Frage von KooriUchiha, 78

Phobie nach Angriff von Hund?

Also es hat damit angefangen, dass ich vor ungefähr einer Woche mit meinem Hund gassi war. Uns ist dann ein Hund entgegen gekommen, von dem ich schon einmal angefallen wurde. Natürlich war der Hund wieder nicht angeleint und ist auf mich und meinen Hund losgegangen. (Mein Hund ist ein Mops, also ein eher kleiner Hund. Der Hund der auf uns losgegangen ist war irgendein Berner Sennenhund Mischling und ging mir ungefähr bis zur Hüfte) Keine Ahnung wie, aber ich hab es geschafft meinen Hund die ganze zeit von ihm wegzuziehen, so das ihm nichts passiert ist. Ich hab dafür einige Schürfwunden, Kratzer und Blaue Flecken abbekommen. Die Besitzerin meinte ihr Hund hätte so etwas noch nie gemacht und das es ihr leid tut. (Was allerdings nicht stimmt, da der Hund schon öfters andere Leute und Hunde angegriffen hat.) Als ich gerade Gassi war, ist mir wieder ein Hund ohne Leine entgegengekommen. Dieses mal war es aber ein kleiner Hund. Er hat auch nichts gemacht sonder mich und meinen Hund begrüßt und ganz fröhlich mit dem Schwanz gewedelt. Jetzt sitz ich hier schon seit ungefähr 10 Minuten auf dem Sofa, zitter extrem und heule. Obwohl nicht einmal etwas passiert ist. Meine Frage ist jetzt, ob ich seit dem Angriff so eine art Phobie haben könnte. Danke schon einmal im voraus :)

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 31

Hi, eine Phobie direkt wohl nicht, aber die Erfahrung war mit Sicherheit traumatisch und es wird sicher nun ein paar Wochen dauern bis du dich wieder sicher fühlst. Für sowas finde ich Hundeschulgruppen total Klasse, vielleicht wäre das ja was für euch beide, erstmal lernt man selber wie man mit so Konfliktsituationen reagieren kann und bekommt so auch wieder ein Stück weit seine Kontrolle wieder und man kann wieder gute Erfahrungen sammeln mit anderen Hunden. Auch ein erste Hilfe Kurs macht sicherer, weil du dann eben auch Wunden selber versorgen kannst und die Situation lernst besser einzuschätzen.

Auch wenn ihr da das Opfer gewesen seit dabei, so kann man eher an sich selber was ändern anstatt andere zu ändern, leider muss man ja immer mit ein Fehlverhalten anderer rechnen und da ist es leichter den Umgang gelernt zu haben. Bin auch schon mit meiner Hündin mehrmals zum Opfer geworden, da hier sehr viele Hundehalter leben und eben nicht alle in der Lage sind ihren Hund oder Hunde artgerecht zu halten und zu erziehen. Verzichte daher auf viel frequentierte Wege von Grosshundehaltern, wo ich weiss das das nicht gut ausgeht, zB ist hier ein Industriegebiet, da sollte man mit Hunden unter 45 cm einfach nicht hin, weil Gefahr besteht totgebissen zu werden, weil die Leute ja genau in dieses menschenleere Gebiet fahren um ihre Bomben ableinen zu können, denn das sind Keine Anwohner und die kommen teilweise kilometerweit angefahren um die Hunde mal 10 Minuten über das Feld zu jagen. Die ersten zwei hatte ich noch gemeldet, nachdem ich auch gebissen wurde aber das ist Sisifuzz Arbeit, weil dafür 5 neue unfähige angefahren kommen. Und leider ist es ja auch so das die sonst auch keine Chance hätten ihre Hunde auch mal laufen zu lassen, da eingezäunten Hundewiesen zB ja wirklich rar sind.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt das man mit kleinen Hunden besser in öffentlichen Parks wo viele Menschen sind aufgehoben ist, denn das meiden meist die Halter die ihre Hunde nicht in Griff haben. Vielleicht solltest die ersten Wochen erstmal an solchen Stellen gehen und wenn dich wieder sicher fühlst es nochmal auf der normalen Route probieren.

Und nicht aufgeben ;) fühl dich mal gedrückt ;) das is nun nur das Adrenalin was das zittern verursacht, das vergeht wieder helfen tut da zB ein warmes Bad oder eine warme Dusche das senkt das Adrenalin ;)

Kommentar von KooriUchiha ,

Danke :) Das Problem ist nur, dass ich in einem Ziemlich kleinen Dorf lebe und es nicht sonderlich viele Orte gibt, an denen man laufen kann. Erste-Hilfe Kurse habe schon mehrere gemacht, da ich in meiner Freizeit oft im THW bin und man dort öfter welche macht. Um ehrlich zu sein ist es mir ziemlich egal, dass ich ein paar wunden abkrieg. Meine größe Angst ist nur, das meinem Hund etwas passiert, da ich in diesem fall keine Ahnung hätte was ich machen sollte •~•

Kommentar von jww28 ,

Ui hm oder kennst evtl jemand mit Hund der mit dir zusammen gehen kann oder mal Freunde fragen, im Trupp fühlt man sich auch als Mensch sicherer. Erste Hilfe Kurs meinte ich eigentlich für Hunde, also nicht das normale für den Mensch, sondern erste Hilfe am Hund, ist ja manchmal doch nochmal anders als beim Mensch der ja kooperiert und sagen kann, wo es drückt, in machen Hundeschulen wird das angeboten. Deine Angst versteh ich, geht mir mit meiner auch nicht anders, so 3,7 kg können sich ja leider gar nicht zur Wehr setzen :( bin da ähnlich, ich gehe dann auch im Nahkampf und lasse mich selber lieber beissen, weil ich das im Gegensatz zu mein Hund eben überleben kann.

Verstehe auch die Leutz nicht, die alles einfach laufen lassen, ich halte sowas für egoistisch und rücksichtslos, weil es andere in ihrer Freiheit drastisch einschränkt. Und eben auch andere traumatisieren, nur weil sie es bequem haben wollen. Kenne das Gefühl wenn man an jeder Ecke erwartet gestellt zu  werden, diese Starre, das zittern und das über kochen der Emotionen weil man sich hilflos fühlt, eigentlich sind das Gewalttäter, nur das die gar nicht wissen was sie anderen damit antuen. Habe also mehr Mitleid, die haben einfach das Pech nicht sehr helle zu sein und sind wohl unfähig Empathie zu anderen Lebewesen aufzubauen. ;)

Antwort
von Goodnight, 10

Eine Phobie ist das nicht, aber du hast verständlicherweise Angst vor einer erneuten Begegnung mit dieser Person und ihrem Hund.

Zeig die Dame an. Erfahrungsgemäss braucht es 3 Anzeigen, bis etwas geschieht.

Versuche der Frau rechtzeitig und weiträumig aus dem Weg zu gehen.

Mit einem geöffneten Schirm klappt es meistens sehr einfach einen anderen Hund auf Distanz zu halten.

Fang bloss nicht an allen Hunden aus dem Weg zu gehen, das verschlimmert alles noch. Suche dir und deinem Hund viele gute Hundebegegnungen.

Antwort
von oki11, 39

Eine Phopie ist es nicht, aber leider hast Du wegen der Unachtsamkeit der Besitzerin ein Trauma erlebt und natürlich jetzt Angst/ Panik die dich zittern lässt.

Leider wird diese Angst auch lange anhalten.

Wichtig ist nur und das ist leider das blöde daran, dass Du dich der Situation stellst.

Wenn Du beim nächsten mal einen Hund mit Halter auf Dich zukommen siehst( Hund nicht angeleint ) dann bleib stehen und ruf laut.

Bitte leinen Sie Ihren Hund an! / und wenn das geschehen ist, dann geh dran vorbei.

Ich hoffe Du wirst die nächste Begegnung gut meistern-

Antwort
von Bitterkraut, 29

Weißt du denn, wie die Besitzerin den "Angreifer-Hundes" heißt? du solltest den Vorfall beim Ordungsamt melden. Du kannst aden Hund und die Besitzering und deren Laufgebiet auch beschreiben, da sollen die Leute vom Ordnungsamt mal die Augen aufhalten.

Was dich angeht, du hast keine Phobie, sondern einen kleinen Schock. Mach dir ne Tasse Tee, und, falls du sowas hast, nimm eine Dosis Arnica D6 oder 12 und in einer Stunde noch eine. Arnica ist ein sehr bewährtes Schockmittel. Dann leg dich zu deinem Hund, schmuse mit ihm, so könnt ihr euch gegenseitig beruhigen.

Alles Gute, mach dir keine Sorgen, das wird wieder.

Kommentar von KooriUchiha ,

Ja die Besitzerin ist bei uns im Dorf nur allzu bekannt, da ihr Hund schon öfters andere angegriffen hat. Es haben sich auch schon mehrere beschwert, aber scheinbar hilft alles nichts. Sie schiebt es immer darauf das der Hund eigentlich ihrem Mann gehört.

Kommentar von jww28 ,

Hi, das nutzt ihr nix. Die leben in ein Haushalt, er ist der Halter und sie die Hundeführerin so sind genaugenommen beide auch Schuld, der Halter weil er sein Hund mit ein ungeeigneten Hundeführer rausschickt und sie weil sie trotz Gefahr rausgeht mit den Hund. Rechtlich müssten beide ein drüber kriegen.

Kommentar von oki11 ,

Super Vorschlag und dann wird der Hund für das Felverhalten des Halters mit Leinenzwang / oder noch schlimmer Maulkorbzwang bestraft.

Oft hilft einfach nur Reden.

Es reicht schon den Hundebesitzer von weitem darum zu bitten seinen Hund anzuleinen!

Kommentar von Bitterkraut ,

Nein, da wird nicht der Hund bestraft, sondern der Besitzer zur Ordnung gerufen. Und wenn der Hund ohne Leine unverträglich ist, gehört er eben an die Leine.

Kommentar von KooriUchiha ,

Eigentlich gibt es bei uns sogar eine Leinenpflicht. Trotzdem hält sich bestimmt die hälfte aller Hundebesitzer nicht daran...

Antwort
von MrAnonymGuy, 6

Ich würde es sofort mit einem Hund versuchen in Kontakt zu treten den du kennst den du magst der nett ist.
Falls er wild wird dreh dich um und bleib stehen oder Lauf weg aber nie Rennen denn sonst denken die Hunde (meistens) du willst mit ihnen spielen...
Ich hoffe du bekommst bald Zuversicht. ..
Ich habe selber einen 13 wichtigen Hund seit 3 Wochen und es ist genauso wie mit großen wenn du wegrennst rennt er hinterher....
Sei zuverlässig und dann wirst du es schaffen...
Ich würde bei einer weiteren Begegnung auf den Schwanz des Hundes schauen.
Wenn er hoch ist kannst du auf ihn zugehen aber ich würde eher ihn auf dich zugehen lassen dass er merkt dass du nett bist. .
Evtl mit leckerlies oder so....
Wenn er den Schwanz einzieht bzw zwischen den Beinen hat würde ich den Hund meiden da dass ein Zeichen der Angst ist bzw des Unbehagens....
Ich hoffe es hilft dir!!

LG MrAnonymGuy

Antwort
von DasPj, 46

Ich würde es nicht als Phobie bezeichnen, immerhin hast du wahrscheinlich keine Angst vor jedem Hund, sondern dann speziell vor denen, die dich attackieren würden. Da solltest du aber nicht auf die Hunde selbst, sondern auf die Besitzer/Erzieher böse sein. Im Normalfall sind es die großen Hunde, die feige sind 😅

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 39

Ich denke, dass Dein Problem die Hilflosigkeit und das Gefühl des Ausgeliefertseins ist. Deshalb denke ich, dass Du aktiv werden solltest, um Sicherheit zu gewinnen.

Zunächst würde ich die Halterin des Hundes beim Ordnungsamt anzeigen. Bitte namentlich (mit ihrem und Deinem Namen) und schriftlich, weil das Amt sonst nicht tätig wird.

Dann würde ich eine Stunde bei einem Hundetrainer buchen, der mit Dir Hundebegegnungen übt. Dadurch bekommst Du einerseits Optionen an die Hand, um zu reagieren, und zusätzlich kannst Du sie direkt ausprobieren und hast jemanden bei Dir, der Dir dabei die notwendige Sicherheit gibt.

Zum Schluss würde ich mir Bücher besorgen, in denen Du etwas mehr über die Körpersprache der Hunde erfährst. So lernst Du, Hunde einzuschätzen, die auf Dich zukommen und gewinnst auch damit noch mehr Sicherheit. Sehr gut, wenn auch etwas teurer, finde ich dieses Buch: http://ecx.images-amazon.com/images/I/514hXnO7p5L._SX258_BO1,204,203,200_.jpg

oder den Klassiker als DVD: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51FhVCaS5lL._SY445_.jpg

Alles Gute für Dich!

Antwort
von Theresa5, 27

Hallo,

erst einmal ist es ganz toll, daß Du diese Begegnung so gut gemeistert hast. Jetzt im Nachhinein hat sich der Schock von der ersten dramatischen Begegnung gelöst, das ist ein gutes Zeichen.

'Wenn Du jetzt erst einmal zitterst und weinst ist das eine natürliche Reaktion. Lasse es einfach geschehen.

Ich denke nicht, daß Du eine Phobie entwickelt hast. Diese ganzen aufregenden Begenungen mit Hunden "die nichts tun" kenne ich auch. Es braucht einfach Zeit, bis Du wieder sicher und gelassen bist. Das schaffst Du auch, weil Du Deinem Mops diese Sicherheit vermitteln musst.

Alles Liebe für Euch

Antwort
von BiartschBoo, 36

Ich würde eine Phobie ausschließen da du sost vor allen Hunden Angst haben müsstest, ich denke das es eher eine Reaktion auf ein traumatisches Erlebnis ist

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