Frage von Izzyxxxx, 26

Philosophie: Was denkt ihr?

Ich interessiere mich sehr für die Theorien der Philosophien. Würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung über folgende Fragen mitteilen würdet. Was geschieht nach dem Tod? Was ist der Sinn des Lebens? Was ist jenseits unseres Universums?

Antwort
von sarahj, 12

Tod:
man ist nicht mehr. Das Bewusstsein ist an das Hirn gebunden. Es gibt keine "Seele" ohne es. Es ist wie die 13 Mrd Jahre vor meiner Geburt.
Ich löse mich in meine Bestandteile auf, werde recycled, und wieder woanders eingebaut. Und irgendwann werden wir alle wieder zu Sternenstaub, denn da kommen wir her.


Sinn:
wir müssen uns den Sinn selbst machen.
Will es nicht nochmal wiederholen, da schonmal geschrieben: https://www.gutefrage.net/frage/wie-schaffe-ich-es-volle-100-zu-leben#answer-185...

Jenseits:
werden wir nicht herauskriegen, also lass uns erst mal die Probleme hier vor Ort angehen (die wir hauptsächlich durch Leute haben, die glauben absolut zu wissen, was jenseits des Universum ist)

Antwort
von DepriBeutel, 24

Ich denke die traurige Wahrheit ist, dass das Leben keinen Sinn hat. Evolutionsbiologisch ist der Mensch ein Produkt des Zufalls. Früher konnte der Mensch durch seinen Glauben einen Sinn in seiner Existenz sehen (z.B. Herrschaftsauftrag). Heutzutage ist der Großteil unserer Gesellschaft eher atheistisch und durch die ganzen Entdeckungen der Wissenschaften ist so eine Berufung auf den Glauben gar nicht mehr möglich, weshalb heutzutage immer mehr Menschen Selbstmordgedanken haben, da sie in ihrem Leben keinen Sinn mehr finden können. Andere machen wiederum andere Menschen zu dem Sinn ihres Lebens, z.B. wenn man Kinder hat. Das ist meine Auffassung zu diesem Thema. Auch was die anderen Antworten angeht. Kein Leben im sogenannten jenseits, die "Seele" stirbt damit, dass das Gehirn nicht mehr arbeitet. Jenseits unseres Universums ist alles möglich. Ich meine wer weiß schon, was dieses große "Nichts" ist, in welchem wir uns befinden.

Antwort
von Haldor, 6

Die Erkenntnistheorie Kants hat wesentliche Aussagen über das „Übersinnliche“ gemacht; sie besagt, dass die bisherige (bis Kant) praktizierte Metaphysik ( = Dinge hinter der Wirklichkeit, das Übersinnliche) unsinnig ist. Erkenntnis erfolgt nach Kant in Urteilen. In diesen Urteilen werden die Anschauungen, die aus der Sinnlichkeit (den Erfahrungen) stammen, mit den Begriffen des Verstandes verbunden (Synthesis). Sinnlichkeit und Verstand sind die beiden einzigen, gleichberechtigten und voneinander abhängigen Quellen der Erkenntnis. Gedanken ohne Anschauungen sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. [Merke also eine wesentliche Aussage der Erkenntnistheorie Kants: alle Erkenntnis ist an die Erfahrung gebunden.] Allen voran sind die Aussagen, welche die alte Metaphysik über Gott machte (z.B. dass er der Urheber der Welt, der unbewegte Beweger des Universums, der allererste Anfang ist), zu verwerfen. Der Mensch kann kraft seines Verstandes nur Aussagen über Dinge machen, die zu seinem Erfahrungsbereich gehören. Phänomene wie Gott, Unsterblichkeit der Seele, Allmacht Gottes, Existenz seit Ewigkeiten, Leben nach dem Tode können niemals zum menschlichen Erfahrungsbereich gehören, also kann man über diese „Dinge“ auch keine Aussagen machen. Gedanken, die man sich trotzdem über diese „Dinge“ macht, sind leer, weil sie bar jeglicher Sinnlichkeit sind. - Da jetzt durch diese Aussagen Kants der Erkenntnis des Menschen enge Grenzen gesetzt sind, gibt es zwei Möglichkeiten: Für die einen, die Agnostiker, bedeutet Kants Erkenntnistheorie die Bestätigung ihres Agnostizismus (milde Form des Atheismus). Man kann über den metaphysischen Bereich keine Aussagen machen; also ignoriert man ihn, lässt den lieben Gott einen guten Mann sein. Irgendwelche Aussagen sind ohnehin nichts als Märchenerzählungen. Für die anderen tut sich gerade jetzt ein starkes metaphysisches Bedürfnis auf. Denn dass es den metaphysischen Bereich gibt, darüber gibt es eindeutige Belege. Schopenhauer nennt z.B. den Lauf der Zeit, die ohne Anfang und Ende ist, die also sozusagen in die Ewigkeit hinausläuft. Dann nennt er die Naturkraft, die schlechthin unerklärlich ist. Auch die unendliche Teilbarkeit der Materie und die Unendlichkeit des Weltraums werden von ihm genannt. Da unsere Vernunft über diese Dinge keine sinnvollen Aussagen machen kann, diese „Dinge“ aber vorhanden sind, besteht für viele, wenn nicht die meisten, das starke Bedürfnis, sich bei den Religionen Auskünfte zu holen. Die Kant'sche Erkenntnistheorie hat als nicht zum Ende, sondern gerade zum Aufschwung des metaphysischen Bedürfnisses des Menschen geführt. – Du musst dir also bei den Religionen Auskünfte einholen, was nach dem Tode folgt. Sie nennen das „Glaubensgewissheit“. Z.B. das Christentum: nach dem Tode folgt das göttliche Gericht (s. u.a. Matthäus Kap. 7) oder der Buddhismus: nach dem Tode folgt die Wiedergeburt und ein Leben gemäß dem „Karma“ (Taten) im Vorleben.

Antwort
von FallGemuese, 26

Meine Meinung ist, dass man nach dem Tod in die Rolle einer neuen Person schlüpft. Man vergisst alles und ist praktisch wieder ein Baby.

Der Sinn des Lebens, ich kann nur für mich sprechen, ist es den Menschen, die man liebt, ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Es kommt natürlich immer auf die Mittel an die zur Verfügung stehen, aber manchmal reicht auch schon ein lächeln um den Menschen gegenüber glücklich zu machen. Auf der anderen Seite geht es natürlich auch darum, das erlebt zu haben, was man schon immer erleben wollte. Wenn man vor seinem Tod sagen kann "Ich bin zufrieden mit dem was ich erlebt, geschaffen und getan habe" hat man meiner Meinung nach alles richtig gemacht ;-)

Jenseits des Universums....dazu schreib ich jetzt nichts, das wäre zu abgespaced ^-^

Kommentar von Izzyxxxx ,

Leben um andere glücklich zu machen und das Leben an Erlebnissen messen ... finde ich gut :)

Kommentar von FallGemuese ,

Mich würde nun mal DEIN Sinn des Lebens interessieren, wenn ich denn fragen darf :)

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