Frage von StanleyFunny, 63

Physik oder Geschichts LK?

Für alle die keine Lust haben alles zu lesen:

Ich möchte Physik oder Geschichte als 2. und 3. Abifach nehmen, allerdings kann ich mich nicht entscheiden, welches ich als LK machen will. Habt ihr damit Erfahrung?

Ich muss nach den Osterferien entschieden haben, welche LKs ich für die Q-Phase wählen will. Ich möchte auf jeden Fall Mathe nehmen, weil ich das gut kann und ich mir gute Noten erhoffe. Deutsch nehme ich als 4. Abifach, weil ich Latein nicht nehmen möchte...

Naja das ist ja unwichtig, aber ich bin momentan am überlegen ob ich Physik oder Geschichte als zweiten LK nehmen soll. Das andere Fach wäre dann das 3. Abifach.

Ich finde Geschichte sehr interessant und möchte später Archäologie studieren. Allerdings nimmt man fast ausschließlich das dritte Reich und die Zeit danach durch und das wäre ja nicht so wichtig für mein Studium, wenn ich das ja sowieso im Grundkurs machen würde. Außerdem finde ich es langweilig, die ganze Zeit Quellen zu analysieren. Allerdings ist Geschichte an sich relativ leicht zu verstehen und nur anstrengend auswendig zu lernen. Ich kenne niemanden der einen Geschichts LK hatte. Hat jemand dabei Erfahrungen gesammelt? In Geschichte stand ich am Anfang (6-8) meistens 1 und jetzt 2+. In meiner Klausur hatte ich eine 2

In Physik stand ich bisher (glaube ich zu mindest) ausnahmslos 1 und mir macht das Fach auch meistens Spaß. Auch in meiner Klausur hatte ich eine 1. Mein Lehrer sagt, dass ich intelligent und fleißig (obwohl ich überhaupt nix für Physik bisher mache XD) genug bin um im LK 2 oder besser zu stehen. Ich bin bisher außer einmal sofort gedanklich mitgenommen. Allerdings habe ich gehört, dass Physik LK (genauso wie Mathe) einerseits total schwer sei. Andere sagen jedoch er wäre einfach. Ich glaube schon dass Quantenphysik schon ziemlich schwer sein könnte. Außerdem habe ich Angst, dass ich iwann nicht mehr mitkomme und dann hätte ich ein Problem, weil alles darauf aufbaut. Und ich weiß nicht, ob es zu langweilig und anstrengend ist, wenn ich dann 10 Stunden (mit Mathe gerechnet) in der Woche rechnen müsste :/ Habt ihr Erfahrungen damit gemacht?

Antwort
von ThomasJNewton, 25

Wenn man auf der Schwelle zum Erwachsenwerden steht, sollte man schon etwas weiter denken.

Das Dritte Reich ist vielleicht in der Schule (und im Fernsehen sowieso) omnipräsent, weil es so einfach ist. Gut gegen Böse, und "wir" haben ja daraus gelernt.
Der Beruf eines Historikers sieht anders aus, ohne dass ich weitergehende Erfahrungen damit hätte.

Auch der Beruf des Physikers, ... und ...
Das war nicht mein Weg, obwohl ich ihn vielleicht geschafft hätte.
Eine Eins (oder 15 Punkte) ohne Ausreißer und den letzten Jahren, in Mathe und Physik, sind da Mindestvoraussetzung, was ich so höre.
Und selbst von denen geben viele auf.

Und wenn du jetzt schon Angst hast, statt Wünsche und Träume zu haben, und alles dafür zu tun, sie zu verwirklichen, dann ...

... endest du vielleicht wie ich.
Ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden, nach dem Studium, dass mir ein Doktor oder Professor nicht so viel wert ist wie das Geld, um eine Familie zu ernähren.
Und dank der Politik geht das auch nur ganz knapp, oder mit Hilfe.

In deinem Alter hatte ich keinen Traum. Inzwischen habe ich Träume, aber langsam wird auch die Zeit knapp.
In meiner Jugend hat man aber noch nicht so auf die Noten geschaut.
Zwar gab es den Numerus Clausus damals schon, aber er war nicht in unsere Herzen eingedrungen.

Ich habe mich damals (ganz bewusst) dafür entschieden, nicht auf ein anderes Gymnasium zu wechseln, als klar wurde, dass es auf "meinem" nicht für einen Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Zweig reicht.
Die Jahre haben mein Leben für immer geprägt.

Da gibt es kein falsch oder richtig. Nur die Gewissheit, dass mein Leben völlig anders verlaufen wäre.
Von allen Menschen würde ich nur die alte Familie haben, also Eltern und Geschwister, keinen meiner Freunde und keines meiner Kinder.

So gesehen gibt es kein richtig oder falsch, nur Entscheidungen und Tatsachen.
Und du musst diese Entscheidung treffen, ohne zu wissen, was sie bewirkt.

Und da gibt es nur eine Instanz, die das kann. Auch wenn ich stundenlang mit meinen Biologiekenntnisen angeben könnte. Vieles habe ich sowieso nachher aufgeschnappt.

Sch..ß auf die Noten, mach was du willst!

Antwort
von Immenhof, 17

Du solltest es überdenken Geschichte zu studieren, denn Quellenanalyse etc spielt eine wichtige Rolle. Nimm es, damit du weißt, ob du es studieren möchtest. zusätzlich bereitet es dich auf den Studium vor.

Kommentar von StanleyFunny ,

Das habe ich auch schon überlegt, aber das macht man auch im Grundkurs

Kommentar von Immenhof ,

Nein, ich habe den direkten Vergleich, man macht es nicht ausreichend... Nutze die Chance doch, dann hast du es im Studium leichter.

Antwort
von DrBraune, 22

Du kannst beide nehmen aber sonst nimm das was dir mehr Spaß macht oder du besser bist

Kommentar von StanleyFunny ,

Bin in Physik BISHER besser und beides macht BISHER Spaß aber trotzdem danke

Kommentar von DrBraune ,

Bitte

Kommentar von DrBraune ,

aber jemand anderes kann dir da schlecht Tipps geben da es ja auch von Bundesland zu Bundesland anders ist

Antwort
von MartiniHarper, 38

Hallo,

nimm aufjedenfall Physik. Mit Geschichte kannst du später nichts anfangen. Archäologie solltest du dir aus dem Kopf schlagen.. ist ein Kinder-traum-beruf. Damit wirst du höchstens arbeitslos.

Zudem ist eine Kombination von Mathe und Geschichte eher.. naja unnütz.

Nehme Physik und Mathe. Damit hast du später die besten Chancen.

Kommentar von StanleyFunny ,

Hast du Erfahrungen mit Physik? Wenn ja, ist das wirklich schwer? Archäologie schlage ich mir nicht aus dem Kopf, weil ich das wirklich mein absoluter Traumberuf ist, aber trotzdem danke für die Warnung! Für was ist die Kombination wichtig? Es geht doch vorallem darum, dass man gute Noten bekommt oder? Setzten manche Unis bestimmte LKS voraus?

Kommentar von MartiniHarper ,

Ich hatte kein Physik im Abitur. Physik habe ich erst richtig im Studium gehabt (Elektrotechnik) und sage dir, dass Physik eigentlich nur Formeln anwenden ist.

Ich bereue es kein Physik im Abitur gehabt zu haben.

LKs werden nirgends vorrausgesetzt, habe ich zumindest noch nie von gehört. Kannst auch Geographie studieren ohne es je gehabt zu haben.

Wenn du dich später für ein technisches Studium interessierst sind deine Noten sowieso egal, weil dort so wenig andrang herrscht das die auch jeden Bewerber nehmen können.

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