Frage von horseslover, 79

Physiotherapeutin oder Hebamme?

Ich weiß die Berufe haben nicht viel miteinander zu tun, aber ich brauch echt mal Meinungen. Was verdient man auch so, die Arbeitszeiten, Erfahrungsberichte? Danke!♡

Antwort
von isebise50, 36

Die vierjährige Ausbildung zur Physiotherapeutin an einer öffentlichen Schule ist kostenfrei, an einer privaten Schule musst du sogar mit einem Schulgeld rechnen.

Dagegen erhälst du in der dreijährigen klassischen Hebammenausbildung an einer Hebammenschule ein Ausbildungsgehalt. Auch besteht seit einigen Jahren die Möglichkeit des Bachelor-Studium Hebammenkunde (8 Semester).

Die Einstiegsgehälter der beiden Berufe sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich, solltest du am besten googlen.

Mehr Infos zum Berufsbild Hebamme kannst du gerne hier nachlesen:

https://www.gutefrage.net/frage/hallo-was-sollte-ich-vor-einer-hebammenausbildun...

Mache doch z.B. in den Ferien in beiden Berufen ein Praktikum. Zumindest für die Hebammenausbildung kann ich dir nur dringend dazu raten.

Alles Gute für dich und viel Erfolg!

Kommentar von Siraaa ,
vierjährige Ausbildung zur Physiotherapeutin

sie ist ebenfalls dreijähig ;-) Es sei denn man würde hier Ausbildung mit Studium kombinieren. Dann kommt man z.T. auf 8 Semester, also 4 Jahre (und mehr). Hat dafür aber auch neben dem Staatsexamen einen Bachelor

Kommentar von isebise50 ,

Danke für die Info Siraaa!

Vier Jahre spukte irgendwie in meinem Kopf rum...

Antwort
von Allexandra0809, 54

In der Physiotherapie hast Du geregelte Arbeitszeiten von morgens bis abends.

Selbständig machen wirst Du Dich kaum können, da es heute so viele Auflagen gibt, die Du zu erfüllen hast, dass Du mindestens eine Person beschäftigen musst, die die schriftlichen Dinge erledigt. Du wirst also in einer Praxis mit anderen gemeinsam arbeiten müssen.

Bei einer Hebamme hast Du Schichtdienst, da erfahrungsgemäß Kinder nicht auf die Welt kommen, wann es die Erwachsenen wollen. Hier wirst Du wohl, zumindest anfangs, in einer Klinik arbeiten.

Zum Verdienst kann ich Dir leider bei beiden Berufen nichts sagen.

Kommentar von Siraaa ,

Man muss als PT nicht min. eine Person für den Schriftkram beschäftigen. In nicht wenigen Praxen (so auch in meiner alten) wird der von den Physios selbst erledigt, da sich auf Grund der Größe eine Angestellte für den "Schriftkram" gar nicht lohnen würde.

Somit kann man durchaus eine Ein-Mann Praxis haben und selbstständig machen sich auch heute noch so einige.

Antwort
von PtSylvia, 53

he Hebamme kann auch ein schöner Beruf sein ist, verdienst ist wahrscheinlich etwas höher als bei uns Physio´s bez. nimmt sich nicht viel, als Physio hast du viele Möglichkeiten unter anderen kannst du dich an deiner Grundausbildung im Bereich der Kinderphysiotherapie weiterbilden , du kannst auch als Physiotherapeut wenn du den Rehasportleiter noch hast ,selbst Vorbereitungskurse so wie die Hebammen machen, das würdest du im Praktischen Unterrichtsfach PT- Gyn lernen. oder auch Rückbildungsgymnastik , Beckenbodentraining .

Als Hebamme kannst du keine geregelten Arbeitszeiten erwarten, musst auch hinundwieder das unschöne Mitmachen wenn es doch mal eine Todgeburt wird das wären vielleicht das Unschöne an den Beruf . Ich bin mir zwar nicht ganz sicher aber als Hebamme hat man es auch schwerer mit der Versicherung die extrem hoch geht. 

Doch ich bin auch nur eine Auszubildende PT die noch kaum berufserfahrung hat . Ich wurde dir raten mache ein Schülerpraktiukum machen vielleicht in einer Physio wenn dir dort nicht gefällt kannst immernoch für die Hebamme entscheiden bez. andererum

Kommentar von horseslover ,

Hey! Danke für deine !  Also ich hatte selbst mal Physiotherapie und das hat echt Spaß gemacht. Ende April mache ich ein Praktikum in einer Physiotherapie Praxis. Ich muss nächstes Jahr für zwei Wochen ein soziales Praktikum machen dann kann ich ja mal in eine Hebammen Praxis gehen

Kommentar von PtSylvia ,

bitte

Antwort
von Siraaa, 33

Im Gegensatz zur Hebamme sind die Arbeitszeiten beim Physio noch einigermaßen geregelt. Sprich auch wenn es schon lange kein 08:00-17:00 Job mehr ist, sondern es durchaus auch Praxen gibt, die von 07:00-22:00 aufhaben, entfällt die Nachtschicht und Bereitschaft gibt es bei uns auch nicht.

Der Verdienst bei uns Physios ist eher unterirdisch, es hängt zwar auch stark von der Region ab und der Praxis ab, sowie von Fortbildungen, die du hast, aber trotzdem ist irgendwann Schluss...und das irgendwann kommt schnell. (Mein Stundenlohn in Niedersachsen war grade so zweistellig, um dir eine Vorstellung zu geben). In den neuen Bundesländern wird teilweise noch für den Mindestlohn gearbeitet. Hier arbeiten viele angestellt, du kannst dich aber prinzipiell natürlich auch selbstständig machen, theoretisch gesehen auch direkt nach der Ausbildung im Ein-Mann (oder Frau) Betrieb.

Die Ausbildung ist oft Schulgeldpflichtig, nur wenige staatliche Schulen sind schulgeldfrei. Verdienen wirst du aber nie etwas. Prüfung ist nicht zu unterschätzen und nach der Ausbildung kannst du dein sauerverdientes Geld dann für Fortbildungen hinblättern, die leider nicht grad billig sind. (Ich will dir aber nix madig machen, der Beruf ist schön). Aber die rosarote Brille sollte man absetzen und es realistisch sehen. Denn immernoch sagen irgendwelche Statistiken, wir würden um die 2500-4000 Brutto verdienen. Ich weiß nicht, woher die ihre Zahlen haben.

Den Verdienst bei den Hebammen kenne ich nicht, ich gehe davon aus, dass er wohl etwas höher sein wird, dafür sind aber die Arbeitszeiten halt auch nicht so geregelt bzw. arbeitet man im Schichtdienst inkl. Nachtschichten. Kinder kommen eben 24/7. Hier dürften zudem wesentlich mehr selbstständig oder Freiberuflich sein und was ich so mitbekommen habe, ist zudem die Berufshaftpflicht dort wohl ein riesen Problem. Ich könnte es mir aus diesen Gründen nicht vorstellen, auch wenn der Beruf bestimmt auch seine schönen Seiten hat ;-)

Antwort
von mysunrise, 51

ich würde Dir zu Physiotherapeutin raten, auch wenn die Schule schwer sein soll....

Antwort
von SJ7IFVQ5, 49

Man verdient bei beidem wenig und hat schlechte Arbeitszeiten obwohl man als Hebamme wohl Chancen auf mehr Geld und bessere und kürzere Arbeitszeiten hat

Kommentar von Allexandra0809 ,

Seit wann hat eine Hebamme bessere Arbeitszeiten? Kommen bei Dir die Kinder vormittags um 10 Uhr auf die Welt und dann ist Feierabend?

Kommentar von SJ7IFVQ5 ,

Weil Hebammen teilweise bei Krankenhäusern feste Arbeitszeiten haben oder gar nicht beim kinde R kriegen helfen sondern nur noch beraten weil sie beim Jugendamt arbeiten...

Kommentar von Hazel7 ,

Es gibt in Deutschland eine Hinzuziehungspflicht... das bedeutet dass Hebammen immer zu einer Geburt hinzugezogen werden müssen (es sei denn die Frau will alleine Zuhause entbinden). Ärzte beispielsweise dürfen eine Geburt nicht alleine begleiten bzw. nur in Notfällen wenn es zeitlich nicht mehr möglich ist. Hebammen helfen also (fast) immer beim "Kinder kriegen". 

Der Hebammenberuf ist sehr umfangreich und umfasst natürlich nicht nur die Geburtshilfe. 

Des Weiteren ist man im Krankenhaus zwar angestellt und hat z.B. 8 Stunden - Dienste... die Realität sieht aber so aus dass man oft auch noch ein oder zwei Stunden länger bleibt/bleiben muss weil eine Geburt während der Übergabezeit stattfand und diese natürlich nicht mit der Geburt des Kindes einfach beendet ist. Man kümmert sich danach noch um Frau und Kind und muss aufräumen sowie ausführlich die komplette Geburt verschriftlichen/dokumentieren. Das nimmt einfach viel Zeit in Anspruch und somit kann man leider nicht immer pünktlich nach seinen 8 Stunden Feierabend machen. Dennoch ist es ein wirklich erfüllender Beruf.

Kommentar von SJ7IFVQ5 ,

Das ist mir klar aber nur weil Hebammen für mehrere Bereiche verantwortlich sind arbeiten sie wenn sie irgendwo angestellt sind eher in speziellen Bereichen...

Antwort
von oxygenium, 44

Hier geht es nicht ums verdienen,sondern um die Leidenschaft eines Berufes,der aus Berufung erwählt wird.

schließlich hat man es hier mit Menschen zu tun.

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