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Erst vor Kurzem wurde Birte Schelling, 29, mal wieder gefragt, was sie beruflich mache. Sie stand mit einer Flasche Astra in der Hand an der Theke einer Kneipe im Hamburger Schanzenviertel. Es war das zehnjährige Abiturtreffen; ab und an nahm sie einen Schluck und war eigentlich ganz zufrieden mit ihrem bisherigen Leben. Bis Mark auf sie zukam, ein ehemaliger Mitschüler, der gerade seine Doktorarbeit in Physik schreibt, und fragte: »Und? Was machst du jetzt so?«
Der Elfenbeinturm ist nur noch einer von vielen Orten, an denen man heute der Philosophie begegnet. Im Philosophischen Quartett im Fernsehen fragt Peter Sloterdijk, ob die Welt noch zu retten ist. In den Feuilletons der Zeitungen denkt Jürgen Habermas über den freien Willen und Europa nach. Der Ex-Kulturstaatsminister und Philosophieprofessor Julian Nida-Rümelin philosophiert im Radio über Demokratie und Wahrheit. Philosophen sind gefragt wie nie: Darf man, wie im Fall des Kindermörders Magnus Gäfgen, in einem Rechtsstaat Folter androhen, um Menschenleben zu retten? Sollte Sterbehilfe erlaubt werden? Wie gerecht ist unser Wirtschaftssystem? Die Nachfolger von Aristoteles, Kant und Heidegger sollen helfen, Lösungen für die drängenden Fragen der Gegenwart zu finden.















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