Frage von NosUnumSumus, 91

(Philosophische Frage) Ab wann ist eine Lüge eine Lüge?

Wenn ich unwissentlich etwas Falsches erzähle, kann man dann davon sprechen, dass ich gelogen habe? Oder muss dann anerkannt werden, dass ich es nicht besser wusste und es für mich die Wahrheit war?

Und außerdem, was ist wahr und was nicht? Ist Wahrheit (oftmals) nicht ein subjektiver Standpunkt?

Und wenn es um Ursache und Wirkung geht, ist es wirklich möglich, den Grund des Verlaufs der Dinge zu erfassen oder ist es vielmehr ein Zurückreisen in der Zeit bis an den Ursprung unseres Universums, da daraus ja alle Reaktionen hervorgehen? Und in diesem Kontext wäre ja dann in der Argumentation jeder Grund für ein entsprechendes Verhalten in einer bestimmten Situation nichts weiter als eine weitere Reaktion in der Kette von Ursache und Wirkung und somit kein Grund, also eine Lüge, oder?

Was meint Ihr? :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Illuminaticus, 5

Du koenntest also sagen, weil die Welt erschaffen wurde, deswegen log ich, oder im gleichen Atemzug, sagte ich die Wahrheit. Also alles was vorher passierte, fuehrte zur Wahrheit oder Luege.

Also bist du davon erloest, weil du keine Schuld hast, alles ist so gekommen wie es ist und du konntest nichts tun es zu vermeiden.

Dieses Luege/Wahrheit Ding ist in der Dualitaet ein grosses Thema, obwohl es das nicht gibt, alles ist relativ, des einen Luege ist des anderen Wahrheit.

Es gibt natuerlich eine absolute Wahrheit, aber die ist nicht im Auesseren zugaenglich, sondern nur in dir selbst, also selbst erfahrbar.

Die absolute Wahrheit laesst dich erkennen, das die Suche nach Wahrheit oder Luege ein Spiel ist und wenn du den erkennst, der das spielt, dann hast du dich selbst erkannt und bist frei von Spiel und Illusion.

Also erkenne die absolute Wahrheit und du bist frei!

Antwort
von Hamburger02, 15

Rein juristisch gesehen liegt eine Lüge dann vor, wenn wider besseren Wissens eine Tatsache behauptet wird, die keine ist. 

Es muss sich also um eine Tatsachenbehauptung handeln und nicht um eine bloße Vermutung oder Einschätzung.

Und es geschieht absichtlich, wenn man weiß, dass es tatsächlich anders ist.

Antwort
von leihwagen, 7

man kann ahnung haben oder man kann eine meinung haben. wenn du ahnung hast, solltest du dich durch wissen/ fakten ausdrücken. falls du eine meinung hast kannst du erzählen was du bock hast. ob das nun gelogen ist oder nicht spielt auch keine rolle, weil es deine meinung ist.

Antwort
von TechnologKing68, 23

Eine Lüge geschieht vorsätzlich, doch wenn man die Wahrheit nach einer unabsichtlichen Falschaussage stehen lässt und weiter bekräftigt, ist es eine Lüge.

Antwort
von Grautvornix16, 17

Um deine Frage in bester philosophischer Manier auf einen logischen Kern zu reduzieren, der deshalb vielleicht auch noch einen Informationsgehalt hat (alle von dir sonst noch formulierten Nebenaspekte füllen als eigene Themen eigene Bücher, haben aber mit deiner Frage nichts zu tun):

Lügen ist die bewußte, kognitiv-strategisch organisierte Täuschung eines anderen zum Zweck des eigenen Vorteils. - Lügen ist vorteilsmotiviertes Hintergehen.

Der Rest ist "Meinung", "Irrtum", "Mißverständnis", "Gut-gemeint-aber-schlecht-gemacht", "Gemeint-aber-nicht-gesagt", "Gemeint-aber-nicht-verstanden", "Gewissenszwickmühle", "(Gewissens- oder Angst-) Not-"Lüge", usw. usw. - eben alles was das sozio-psychologisch-babylonische Wirrwar so hergibt. ;-)

Antwort
von Dxmklvw, 17

Als Lüge empfinde ich es, wenn jemand wissentlich etwas Unwahres behauptet, egal, aus welchem Motiv heraus.

Aus einem Irrtum heraus die Unwahrheit sagen empfinde ich dagegen einfach nur als "Irrtum".

Es wird aber dann wieder relativiert wird, wenn demjenigen, der sich vermeintlich irrt, ein Argument entgegengebracht wird, das er nicht entkräften kann und auch nicht  bereit ist, klarzustellen, daß seine Behauptung nur seine Meinung ist oder etwas, daß er vom Hörensagen her kennt.

Antwort
von Eselspur, 14

Ein Irrtum ist keine Lüge. Er soll aber einladen, das nächste mal vorsichtiger zu formulieren.

Wahrhaftigkeit ist eine Einstellung, die man vielleicht zwar nicht 100% hat, aber doch anstreben kann.

Auch wenn 100% Objektivität nicht gibt, so gibt es doch Wahrheit und Lüge - und  es gibt auch die persönliche Meinung.

Antwort
von Suboptimierer, 41

Wenn du mit Absicht jemanden täuschen willst, mit einer Aussage, die du für falsch hältst, dann lügst du.

Die Absicht ist entscheidend und macht die Lüge wertbar. Es gibt keine "zufällige" Lüge.

Antwort
von amdros, 43

Wenn ich unwissentlich etwas Falsches erzähle

Nein..für mich ist dann eine Lüge..wenn ich bewußt etwas falsches sage.

Unwissentlich..du hast es nicht besser gewußt, also kann man dich dann nicht einer Lüge bezichtigen.. eine ganz simple Erklärung..oder?!

Kommentar von antwortbittejup ,

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Eine vergleichbare Situation ist z.B. Üble Nachrede. Da wird man auch bestraft, obwohl man es nicht besser wusste.

Kommentar von maxim65 ,

Das hat nichts miteinander zu tun. 

Kommentar von amdros ,

Darum geht es in der Frage nicht. Du solltest nicht Äpfel mit Birnen vergleichen @antwortbittejup

Kommentar von antwortbittejup ,

Deswegen ist es ja auch ein Kommentar auf die Antwort. Nächstes Mal solltest du besser lessen.

Kommentar von amdros ,

Und du..bleib bitte beim Thema!

Kommentar von Ahzmandius ,

Ist zudem auch Strafrechtlich sogar falsch

Antwort
von Pfadfinder17, 35

Ich würde sagen wenn ich wissentlich etwas Falsches erzähle um die Anderen zu täuschen und hinters Licht zu führen oder um mir einen Vorteil zu verschaffen, dann ist es eine Lüge. Wenn ich unwissentlich etwas Falsches erzähle ist es halt nur Ahnungslosigkeit.L.G.

Antwort
von maxim65, 30

Eine Lüge ist es dann wenn du wissentlich was falsches erzählst.

Und die Wahrheit ist irgendwo da draussen.

Antwort
von achimhausg, 7

Lüge bedingt Vorsatz, wie etwa Mord auch.

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