sheela2011 am 30.11.2007 um 16:25 Uhr
Ich habe mir lange überlegt ob ich diese Frage überhaupt in GF stellen kann und brauche wirklich dringend Rat. Jedesmal wenn eines meiner Kinder einen Magen - Darminfekt hat und dabei erbricht bekomme ich regelrechte Panikattacken. Diese Attacken aüßern sich in Atemnot, Schweißausbrüche, Zittern und Angstzuständen. Es ist jedesmal schlimmer. Es reicht schon aus diese Attacken auszulösen wenn nur eines meiner Kinder sagt es hat Bauchschmerzen oder ihm ist Übel. Mein Mann hat dafür überhaupt kein Verständnis, ( O-Ton: stell Dich nicht so an, es sind deine Kinder ) . Ich würde gerne dagegen angehen, aber wie?

Ich kenne das, mir geht es genauso - Du bist also nicht die einzige mit der Angst vor Erbrechen. Soetwas kann schon mal ein wenig beruhigen.
Mir geht es oft so, dass nur einer komisch schauen muss in der Ubahn und ich habe sofort Panik, dass der sich gleich übergeben muss.
Hast Du schlechte Erfahrungen gemacht damit? Versuch mal in Dich hineinzuhorchen, woher diese große Angst kommt.
Ich habe zwar die Quelle meiner Angst ausfindig machen können, die Angst an sich habe ich allerdings noch nicht so recht besiegen können ... dazu muss man wohl viel an sich arbeiten.
Tut mir leid, dass ich Dir jetzt keinen brennend heißen Tipp geben kann, was dagegen hilft, den hätte ich auch oft gern.
So sind es wohl ganz menschliche Ängste die sich darin kanalisieren und abbauen kann man sie wohl nur Stück für Stück ... aus eigener Erfahrung am ehestern über die Annäherung an den eigenen Körper.
Liebe Grüße und alles Gute von reggiani (Dipl. Psychologin)

es muß einen grund für die panik-anfälle geben, und den kann wohl nur ein geschulter psychotherapeut finden. bis er gefunden ist, verspricht linderung die anwendung von bachblüten-notfalltropfen, im akuten panikfall alle halbe stunde vier tropfen auf die zunge.
kannst du ein ereignis aus früher kindheit erinnern, wo es um erbrechen ging, bei dir oder jemandem in der nähe? zb bei keuchhusten mit brechwürgen? ein derartiges erlebnis kann dahinterstecken.
sheela2011 am 30. November 2007 19:19 Ja, kann mich an ein Erlebnis aus meiner Kindheit erinnern. Ich bin das jüngste von fünf Kindern und noch dazu das einzige Mädchen, wurde von allen verhätschelt, mein 6 Jahre jüngerer Bruder denke ich war Eifersüchtig, er hat mich fast täglich gezwungen mir den Finger in den Hals zu stecken bis zum Erbrechen, und ich denke durch dieses ständige erzwungene Erbrechen hat sich meine Phobie dagegen entwickelt. Aber bitte keine negativen Bemerkungen über meinen Bruder, er war damals 10 Jahre alt und ich war vier.
Patron am 30. November 2007 19:52 hallo sheela, wie ich sehe, hat meine frage aufs zentrum gezielt. (liebe monikla, ich habe wirklich ahnung davon, worüber ich hier schreibe!) es geht jetzt um himmels willen nicht um schuldzuweisungen an deinen bruder, sondern um das loslassen eines alten unbewältigten konflikts. deine panik-attacken stellen allerdings so etwas wie schuldzuweisungen dar, und deshalb geht es um das verzeihen, verzeihen können. schreib dem bruder einen brief, den sollst du gar nicht abschicken, aber in den sollst du das ganze problem abladen, und sollst ihm verzeihen, was er bei dir angerichtet hat. das muss so ausführlich sein, dass du anschließend deine schultern befreit fühlst, die alte last ist abgeworfen. wenn der brief einige tage gelegen hat, verbrenn ihn. ich denke, danach wirst du die bachblüten nicht mehr brauchen. und lass dich nicht davon stören, dass monikla ihrerseits einen anfall bekommen will... das ist ihr problem, kümmer dich um deins.
Monikla am 30. November 2007 19:23 Ich bekomme auch bald einen Anfall.
Hier wird über schlimme Panikattacken geredet und als Lösung werden Rrescue Tpf. (Bachblüten) angeboten.
Vielleicht hat ja noch jemand nen Tipp, welche Schüssler Salze bei Panikattacken helfen ?
PS: Ich fände es gut, wenn nicht so leichtfertig etwas geschrieben wird, ohne wirklich Ahnung davon zu haben.
Die Tipps von REGGIANI finde ich dagegen als sehr kompetent und seriös :-)
shagdalbran am 30. November 2007 23:08 Na, machen wir wieder auf Ferndiagnose? Abgesehen von Deiner Intensivwerbung für bestimmte Produkte ("ausschließlich die mittel von firma dr. hauschka"), halte ich Dein Verhalten und Deine so genannten Ratschläge allmählich für gefährlich. Wie kann man Hardcore-Scharlatanen wie Dir das Handwerk legen?
Shag d'Albran
Patron am 1. Dezember 2007 15:05 mein lieber, was schreibst du da wieder für ein dummes zeugs, sorry, wo habe ich eine diagnose gemacht? ich habe geraten zum geschulten psychotherapeuten, ich habe bis dahin ein mittel wenigstens zur linderung fürs erste empfohlen (mit dem ich als experte wirklich sehr gute erfahrungen gemacht habe in solchen fällen!), ich habe fragen gestellt. dein vorwurf einer "ferndiagnose" ist mittlerweile einfach dummerhaftig, würde man im norden formulieren. in deinem profil ist zu lesen, dass du dich nicht als experte für irgendetwas hast registrieren lassen, ich schlage vor, dich als "Experten-Beschimpfer" einzutragen.
sheela2011 am 2. Dezember 2007 18:49 @Patron ich möchte auch Dir für deinen Rat danken, aber ich habe meinem Bruder nie irgendwelche Schuld an meinen Panikattacken gegeben ( hab mich an die Ereignisse ja auch erst auf gezielte Fragen des Kinderarztes meiner Söhne wieder daran erinnert ).
Patron am 3. Dezember 2007 02:38 hallo sheela, ich schrieb oben "es geht jetzt um himmels willen nicht um schuldzuweisungen an deinen bruder, sondern um das loslassen eines alten unbewältigten konflikts. deine panik-attacken stellen allerdings so etwas wie schuldzuweisungen dar", und das meinte ich auch so. das bedeutet, die schuldzuweisung ist ins unterbewußtsein verschoben, weil das bewußtsein sie nicht erträgt.
Noch ein Zusatz ... meist verbergen sich hinter solchen Ängsten leichte oder aber auch massive Zwangsneurosen ... durch verhaltenstherapeutische Maßnahmen kann man diesen jedoch gut entgegenwirken.
Ich glaube zu wissen wo diese Phobie herkommt, Ich habe mich dem Kinderarzt meiner Söhne anvertraut, er stellte mir gezielt Fragen und hat dann auch gemeint das es aus diesen Kindheitserlebnissen kommt, er wusste aber auch nicht wie ich dagegen ankommen kann, Ich würde das ganze so gerne bekämpfen da jedesmal schon Streit mit meinem Mann vorprogramiert ist.
Bei mir liegt die Ursache der Phobie ebenfalls in der Kindheit. Du scheinst sehr darunter zu leiden, deshalb würde ich Dir empfehlen wirklich mal einen Verhaltenstherapeuten hinzuzuziehen . Ich denke damit könntest Du Dir sehr helfen und so wie ich das Problem aus eigener Erfahrung sowie auch von wissenschaftlicher Seite her einschätze, bedarf es dazu nicht unbedingt einer Langzeittherapie, auch wenn es schwierig ist das alles nochmal auszugraben. Falls Dir das eher liegt könnte auch eine Psychoanalyse weiterhelfen. Psychoanalytiker jedoch werden Dir keine genaue Handlungsanweisung zur Überwindung der Angst geben können - die Veränderung kommt eher aus der eigenen Person heraus und der veränderten Selbstsicht zustande. Wofür Du Dich entscheidest ist maßgeblich davon abhängig, ob es sich (lediglich) um eine zwangsneurotische Angststörung handelt, die sich über Jahre manifestiert hat (Verhaltenstherapie) oder um ein grundlegendes Entwicklungsproblem (das klingt jetzt heftig, aber ich meine damit eher eine Art weitgreifende Persönlichkeitskomponente, die diese Angat ausdrückt) - dann würde ich eher zu einer Psychoanalyse raten.
Ich danke Dir für deine Fürsprache und Ratschläge, ich werde mich meinem Hausarzt anvertrauen mal sehen ob der mich an einen Therapeuten weiterleiten kann.
Ja, ich denke das ist ein guter Weg - Alles Gute für Dich!
Auch wenn's nicht "hier her gehört": Das war doch mal ein schöner Dialog. DH für beide.
@ Kabark: Ja, das finde ich auch ... Danke Dir :-)
Danke auch von mir.