Frage von Schokitimee, 81

Was kann ich ansprechen beim Thema Philosophie --> Das Ich?

Hallöchen!! In Philosophie habe ich das Thema "Das Ich" und soll dazu 20 Minuten eine Präsentation halten.

Ich wollte auf jeden Fall das Es, das Ich und das Über-Ich ansprechen und nochmal etwas über Sigmund Freud sagen. Außerdem wollte ich auch ansprechen, dass die Menschen früher nicht so das Problem mit dem "Ich" hatten, weil die früheren Menschen nicht wirklich über ihre Zukunft entscheiden konnten. Ein Bauer blieb Bauer und ein Adeliger eben adelig. Somit muss man heute viele wichtige Entscheidungen treffen und hat große Angst vor einer schlechten. Deshalb weiß heute kaum noch jemand, was er mal werden möchte und nur in einem sind sich fast alle einig. Jeder will anders als alle anderen sein.

Aber das reicht nicht für 20 Minuten. Habt Ihr vielleicht Ideen und sollte ich auch die Identität ansprechen?

Ganz liebe Grüße :)

Antwort
von SCFuchs, 33

Hallo!

Auch wenn ich deine Frage glaube ich falsch verstanden habe, hier ein paar kleine Ideen:

 - Was verfolgt der Mensch als seines (bezogen auf das global-philosophische Ich)

- Ist jeder Mensch gleich? Untersuche die sogenannte "Ideenlehre" vom griechischen Philosophen Platon. Überlege, woran es liegt, dass du ein Pferd immer sofort als ein Pferd erkennen wirst, und nicht als einen Hund, beispielsweise. Vergleiche deine Gedankengänge mit denen von Sokrates, Platon und Aristoteles.

- Ist der Mensch eine höheren "Berufung unterlegen"? Ist er Teil einer größeren Sache, eines größeren Komplexes? Denke so: Wir Menschen stellen uns aus unserer eigenen Ignoranz heraus über andere Wesen, auch wenn wir eigentlich alle wissen, dass das Überleben ohne diese "Untergeordneten" nicht möglich wäre. Wir zerstören also als Menschheit unsere eigene Lebensgrundlage. Mache dir Gedanken darüber und bringe diese in einen Zusammenhang zu deinem Them "Ich - ...".

Ich weiß, ich bin sehr vom Thema abgekommen, aber ich hoffe trotzdem, dass ich dir helfen konnte!

SCFuchs

Antwort
von berkersheim, 23

Schaue mal nach: Wikipedia: Erlebnisgesellschaft und dort unter Herkunft die Begriffe Innenerlebnis und Außenerlebnis.

Oder auch:

http://www.gerhardschulze.de/wp-content/uploads/rez/Rezension_Merten.pdf

Auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es einen langen Beitrag zur Erlebnisgesellschaft.

Außenerlebnis bedeutet ja, dass das Selbstempfinden und die Werte der Menschen mehr von Außenfaktoren (gesellschaftlichen, Religion, Naturabhängigkeit) bestimmt sind oder gar ganz darin gefangen. Wovon das Ich, das Überich und das Es geprägt werden, hängt auch sehr davon ob, wie weit von von wem das Außenerlebnis geprägt wird und wieviel Raum für das Innenerlebnis bleibt. Die von Schulze empirisch eingeteilten Erlebnismilieus sind heute Grundlage jeder Marketinguntersuchung.

Kommentar von cJ0815 ,

ich entschuldige mich für die frage... aber welche reputation hat der autor des verlinkten textes?

einen politschen posten einzunehmen entspricht für mich keiner aussagekräftigen reputation

Kommentar von berkersheim ,

Prof. Dr. Gerhard Schulze ist Professor für Soziologie und hat das Verdienst, unser Menschenbild (Wer bin ich - und wenn ja wieviele) aus soziologischer Sicht mit empirischen Grundlagen versehen zu haben. Das Thema "empirische Milieustudien" hat von ihm einen Rahmen und Namen erhalten. Außerdem hat Kant zum Selbstdenken aufgefordert, nicht zur Reputationsgefolgschaft. Letzteres ist kein Teil des Projekts Aufklärung.

Antwort
von Satori1234, 44

Wer bin ich - und wenn ja wie viele?: Eine philosophische Reise

http://www.amazon.de/Wer-bin-ich-viele-philosophische/dp/3442155282/ref=sr_1_1?i...

da steht alles drin was du suchst und noch viel mehr!

Kommentar von Schokitimee ,

Das habe ich auch schon gesehen und auch ein Interview von ihm auf Youtube, aber wenn das buch echt so gut ist und du es mir auch gleich empfehlen musst, dann werde ich mir das wohl gleich holen :) 

Danke für die schnelle Antwort, aber ich bin natürlich über jede hilfreiche Antwort froh hehe ;)

Kommentar von Satori1234 ,

super, dann bekomme ich meine verkaufsprovision 50€

Kommentar von Schokitimee ,

:D sehr gut

Antwort
von cJ0815, 36

verzeih die frage... was unterscheidet den feudalen bauern vom fabrikarbeiter von heute? 


Kommentar von cJ0815 ,

Außerdem wollte ich auch ansprechen, dass die Menschen früher nicht so das Problem mit dem "Ich" hatten, weil die früheren Menschen nicht wirklich über ihre Zukunft entscheiden konnten. 

die frage ist nur auf diesen einen satz bezogen

Kommentar von Schokitimee ,

Naja ich meine damit, dass man sich zb Heute hocharbeiten kann oder auch ein recht auf Bildung hat. Früher war es ja eher so, dass z.B. der Sohn den  Beruf verüben musste, wie der Vater. Oder die Menschen konnten garnicht das Lesen und Rechnen erlernen und somit nie etwas "besseres" werden. Das hat sich ja erst mit der Zeit geändert.


Kommentar von cJ0815 ,

ich will dich nicht mit absurden thesen bzgl der heutigen bildung langweilen... aber allgemeingültig ist das konzept der für jeden zugänglichen bildung sicher nicht^^

und um auf die absurden theorien zurückzukommen: welche qualitität hat denn die bildung?

Kommentar von nifirm ,

Der feudale Bauer würde gar nicht auf die Idee kommen, dass er in ne andere Stadt umziehen könnte, denk ich. Er hat gar keine Möglichkeit, gesellschaftlich aufzusteigen und lebt fest in seiner Ordnung, ohne sie zu hinterfragen, weil er es einfach so hinnimmt. Ein Fabrikarbeiter kann doch (mit genug Geld) theoretisch noch alles erreichen. Er kann als freier Mensch Beschwerden einreichen wenn er ein Problem mit den Arbeitsbedingungen hat (zumindest sollte das so sein) oder wenn das nicht den Menschenrechten entspricht (sagen wir er ist in Deutschland). Vielleicht sehen das die Kinder, die für irgendwelche Firmen Sachen nähen müssen, anders, aber sie sind immer noch Menschen und keine Leibeigenen. LG nifirm PS.: So viel Ahnung hab ich nicht, aber so stell ich mir das vor :)

Kommentar von Schokitimee ,

Aber als es noch Könige gab, das war es ja eben so und da brauchten sich deutlich weniger Menschen Gedanken um Ihre Möglichkeiten machen, weil der Ehepartner bestimmt war und wie oben gesagt, der Beruf auch. Sie hatten ja leider keine wahl

Kommentar von cJ0815 ,

also unbestätigten quellen zufolge, waren im preußischen kaiserreich 40% der werktätigen menschen selbstständig... zu deiner ehepartnerthematik 

Kommentar von cJ0815 ,

und selbständig sein bedeutet ja schon ein gewisses maß an selbstbestimmung zu haben... es macht halt nur nen unterschied ob ich selbstbestimmt bin, weil ich es sein muss, um den unterhalt zu verdienen, oder ob ich die möglichkeit habe selbstbestimmt zu sein und irgendwer anders, für den ich arbeite, der meinen unterhalt bestreitet

ich also abhängig bin... aber naja... vllt hau ich auch grad was total durcheinander

Kommentar von cJ0815 ,

da ich grad so schön im fluss bin... es würde in diesem bezug sinn machen nochmal zu hinterfragen ob die gesellschaft als ganzes immernoch der "reinen kritik der vernunft" stand hält... 

sry dafür

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community