Frage von Steuerwirrwar, 52

Pfusch OP wer kennt sich aus nach Beinbegradigung 1 cm kürzer?

Bein 1 cm kürzer nach Begradigung und Schlitten-einbau ins Knie.Wer kennt sich mit Rechtlichen Möglichkeiten aus?Eine Liebe Bekannte ist direkt nach OP in Reha gekommen.Da meinte der Therapeut warum sie so schief steht.Bis ihm aufgefallen ist das tatsächlich das operierte Bein um 1 cm kürzer ist.Es geht ja nicht nur um die Abänderung der Schuhe und das man nur 2 Mal im Jahr Einlagen bekommt.(Probleme mit der Hüftschale und dem 2 Bein sind vorprogrammiert)Sie ist Verkäuferin mitte 50 und wird bei den zu erwartenden Problemen ihren Job so nicht mehr ausüben können.Wer kennt sich aus?Hilfe?Auf was muss man unbedingt achten.Gerade am Anfang kann man viel falsch machen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von sweetblueeyes84, 26

Mit der Bezeichnung "Pfusch-OP" sollte man ziemlich vorsichtig sein. "Pfusch" ist es dann, wenn während der OP oder der Folgetherapie Fehler gemacht wurden. Man muss unterscheiden zwischen Pfusch und dem Eintreten des mehr oder weniger kalkulierbaren Risikofalls. Das wäre dann, wie die Ärzte so schön sagen, ein schicksalhafter Verlauf.

Hat deine Bekannte dennoch den Verdacht, dass ein OP-Fehler vorliegt, sollte sie sich an ihre Krankenkasse wenden und ggf. an einen Anwalt für Patientenrecht. Der med. Dienst der Krankenkasse wird sie begutachten, die Krankenakte mit OP-Bericht prüfen und nach Sachlage entscheiden.

Die Krankenkassen sind schon aus Kostengründen daran interessiert eine mangelhafte Behandlung aufzudecken.

Alles Gute für deine Bekannte.

Kommentar von Steuerwirrwar ,

Herzlichen Dank das werde ich Ihr empfehlen.

Kommentar von sweetblueeyes84 ,

Gern geschehen. Ich selbst habe einen erfolgreichen Prozess wegen eines Behandlungsfehlers hinter mir. Wenn du mehr über den Ablauf wissen möchtest, dann bitte per PN.

Kommentar von sweetblueeyes84 ,

Danke für's Sternchen.

Antwort
von Turbomann, 19

Einen Ärztepfusch als Laie nachzuweisen, wird sehr schwer und dazu braucht man einen seeehr langen Atem.

Ich glaube dass dir da Menschen auf einer Interneseite weniger hilfreich sein können.

Deine Bekannte sollte man die ganzen OP Bilder nehmen und sich eine zweite oder dritte Meinung einholen.  Nur wird wahrscheinlich kein Arzt einem anderen einen "Pfusch" unterstellen.

Notfalls muss sie sich einen Anwalt für Patienrecht suchen, der sich das alles mal anhört und anschaut, ob sie da überhaupt eine Chance auf Pfusch - Nachweise hat.

Der Sohn meiner Nachbarin hatte vor Jahren einen Motorradunfall und ein Bein  ist auch kürzer und wird mit Absatzerhöhung beim Schuh ausgeglichen, aber er hat soweit keine Beeinträchtigung.

Kommentar von Steuerwirrwar ,

Passt.Danke mir ging es um die Vorgehensweise.Ich habe bei mir damals viele Fehler gemacht und erst im Nachinein in den Foren gefragt.Hätte ich die Ratschläge von den Menschen eher gehabt wäre mir vieles erspart geblieben.Man hat ja doch sehr viele die Gleiches erlebt haben und die erreicht man am schnellsten über das Internet.

Antwort
von Lumpazi77, 21

Deine Bekannte sollte zuerst den Operateur und ihren Hausarzt befragen, evtl. gibt es medizinische Gründe dafür !

Sollte die OP ein Pfusch gewesen sein kann nur ein Fachanwalt helfen !

Antwort
von Mignon4, 13

Sie muss sich von Anbeginn an von einem Rechtsanwalt beraten lassen.

Selbstverständlich muß sie den OP-Fehler nachweisen können. Dazu muss ein Sachverständigengutachten erstellt werden. Die Klinik wird ein Gegengutachten fordern und dann gibt es Gegengutachten zu den Gegengutachten zu den Gegengutachten... - das ist leider so.

Wenn sie prozessieren will, muss sie gute Nerven haben. Das Gerichtsverfahren wird langwierig über viele Jahre sein und aufgrund der Gutachten sehr teuer. Wenn sie letztinstanzlich alle Gerichtsverfahren gewinnen würde, müßte die Klinik bzw. der Operateur alle Gutachten und die weiteren Prozeßkosten (Gericht und Anwälte) bezahlen. Wenn nicht, bleibt sie darauf sitzen.

Wenn sie sich jetzt an einen Anwalt wendet, kann geprüft werden, ob sie Anspruch auf Prozesskostenhilfe hat. Es wird kein leichter Weg für deine Cousine werden...

Alles Gute und viel Glück und Erfolg für sie.

Antwort
von Goodnight, 16

Wer sagt denn, dass der eine Centimeter unterschied nicht schon vorher da war?

Das heisst ja noch nicht, dass sich mit dem Aufbautraining die Masse nicht angleichen.

Mit dem Unterschied von 1cm lässt es sich gut leben. Sehr viele Menschen haben das und wissen es gar nicht.

Kommentar von Steuerwirrwar ,

Wie gesagt die Dame ist Mitte 50 und seit längerer Zeit in Behandlung.Nur weil diese ohne Erfolg blieb wurde die OP angesetzt. 1 cm Beinuntzerschied fällt sehr wohl auf wenn es vorher nicht da war.Weit hergeholter Vergleich aber wer z.B. nur flache Schuhe getragen hat oder wie ich sich plötzlich Stiefel kauft merkt diesen Unterschied von einem halben bis 1 cm sehr gravierend.

Kommentar von Goodnight ,

Sagt immer noch nicht aus ob es hier um eine Schonhaltung geht. Zudem nehme ich es niemandem Ab, der eine Hüftoperation hatte, dass er vorher nicht schief war. Das ist durch die Schmerzsituation nicht möglich.

Aber bitte, die Dame soll prozessieren wenn sie viel Geld hat um es aus dem Fenster zu werfen. 

Sieht ganz so aus, als ob du die treibende Kraft in einer unsäglichen Geschichte bist. Da solltest du auch die Kosten übernehmen....

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