Frage von chantalle1903, 153

Pflicht gegenüber stiefkind?

Hallo

Ich brauche dringend Hilfe

Mein Lebensgefährte lebt in Scheidung, seine Exfrau nötigte ihn und sein Kind aus dem gemeinsamen Haus auszuziehen, obwohl sie ebenfalls schon ausgezogen war. Da die beiden keine Bleibe hatten, habe ich sie in meiner Wohnung aufgenommen. Ich erhielt keinerlei finanzielle Unterstützung von ihm, da er noch den Hauskredit weiter tilgen musste. Nun sind wir in ein gemeinsames Haus gezogen und sein kind ist zur Mutter gezogen. Sein Kind stellt nun finanzielle Forderungen gegen mich, weil sein Vater sich Geld (400€) von ihm geliehen hat, welches das Kind angespart hatte. Muss ich das Geld zurück zahlen? Und kann ich meine Kosten für das Kind (Schulaufnahmegebühr, Fahrkarten, mietanteil, diverse Sachen, wert ca 2000€) gegenüber diesem gelten machen und zurück fordern?

Expertenantwort
von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 153

Das Kind hat keinerlei Ansprüche an dich, du bist ihm nicht unterhaltspflichtig und auch nicht verantwortlich für die finanziellen Abmachungen/ Vorkommnisse zwischen Kind und Vater.

Du selbst kannst keinerlei Rückforderungen für deine "Auslagen" für das Kind geltend machen, denn deine Aufwendungen/ Zahlungen beruhten auf freiwilliger Basis, da du zu nichts verpflichtet warst.

Kommentar von chantalle1903 ,

Naja ich "musste" irgendwie. ...Ohne meine Zahlungen wäre es nicht an der Schule angenommen worden und hätte keine Möglichkeit gehabt irgendwie da hinzukommen und die gewünschte Ausbildung zumachen. Mein Partner war derzeit auf 451€ Basis angestellt und konnte keine Unterstützung leisten! 😕

Kommentar von DFgen ,

Solange das Kind bei seinem Vater gewohnt hat, hätte er Unterhaltsforderungen für das Kind an die Kindsmutter stellen können. Wenn er das unterlassen hat, kann nun auch nichts mehr nach- bzw. zurückgefordert werden. Du könntest dich nur mit dem Mann auseinander setzen, deine "Vorausleistungen" von ihm selbst zurückfordern...

Kommentar von chantalle1903 ,

Ok ...danke 

Antwort
von ichweisnix, 91

Das Kind des Lebensgefährten hat als solches keinen Anspruch gegenüber Ihnen. Sie haften auch nicht für die Schulden ihres Lebensgefährten.

Und kann ich meine Kosten für das Kind (Schulaufnahmegebühr, Fahrkarten, mietanteil, diverse Sachen, wert ca 2000€) gegenüber diesem gelten machen und zurück fordern?

Auch das wird kaum möglich sein, da sie die Kosten vermutlich freiwillig getragen haben. Möglich wären allenfalls die geltendmachung von Sonderbedarf durch ihren Lebensgefährten. Dazu dürfen die Kosten aber nicht vorhersehebar gewesen sein.

Antwort
von webya, 77

Du hast ja freiwillig gezahlt. Schulaufnahmegebühr muss ja auch nicht sein, es gibt öffentliche Schulen. Von daher gibt es rückwirkend kein Geld.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten