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Pflege ich meine Eltern zu hause?

gefragt von Boinfinances am 07.03.2008 um 15:15 Uhr

Was muss bedacht werden, wenn man seine Eltern zu Hause pflegen will? Könnt ihr mir Ratschläge geben, was einen erwartet und worauf man achten muss? Ich will sie nicht ins Heim schicken, weiß aber auch nicht, ob ich überfordert wäre!


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DrLove
beantwortet von DrLove am 7. März 2008 15:17
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du gibst ihnen damit das zurück, was sie für dich getan haben, als du noch ein kleines kind warst: füttern, trocken legen, spazieren schieben, etc.
tolle sache - DH!

Kommentar von F61069d1563c93579d711465a7fac6e6smallLuise am 7. März 2008 16:55

Und teile es schon von Anfang an so ein, dass ihr auch mal frei habt als Familie, also jemanden besorgen, der Euch 1x in der Woche vertritt. Nur dann ist das keine zu hohe Belastung auf Dauer. Melde Dich beim Landratsamt beim Seniorenbeauftragten, der kennt alle engagierten Leute, die weiterhelfen können.

Kommentar von Rolfe am 7. März 2008 22:41

Nein! und nochmals nein! Deine Überlegung ist sicherlich gut gemeint, aber falsch! Die eigene Familie hat absoluten Vorrang! Ich habe zusammen mit meiner Frau Anfang bis Mitte und Ende der 90 er Jahre die Mutter meiner Frau und Oma mit den damaligen sehr dürftigen Pflegegeldern gepflegt und musste - um das alles überhaupt finanzieren zu können - als Beamter Kredite in Grössenordnungen aufnehmen, die sich niemand vorstellen kann und weswegen ich jetzt wohl wegen Insolvenz meinen Job verlieren werde! Besser ist wohl,in dieser Geld-Gesellschaft: die Angehörigen ins Heim abzuschieben und sich gegenüber dem Sozialamt "armzurechnen"! Dann und nur dann kann man hier noch überleben und muss sich nicht - wie ich - gegenüber seiner eigenen Familie mit Kind schämen, dass man nicht die alten Leute abgeschoben hat! Macht nicht den Fehler, den ich gemacht habe! Handelt nicht human - das ist in dieser Gesellschaft nicht gewollt! Dieser Staat sollte sich was schämen!!!!!!!!!!!


Minax
beantwortet von Minax am 7. März 2008 15:25
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Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es mich oftmals überfordert (hat), und dass ich wünschte, ich hätte noch Geschwister oder anderweitige Unterstützung...

So lange deine Eltern noch einigermaßen gut selbst laufen können und grundlegende Sachen selbst bewältigen können (Frühstück machen, sich morgens waschen etc.), würde es gehen. Aber es bedeutet schon eine große Belastung - ob du sie tragen kannst, weisst nur du.

Bekommen deine Eltern denn bereits Pflegegeld bzw. liegt eine Pflegestufe vor? Du kannst dich auch an einen Pflegedienst wenden, der dir weitere Informationen geben kann.

Suche auch mal nach "Pflege" etc. - einige Seiten können hilfreiche Informationen bieten, z.B. www.hilfe-und-pflege-im-alter.de


anonym
beantwortet von pocketrockets am 7. März 2008 15:16
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Das ist eine schwierige Entscheidung. Ich würde mit meinem Partner darüber sprechen, mit den Kindern und auch mit einer erfahrenen Pflegeberatung! Zu beachten sind die Wohnungsgröße, die eigene Gesundheit und die Belastbarkeit der Familie.

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 7. März 2008 15:31

Stimme dir zu, das sind alles Dinge, die berücksichtigt werden müssen. DH!


sheela2011
beantwortet von sheela2011 am 7. März 2008 15:20
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Beide Eltern? Wie pflegebedürftig sind sie, bettlägerig oder können sie sich noch selbst versorgen

( waschen, essen usw. )?

Es wäre nett wenn Du mehr Informationen geben könntest.

In allen Fällen es wird nicht leicht, auch wenn man sich zur Pflege in der Lage fühlt, kann man ganz schnell damit überfordert sein.


mitra54
beantwortet von mitra54 am 7. März 2008 15:37
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Du brauchst Platz und viel Geduld. Man kann hier nicht alles beschreiben, weil man auch zu wenig über euch weiß. Ich habe früher private Altenpflege gemacht. Wenn du magst, könner wir uns gerne austauschen.



Agnes10
beantwortet von Agnes10 am 7. März 2008 15:42
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Wenn du schreibst "pflegen", meinst du dann auch pflegen oder nur einfach bei dir mitwohnen? Pflegen und dann gleich 2 Personen, das würde dich definitiv überfordern. Da gibt es dann kein Privatleben mehr und das rund um die Uhr. Außerdem braucht man evtl. breitere Türen für Rollstühle, einen höheren Toilettensitz, eine Dusche-altengerecht mit flachem Einstieg, höhere Betten etc. etc. Oft ist es lieb und gut gemeint, aber man sollte sich wirklich beraten lassen und sich nicht blauäugig auf eine solche Sache einlassen. Geh zum örtlichen Caritasverband. Da wird man dich genau beraten und dir Empfehlungen geben können.

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 7. März 2008 15:44

Jepp, der Hinweis auf Caritas ist gut! DH! :)


ghostwriter
beantwortet von ghostwriter am 7. März 2008 16:06
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Wichtig ist, dass man Bad, Toilette etc. bequem u. evtl. auch mit Rollstuhl aufsuchen kann, dass keine Treppen dazwischenliegen..Ganz wichtig finde ich auch den Aspekt wie deine Familie(Partner,Kinder) dazusteht. Unterstützen Sie dich in der Pflege?Ist jemand da, z.B. auch Geschwister, die dich mal ablösen können?Wenn nicht, kann ganz schnell der Punkt kommen, wo du absolut überfordert bist.Es kommt natürlich auch auf den Grad der Pflegebedürftigkeit an. Meine Mutter hat meine Oma 4 Jahre lang mehr oder weniger alleine gepflegt.Sie hat sie gewaschen,geduscht, gefüttert, sie zwischendurch trockengelegt,manchmal musste sie mehrfach am Tag das Bett abziehen. Denn meine Oma liess die Windeln nicht unbedingt immer an, da war auch oft der Boden/Teppich beschmutzt.Nach 4 Jahren war meine Mutter absolut am Ende u. musste die Oma dann doch schweren Herzens in ein Pflegeheim geben. Lass dich auf jeden Fall vorher eingehend beraten, auch welche Hilfsmittel du evtl. benötigst, z.B. Toilettenstuhl, Rollstuhl, Pflegebett etc.Ansprechpartner hierfür ist auf jeden Fall der Hausarzt,die Krankenkasse, die Caritas.Ich wünsche dir viel Kraft u.alles Gute.


anonym
beantwortet von chinatsu am 7. März 2008 16:44
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Hallo, ich habe es zweimal erlebt, wie es ist, wenn ein Mensch pflegebedürtig wird. Es ist u.U. ein jahrelanger Stress, der beiden Seiten nicht guttut. Ich bin der Situation nicht gewachsen. Hilfe in allerhöchster Form ja, Pflege nein. Ein Privatleben mit der eigenen Familie sollte schon gegeben sein.Ich muß mich nicht selbst aufgeben bei der Pflege eines Elternteils. Viele tun es nicht nur aus Liebe,sondern wegen des schlechten Gewissens. Wenn man es einmal mitgemacht hat, sieht man es von einer anderen Seite. Allerdings gibt es auch Menschen, die dabei Erfüllung finden.Ich will dich nicht von dem , was du vorhast abbringen, sondern dir mitteilen, überlege sehr gut, was du tust. Eine Pflege kann viele Jahre dauern.

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 7. März 2008 19:58

So denke ich auch, differenziert und schön geschrieben. DH!


wuschel55
beantwortet von wuschel55 am 7. März 2008 15:29
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Es gibt inzwischen Kurse, wo Angehörige lernen können, wie man richtig pflegt. Frag doch mal bei deiner Krankenkasse nach!
Das ist aber eine sehr große Aufgabe, die du dir da vorgenommen hast. Ein Elternteil zu Hause pflegen ist schon eine riesige Aufgabe - aber beide Eltern? Wenn du da keine Unterstützung in deiner eigenen Familie findest, machst du dich unter Umständen kaputt dabei. Kommt noch dazu, dass du auch die Räumlichkeiten dafür brauchst!


Faith
beantwortet von Faith am 7. März 2008 15:55
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Es ist fast(!) so,als wenn man ein Kind pflegt.Fakt ist,dass Deine Eltern ein höheres Gewicht haben und ab einer bestimmten Pflegestufe oftmals nicht mehr in der Lage sind mitzuhelfen, sich z.B. aufrichten zum Anziehen oder nicht aus der Badewanne aufstehen können.Der Zustand der zu pflegenden Person wird mit der Zeit auch schlechter und nicht besser.Sollte beachtet werden.


anonym
beantwortet von Rolfe am 7. März 2008 23:49
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Jetzt muss ich hier mal Klartext reden:

Bei allen wirklich gut gemeinten Ratschlägen sollte niemand verkennen, welche wirklich auch existentielle Risiken für die eigene Familie mit der Pflege der eigenen Angehörigen wirklich und real verbunden sind!

Zu meiner Zeit - als meine Frau und ich ihre Mutter und Oma über fast 15 Jahre lang zu Hause gepflegt haben - gab es viel weniger Pflegegeld als heute, aber: auch heute werden alle Angehörigen mit dem Pflegegeld im Vergleich zur stationären Pflege benachteiligt, weil sie viel weniger Geld bekommen, als wenn sie ihre Angehörigen ins Heim "abschieben" würden. Und das mit der Begründung: sie würden ihre Angehörigen zu Hause ja nicht durch Fachpflegekräfte pflegen - das stimmt meist zwar, aber es ist ein Skandal! Es ist ein Skandal, weil es zu Hause in der Regel eine 1:1 Pflege gibt, also eine Pflegekraft, die einen zu Pflegenden pflegt! Dieses Verhältnis gibt es in keinem Pflegeheim! Laut Statistik hat eine Schwester oder ein Pfleger im Heim pro Schicht (8 Stunden) gerade mal max. 20 Minuten pro Patient bzw. zu Pflegenden Zeit - mehr geht nicht! Da kann sich kein Pfleger mal ans Bett setzen und mal mit dem zu Pflegenden reden - und das nur, weil diese Zeit eben von der Pflegekasse nicht bezahlt wird! Es wird eben nur das bezahlt, was abrechenbar ist!!!!!!!!! Dieser Staat sollte sich was schäääääämen! Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich am liebsten speien würde!! Und wenn dann jemand wie ich zusammen mit seiner Frau deren Mutter und Oma 15 Jahre lang - bis 1996 mit sehr eingeschränkten Pflegegeldern (vor Einführung der Pflegeversicherung gab es nur 400 DM) - gepflegt hat, was nur mit extremen Krediten möglich war, dann werde ich jetzt bestraft dafür!!!!!!!!!!!! Ich hätte beide ins Heim abschieben können, was für uns beide (meine Frau und ich) nie in Frage kam wegen der extremen Situation in den Ost-Pflegeheimen - dann würde es uns heute besser gehen. Dann müsste ich jetzt nicht um meine und die Existenz meiner Familie bangen müssen! Die Kredite, die wir damals aufnehmen mussten, um beide menschenwürdig zu Huase bei gleichzeitiger Vollbeschäftigung pflegen zu können, haben uns aufgefressen und schliesslich zur Insolvenz geführt - und jetzt werde ich wohl meinen Job als Beamter verlieren, weil es wohl nicht standesgemäss ist, als Beamter in Privatinsolvenz zu gehen; aus welchen Gründen auch immer! Die interessieren wohl niemanden! Natürlich werde ich alle Instanzen ausschöpfen, aber die machen doch sowieso, was sie wollen und was denen "von oben" aufgebürdet wird! Es scheint in dieser Gesellschaft nicht gewollt zu sein, dass man sich um seine oder um die angeheirateten Angehörigen kümmert - die wollen wohl nur zusammengepferchte Pflegefälle, die man im Heim unterbringt und die man "abarbeitet" - unabhängigig von deren individuellen Bedürfnissen, die man wohl wegen der zu hohen Kosten nicht befriedigen will (z.B. einfache Fragen nach Fernsehen oder einfache Handreichungen pp.). Es hat 20 Jahre lang gedauert, bis diese Pflegeversicherung verabschiedet wurde - es ist eine Schande, was davon übrig geblieben ist...

Kommentar von Rolfe am 8. März 2008 00:06

Damit wir uns hier nicht falsch verstehen: ich habe grossen Respekt vor jedem, der heute seine Angehörigen zu Hause pflegt: er hat aber einerseits wesentlich besser Bedingungen, als wir sie jemals hatten und andererseits sollte er/sie es sich genau überlegen, ob und wie lange er seine Angehörigen zu Hause pflegt. Bei aller Moral und der selbst auferlegten Verpflichtung: Es sollte immer die eigene Familie im Vordergrund stehen! Man kann sicherlich auch Kompromisse eingehen - ok. Wir hatten damals nicht die Möglichkeit, solche Kompromisse einzugehen (wir wären froh gewesen, wenn wir sie gehabt hätten...) - wenn es sie gibt, dann ja! Dann nehmt in Gottes Namen diese Möglichkeit wahr - und seid froh, dass Ihr sie habt! Ich würde mich für Euch freuen, wenn es für Euch solche Kompromisse gäbe, wirklich...


anonym
beantwortet von Sandy77123 am 6. Mai 2009 22:20
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Du könntest auch einen Pflegedienst beauftragen, der Deine Eltern zu Hause pflegt.

In der aktuellen Ausgabe von Stiftung Warentest (Mai 2009) wurden Pflegedienstvermittler getestet. Positiv abgeschnitten hat z.B. die Firma Actiovita.

http://www.actiovita.de

lg

Sandy


anonym
beantwortet von granny64 am 20. November 2009 22:10
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Hier beantworten Dir pflegende Angehörige, was es heißt, die Eltern zu pflegen: http://elternpflege-forum.de.


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