt, aber eines ist sicher: es kann dich sehr bereichern und wird deinem Leben Tiefe geben!

Auf keinen Fall solltest du dich verunsichern lassen in deinem Weg. Bilde dir deine eigene Meinung. Auch kritische Fragen sind erlaubt.

Es geht darum, daß du einen Zugang zu Gott findest, zu ihm Vertrauen aufbaust. Dahin möchte auch dein Bibellehrer dich bringen.

Zu deiner Frage:in dem Artikel den telemann2000  "freundlicherweise" schon angeführt hat, wird einiges dazu geschrieben. Aber du kannst doch auch auf "jw.org" forschen. Und du kannst deinen Bibellehrer fragen. Wenn du dich nicht traust, es im Bibelstudium zu besprechen, dann nutze - wie gesagt - den anderen Weg.

Alles gute für dich

Kommentar von telemann2000 ,

Sollte ein Christ nicht auch Vertrauen zu Jesus Christus aufbauen? Es ist doch schließlich sein Ziel, ein Teil des Leibes Christi zu werden. 

Ich hoffe, das wird durch eure 'Bibellehrer' ebenfalls vermittelt... 

Kommentar von juste55 ,

telemann2000,

wie kommst du darauf, daß wir keinen Glauben an Jesus ausüben?

Kommentar von telemann2000 ,

... darauf komme ich doch gar nicht.

Es ging mir vielmehr um das Aufbauen von Vertrauen. Warum sollte man Vertrauen zum Vater aufbauen und zum Sohn nicht?

Selbstverständlich ist das Glauben an Jesus Christus zur Rettung ausschlaggebend. (Der Begriff 'ausüben' findet sich so nicht in der Bibel).

Allerdings erwähnt die Bibel auch, dass wir mit Christus befreundet sein sollen mit ihm ein inniges auf Zuneigung gegründetes Verhältnis haben sollten. Das griechische Wort dafür ist 'philia'.

Apostel Paulus sprach sogar einen Fluch über Personen aus, bei denen die Zuneigung zu Christus Jesus fehlte ....

Kommentar von stefanbluemchen ,

Glaube ausüben. Dieser Begriff ist im Jakobusbrief zu finden. Und wie schon erwähnt, ist die Zuneigung zu Jesus ebenfalls erforderlich, um gerettet zu werden. Doch das Vorrecht angebetet zu werden, gebührt nur dem Vater. 

Kommentar von telemann2000 ,

Ich habe momentan keinen Zugriff auf eine interlinear Übersetzung?  Kannst du mir anhand des griechischen Wortes genau zeigen, wo diese Passage zu finden ist? 

Wie zeigen Jehovas Zeugen eigentlich ihre Zuneigung? 

Dankbarkeit alleine ist ja nicht ausreichend.... 

Kommentar von juste55 ,

telemann2000

geh doch einfach auf "jw.org", da findest du die Interlinear-Übersetzung

Stell doch bitte deine Frage: "Wie zeigen Jehovas Zeugen eigentlich ihre Zuneigung" selbst ein. Sie geht über die obige eigentliche Frage weit hinaus.

Kommentar von stefanbluemchen ,

Wie zeigen wir Zuneigung zu Jesus? Wie zeigst du Zuneigung zu Jesus? Zeigst du auch Zuneigung zum Vater? Wenn ja, auf welche Weise? 

Wenn du uns kennst, wirst du feststellen, auf welche Weise wir das tun. 

Kommentar von juste55 ,

telemann2000,

wenn man kein Vertrauen hat, kann man auch nicht glauben!

Das, was du ausführst, ist doch richtig.

Und was dein letzter Satz zu sagen hat, weiß ich nicht. Beziehst du den auf unsere Religionsgemeinschaft.? Da wir aber Vertrauen und Glauben in Jesus haben, kann dieser Satz auf uns nicht zutreffen!

Alles Gute für dich!

Antwort
von gartenkrot, 86

Die ganzen Sekten buhlen um neue Mitglieder, keine sorgen, der bleibt freundlich zu dir. Aber raus musst du sie nehmen.

Kommentar von stefanbluemchen ,

Bei uns geht es nicht um Quantität, sondern um Qualität. Wenn es uns nur um Mitglieder ginge, würden wir einige biblische Grundsätze verwässern, wie die großen Kirchen. Doch uns ist es wichtig, biblische Grundsätze so anzuwenden, wie sie wirklich zu verstehen sind. 

Buhlen tun so manch andere. Und was bedeutet eigentlich buhlen? Wikipedia gibt die Antwort. 

Kommentar von stefanbluemchen ,

Buhlen ist einer der kleinsten Ortsteile der Gemeinde Edertal im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen (Deutschland). Und dort gibt es uns auch. :-)

Antwort
von Zumverzweifeln, 88

Och, der Religionslehrer wird darauf hoffen, dass du auch ein Zeuge wirst.

Also behandelt er dich nett und freundlich und rät dir, die Dinger entfernen zu lassen.

Soviel Leute in der Warteschlange haben die nicht - also: keine Angst!

Kommentar von stefanbluemchen ,

Da bist du aber falsch informiert. Mit Sicherheit kommt sie während des Studiums selbst drauf. Und so läuft das fast immer bei uns ab. Die Interessierten sollenselbst erkennen, was Gott von uns erwartet. 

Die Menschen sollen keiner Organisation gehorchen, sondern freiwillig die Gebote Gottes befolgen. Anders wäre es Heuchelei. 

Antwort
von telemann2000, 71

Frag ihn doch einfach mal, ob er dir stichhaltige Gründe nennen kann, die dagegen sprechen.

Er wird dich möglicherweise auf die Wachtturm Literatur verweisen. Dort steht, dass es letztendlich deine Entscheidung ist.

*** Erwachet 2000 8. 8. S. 18-19 Körperschmuck — die nötige Vernunft walten lassen ***
Tätowierungen, Piercings und Gewebeschnitte kannte man schon in biblischen Zeiten. Heidnische Völker pflegten solche Bräuche häufig in Verbindung mit ihrer Religion. Jehova verbot seinem Volk, jene Heiden nachzuahmen.
Christen stehen nicht unter dem mosaischen Gesetz. So verbleibt Christen innerhalb der Grenzen der Schicklichkeit ein gewisser Spielraum, wenn sie vor der Frage stehen, für welche Art Schmuck sie sich entscheiden sollen . Diese Freiheit ist allerdings nicht grenzenlos.
Körperschmuck wie Piercings oder Tätowierungen mögen zwar bei einigen beliebt sein, doch ein Christ sollte sich fragen: Wie würde man in der Gegend, wo ich wohne, auf einen solchen Schmuck reagieren? Würde man mich mit gewissen Randgruppen der Gesellschaft in Verbindung bringen? Wie würden sich meine Piercings oder meine Tätowierungen auf andere in der Versammlung auswirken, auch wenn mein Gewissen so etwas zuließe? Würden sie darin einen Ausdruck des ‘Geistes der Welt’ sehen? Könnten Zweifel daran aufkommen, daß ich ‘gesunden Sinnes’ bin? 
Mit bestimmten Arten der „Body-modification“ sind ernste gesundheitliche Risiken verbunden.  Piercingwunden mögen monatelang nicht heilen und in dieser Zeit starke Schmerzen verursachen. Es kann auch zu Blutvergiftung, Blutungen, Blutgerinnseln, Nervenschädigungen oder schweren Infektionen kommen. Unter Umständen hinterläßt das Piercen irreparable Narben.
Ob jemand dieses Risiko auf sich nimmt oder nicht, ist eine persönliche Entscheidung. Doch wer Gott gefallen möchte, ist sich dessen bewußt, was mit dem Christsein verbunden ist, nämlich sich Gott zur Verfügung zu stellen. Unsere Leiber sind lebendige Schlachtopfer, über die Gott verfügen kann. Christen betrachten ihren Körper daher nicht als ihr persönliches Eigentum, das sie nach Belieben beschädigen oder verunstalten können.
Wenn Christen ihre Denkkraft von der Bibel prägen lassen und wenn sie ihre Denkkraft gebrauchen, ist es ihnen möglich, die extremen, masochistischen Praktiken der Welt von sich zu weisen.

Hast du gemerkt, dass hier mit Suggestivfragen gearbeitet wird?

Diese Fragen dienen dazu, jemanden auf ganz subtile Weise der Denkweise der Religionsgemeinschaft anzupassen die nicht notwendigerweiser der Heiligen Schrift entspricht, anstatt seine eigene Denkkraft zu benutzen.

Du siehst also, dass man dir zwar die 'freie' Wahl lässt aber dennoch bestrebt ist, dich in eine bestimmte Form zu pressen.


P.S.  Achte mal bei deinem Studium auf solche Suggestivfragen. Du wirst überrascht sein, wie oft man mit solchen Methoden arbeitet ...


Kommentar von juste55 ,

Ich finde nicht, daß dies "Suggestivfragen" sind.

Eine Suggestivfrage beinhaltet eine Wertung, und das kann ich hier nicht feststellen.

Die Fragen regen zum Nachdenken an, um einen Standpunkt herauszufinden  und dazu, um jemand darauf vorzubereiten, sich auf gewisse Umstände einzustellen.

Dazu gehört auch, daß man bespricht, wie man sich angemessen in einem Versammlungssaal der Zeugen Jehovas kleidet. In Kirchen/ Moscheen gibt es auch "No-Goes", Badebekleidung, schulterfreie Kleidung usw. Daher sehe ich es in diesem Rahmen hier auch als überhaupt nicht außergewöhnlich an.

Eine Suggestivrage würde lauten: "Würdest du es nicht auch besser finden, daß....." ....., also alles fragen, die am Anfang schon eine Wertung in sich tragen!

Alles Gute für dich

Kommentar von telemann2000 ,

Es wurden fünf Fragen gestellt. 

Ich habe sie deshalb als suggestiv bezeichnet, weil sie die Person in eine bestimmte Richtung lenken soll ohne den Anschein zu erwecken, es handle sich um eine Regelung. 

Alle diese Fragen gehen in EINE Richtung: Den Adressaten dazu zu veranlassen die Denkrichtung der Glaubensgemeinschaft zu übernehmen. 

Das ist allerdings nicht die richtige Vorgehensweise. Da es sich hier um eine persönliche Entscheidung handelt, sollten auch diametral entgegengesetzte Entscheidungen der Gläubigen durch die Führung akzeptiert werden. 

Alles andere würde auf eine Beschneidung der christlichen Freiheit hinauslaufen. 

Wenn eine Glaubensgemeinschaft allerdings Regelungen für das korrekte Kleiden in Anbetungsstätten festlegen möchte, ist das Sache der Gemeinschaft. 

Mal so eine Kleinigkeit am Rande. Wusstest du, das die ersten Christen gar keine Anbetungsstätten hatten?  Sie hielten sich an die Worte Jesu, dass Gott unabhängig von irgendwelchen Örtlichkeiten 'in Geist und Wahrheit' angebetet werden sollte. Das war ein Novum für die damalige Zeit. Erst mit dem Aufkommen einer abtrünnigen Staatsreligion wurden Anbetungsstätten gebaut. 

Kommentar von juste55 ,

telemann2000,

da muß ich dir widersprechen, denn du gehst gar nicht darauf ein, "wie" eine Suggestivfrage formuliert sein muß, obwohl ich dir ein Beispiel gegeben habe!

Du interpretierst hingegen etwas hinein, was subjektiv in deine Meinung paßt.

Nein, ich kann das nicht wissen, daß die ersten Christen keine Anbetungsstätten hatten , weil in der Bibel etwas anderes darüber steht. Denn dort steht, daß sie sich "versammelten und auch gemeinsam speisten". Wie eerklärst du dir sonst, daß aus der Bibel hervorgeht, Paulus u.a. haben "andere Versammlungen" besucht?

Daß Christen Gott in "Geist und Wahrheit" anbeten sollten, ja, das steht in der Bibel. Das kann man aber auch in einer Gemeinschaft. Die Grundlage dafür sollte immer die Bibel sein!

Kommentar von telemann2000 ,

Christen der damaligen Zeit versammelten sich in der Regel privat und bezeichneten das nur als Anbetungsstätte. 

Der Begriff 'Anbetungsstätte' kommt in der Bibel lediglich in Verbindung mit der Anbetung von heidnischen Gottheiten vor. 

Kommentar von telemann2000 ,

....  'nie' sollte es heißen. 

Die ersten Christen betrachteten das Versammeln in privaten Wohnungen nie als eine Form der Anbetung.... 

Also Gemeinden oder Versammlungen sind keine Anbetungsstätten.... 

Kommentar von juste55 ,

telemann2000,

was zu überprüfen wäre.

Aufgrund der ernsten Verfolgung(en) in den ersten Jahrhunderten nach Christi Tod könnte das sinnvoll gewesen sein.

Aber wieso soll es keine Anbetungsstätten geben, wenn man den Glauben frei ausüben kann?

In der ehem. DDR konnte man öffentliche Versammlungsstätten nicht nutzen, da die Glaubensausübung der Zeugen Jehovas dort verboten war.

Daher wird es immer den Gegebenheiten ensprechend gestaltet worden sein.

Kommentar von telemann2000 ,

Weil der Begriff 'Anbetungsstätte' den Worten Jesu widerspricht. Jesus sagte klar und deutlich, dass sein Vater in der christlichen Ära nicht an einem bestimmten Ort angebetet wird sondern in Geist und Wahrheit. Das war zur Zeit des AT anders. Dort waren die Hebräer verpflichtet, sich zur Anbetung im Tempel (Anbetungsstätte) zu versammeln.

Genau das schaffte Jesus Christus aber ab.

Der Begriff 'Anbetungsstätte' schließt auch mit ein, dass er für diesen Zweck, nämlich der Anbetung geweiht wurde (siehe der salomonische Tempel). Das ist aber nicht im Sinne Christi. Als die ersten Christen in Privatwohnungen oder auch angemieteten Gebäuden zusammenkamen mögen sie das durchaus als Teil ihrer Gottesanbetung betrachtet haben. Sie bezeichneten aber keinesfalls dieses Gebäude als Anbetungsstätte....

Kommentar von stefanbluemchen ,

Eine Arbeitsstätte ist der Ort, an dem ich gerade arbeite. So ist der Ort an dem ich gerade zu Gott bete in diesem Moment eine Anbetungsstätte. 

Es stimmt, dass Jesus sagte, dass Gott mit Geist und Wahrheit angebetet werden soll, doch warum sollte das nicht in einer Anbetungsstätte  (auch eine Privatwohnung ) sein? 

Kommentar von telemann2000 ,

dein Beispiel 'hinkt'.

Was wäre die eigentliche 'Anbetungsstätte' eines Christen?

Paulus gibt darauf die Antwort: 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören, denn der Tempel Gottes ist heilig – der seid ihr.

1. Korinther 3,16-17

Klare Antwort: Ein Christ betet Gott in 'seinem Tempel' an. Was ist in der christlichen Ordnung Gottes Tempel? Der gläubige Christ der Teil des Leibes Jesu ist.

da also ein gläubiger Christ sozusagen seine 'Anbetungsstätte' stets mit sich führt, ist er auf keinen physikalischen Ort für die Anbetung angewiesen.

Ganz anders im AT: Dort gab es den Tempel. Dieser wurde extra für diesen Zweck eingeweiht und geheiligt. Ein Hebräer war verpflichtet sich dort an bestimmten Zeiten einzufinden. Wenn er es tat, befand er sich an einem heiligen Ort.

Heute ist dieser 'heilige Ort' der Leib des Christen. Es ist also nicht nötig, dass heute extra Anbetungsstätten für den Gottesdienst geweiht oder geheiligt werden müssen. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, das weder Moscheen noch Kirchen und auch keine Königreichssäle einen 'heiligen Ort' darstellen. Deshalb ist auch eine Einweihung zu diesem Zweck in Gottes Augen vergebene Liebesmüh.

Kommentar von juste55 ,

telemann2000,

findest du eigentlich , daß deine Ausführungen noch mit der obigen Frage etwas zu tun haben?

Kommentar von telemann2000 ,

Doch, hat es. 

 Zeugen Jehovas bezeichnen ihren Königreichssaal als Anbetungsstätte und in einem anderen Kommentar kam zum Ausdruck, dass dort gewisse Regeln gelten, weil es sich um eine Anbetungsstätte handelt. Ich habe versucht, diesen Gedanken biblisch zu widerlegen. 

Kommentar von stefanbluemchen ,

Versucht fehlgeschlagen. Denn wenn du recht hättest, dann könnte kein Einzeller für eine ganze Versammlung beten. Und dass das getan wurde, wird in der Bibel sehr oft bezeugt. 

Kommentar von telemann2000 ,

hallo stefan, 

ich befürchte, du verwechselst hier etwas. Versammlung oder Gemeinde ist nicht dasselbe wie Anbetungsstätte ....

Kommentar von telemann2000 ,

Das hier habe ich im Internet über Suggestivfragen gefunden:

http://www.medienlexikon.com/kommunikation/suggestivfrage.html

Durch die Formulierung der Frage drängt man den Befragten indirekt dazu, eine bestimmte Antwort zu geben. Die Frage impliziert (beinhaltet) faktisch die Antwort, die man gern vom Befragten hören möchte.

Wenn man mal die fünf Fragen aus dem Artikel betrachtet, welche Antwort würde dann wohl ein Aspirant auf die Mitgliedsschaft bei den Zeugen Jehovas geben?

Wie würde man in der Gegend, wo ich wohne, auf einen solchen Schmuck reagieren? Würde man mich mit gewissen Randgruppen der Gesellschaft in Verbindung bringen? Wie würden sich meine Piercings oder meine Tätowierungen auf andere in der Versammlung auswirken, auch wenn mein Gewissen so etwas zuließe? Würden sie darin einen Ausdruck des ‘Geistes der Welt’ sehen? Könnten Zweifel daran aufkommen, daß ich ‘gesunden Sinnes’ bin? 

Zu den ersten beiden Fragen: Wer möchte schon gerne mit Randgruppen der Gesellschaft in Verbindung gebracht werden? Was wäre also die klare Antwort auf die beiden Fragen? "Ich möchte nicht mit irgendwelchen 'sozial fraglichen Gestalten' in Verbindung gebracht werden - also verzichte ich liebe auf das Tattoo."

Zur dritten bis fünften Frage: Wer möchte schon gerne von seiner eigenen Glaubensgemeinschaft gemieden werden? Was wäre also auch in diesem Fall eine typische Antwort? "Ich möchte lieber vor allen anderen gut da stehen - also verzichte ich auf meinen Nasenring."


Interessanterweise wird zwar im Erwachet Artikel jedem das Recht zugestanden eine eigene Entscheidung zu treffen, allerdings möchte man, dass die Angehörigen der Glaubensgemeinschaft ihre Entscheidung doch bitte schön im Sinne der Selbigen treffen. Also benutzt man diese Fragen nicht in erster Linie als Anhaltspunkte für eine persönliche Entscheidungsfindung sondern eher um die Gläubigen in eine bestimmte Form zu pressen.




Kommentar von juste55 ,

telemann2000,

ich werde hier nicht endlos mit dir diskutieren.

Für dich steht doch deine Meinung sowieso fest.

Ich verstehe die Fragen aus dem von dir angeführten Artikel nicht als Suggestivragen, und das habe ich schon geschrieben.

Kommentar von juste55 ,

Noch einmal Beispiele für Suggestivfragen , und die schreibe ich hier vor allem für die Fragestellerin:

- "Sicherlich haben Sie auch den Eindruck, daß...."

-"Zweifellos können Sie zu keinem anderen Schluß kommen als ich...."

- "Selbstverständlich wollen Sie doch auch...."



Kommentar von telemann2000 ,

Ich halte mich lieber an die Definition, die ich oben in einen meiner Kommentaren anführte.

Dort heißt es:

Eine klassische Suggestivfrage wäre beispielsweise: "Glauben Sie nicht auch, dass alle Deutschen mehr sparen müssen?" Mit den einleitenden Worten "Glauben Sie nicht auch...?" unterstellt der Fragende indirekt, dass jemand einer bestimmten Ansicht sei, nämlich, dass alle Deutschen mehr sparen müssten. Der Fragende lädt den Befragten quasi ein, sich dieser Meinung anzuschließen. Um den Meinungsdruck, der der Suggestivfrage innewohnt, zu erhöhen, wird die Suggestivfrage bisweilen mit einer vorangestellten Aussage eingeleitet. In dieser Aussage wird unterstellt, dass in der Öffentlichkeit eine breite Mehrheit einen bestimmten Standpunkt vertritt. Dies könnte beispielsweise folgendermaßen aussehen: "Neunzig Prozent aller Deutschen sind der Meinung, dass die Religion in unserer Gesellschaft eine immer geringere Rolle spielt. Glauben Sie auch, dass Weihnachten kaum noch etwas mit der christlichen Tradition zu tun hat?

Kommentar von juste55 ,

xxx


Kommentar von juste55 ,

telemann2000,

eben. Solche Suggestivfragen kommen also in dem von dir angeführten Artikel nicht vor!

Kommentar von stefanbluemchen ,

Wie würde man in der Gegend, wo ich wohne, auf einen solchen Schmuck reagieren? Würde man mich mit gewissen Randgruppen der Gesellschaft in Verbindung bringen? Wie würden sich meine Piercings oder meine Tätowierungen auf andere in der Versammlung auswirken, auch wenn mein Gewissen so etwas zuließe? Würden sie darin einen Ausdruck des ‘Geistes der Welt’ sehen? Könnten Zweifel daran aufkommen, daß ich ‘gesunden Sinnes’ bin?  

Ich würde sagen, das sind Fragen zum nachdenken. 

Kommentar von telemann2000 ,

So kann man sie auch bezeichnen ....

Gut, derjenige den es betrifft, hat also 'nachgedacht'. Er kommt zu dem Schluss, dass er keine Tattoos stechen sollte, weil er damit 'Anstoß' erregt. Damit hat dann die Gemeinschaft offensichtlich ihr Ziel erreicht.

Nehmen wir einmal ein, jemand in deinem Freundeskreis (männlich) beantwortet diese Fragen mit Nein und lässt sich ein kleinen Ohrring stechen.

Wie würde dich das berühren? Negativ?

Antwort
von Repwf, 69

Schlimmer wäre wenn er sie sehen wollen würde...!

Antwort
von PiercingPixie, 44

Ich an deine Stelle würde NICHT mit deinem Bibellehrer über deine  Brustwarzenpiecings reden. Es ist deine freie Entscheidung Piecings zu tragen, aber wenn das denen nicht passt ,wirst du so lange dazu "belehrt " bis du selbst denkst ,dass Piercings zu haben ,eine riesen "Sünde" ist. So läuft das in Sekten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community