Pflegeheimkosten , allgemeine Frage?

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2 Antworten

Ich weiß nur, dass Schenkungen, die weniger als 10 Jahre zurückliegen, zurückgefordert werden können, wenn daraus der Heimaufenthalt finanziert werden könnte. Es kann also sein, dass ihr das Haus verkaufen müsst, da es eigentlich ja dem Vater gehört. Und da der Vater es nicht mehr braucht, wenn er in ein Heim zieht, kann der Verkaufserlös zur Deckung der Heimkosten herangezogen werden. 

Es funktioniert nun mal nicht, sein Vermögen vor dem Tod einfach zu verschenken, um sich so Unterstützung vom Sozialamt zu "erschwindeln". Hätte der Vater das Haus nicht verschenkt, wäre er finanziell gut genug gestellt, um seinen Heimaufenthalt zu finanzieren. Oder ihr zahlt einfach den Differenzbetrag zur Rente, die der Heimaufenthalt noch kostet.

Oder ihr lasst den Vater zu Hause wohnen und pflegt ihn selber.

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Kommentar von konstanze85
27.11.2016, 13:04

Hätte der Vater das Haus nicht verschenkt, wäre er finanziell gut genug gestellt, um seinen Heimaufenthalt zu finanzieren.

Ich bin generell Deiner Meinung, aber ich glaube nicht, dass es so leicht ist, ein Haus zu verkaufen, das mit einer Hypothek i. H. v. 50.000 Euro belastet ist. Und je nachdem, in welchem Zustand das Haus ist, fragt sich auch, ob der Verkauf überhaupt einen relevanten Gewinn erzielen würde.

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Kommentar von hempel112
27.11.2016, 13:09

Ich möchte mir keine Leistung erschwindeln. Dieses Haus ist seit Generationen in unserem Besitz und wir bewohnen es zusammen. Ich habe es ja nicht verkauft ! Mein Vater war bis vor 8 Wochen noch voll mobil und selbstständig. Er ist jetzt halt "nur" vom laufen her stark eingeschränkt. Er kann sich nur nioch mit Rollstuhl oder Rollator max. 10 Schritte fortbewegen.

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Erst mal leben sie und ihre Familie weiter im eigenen Haus , wenn dann etwas über ist werden sie gebeten sich zu beteiligen .  Allein die Hypothek und der Aufwand fürKinder mindert ihr Einkommen sehr . Die Anträge sind sehr großzügig für Familienangehörige .

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Kommentar von supersuni96
27.11.2016, 13:01

Hier liegt der Fall wohl komplett anders, da es das Haus des Vaters war und er sein Vermögen einfach verschenkt hat. Das funktioniert aber nicht. Außerdem ist die Schenkung erst 8 Jahre her.

Habe ich gerade noch gefunden:

2.   Die Schenkung ist noch nicht 10 Jahre her:

Das Geschenk kann gemäß § 528 I BGB zurückgefordert werden, wenn der Schenker (also der Pflegebedürftige) verarmt ist.

Zunächst muss also alles eingesetzt werden, bevor das Geschenk zurückgefordert wird.
Es muss aber nicht das ganze Geschenk zurückgegeben werden, sondern es reicht die Zahlung der monatlichen ungedeckten Heimkosten, maximal so lange, bis der Wert des Geschenkes erschöpft ist.

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Kommentar von Kuestenflieger
27.11.2016, 15:55

Juristen differenzieren eine  Änderung im Grundbuch  von einer "Schenkung " . Vorallem wenn da immer noch enorme Belastungen drin stehen .

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