Frage von stormhorses, 61

Pferdepflegerin nach Abitur?

Guten Morgen zusammen :)
Ich frage hier für ein Freundin von mir, die nächstes Schuljahr das Abitur macht und dann gerne für ein bis zwei Jahre arbeiten gehen möchte. Am liebsten möchte sie eine Stelle als Pferdepflegerin bekommen. Die Frage:
Hat sie eine Chance, weil sie keine richtige Ausbildung absolviert hat? Sie kennt sich zwar sehr gut mit Pferden aus und reitet seit etwa 12 Jahren fast jeden Tag. Ausserdem springt sie M-Springen. Oder gibt es eine Möglichkeit, einen Kurs oder Ähnliches zu besuchen, damit sie wenigstens etwas vorweisen kann? Wie ist es so, bei den Voraussetzungen, bei grösseren Ställen? Auf was würdet ihr achten?
Danke für hilfreiche Antworten :)

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 39

Wenn sie für ein paar hundert € im Monat die schwere Drecksarbeit machen will, dürfte es kein Problem sein, eine entsprechende Stelle zu finden.

Allerdings gibt es auch so eine " Kurzausbildung" zum Pferdepfleger FN". Die macht man in einer Landesreit- und Fahrschule in einem kostenpflichtigen,mehrwöchigen Lehrgang.

Manche  guten Ställe suchen laufend Personal, weil sie überwiegend mit Gastarbeitern besetzt sind.

Wenn sie  auch mit hochwertigen Sportpferden umgehen kann, findet sie auch Arbeit direkt am Pferd - Profireitern brauchen oft jemand, der pünktlich das gesattelte, bandagierte Pferd bereit hält,  nachher versorgt und das nächste parat hat.... 

Kommentar von Michel2015 ,

Pferdewirt ist keine Drecksarbeit.

Kommentar von Urlewas ,

Natürlich nicht.

Aber hier ist nicht die Rede von einer Berufsausbildung als Pferdewirt, sondern von vorübergehendem  jobben im Stall. Und davon haben die Mädels oft recht unrealistische Vorstellungen.

Einfache Jobber dürfen in Reitställen meist nur Misten, fegen, Heuernte, Koppeldienst machen und so was. Eben " das Grobe". Was ich so salopp als  " Drecksarbeit" bezeichnet habe, in der Annahme, dass jeder Stallmensch  wisse wie ichs meine ;-)

Für die direkt pflegerische Arbeit  am Pferd werden meist eher gelernte Kräfte, Auszubildende oder Praktikanten genommen.

Natürlich besteht für einen M - Reiter eventuell die Möglichkeit, da seine Ergahrung auch anderweitig einzubringen, aber ob sie da was passendes zu finden, ist schon schwieriger.

Antwort
von Heidrun1962a, 29

keine gute Idee. Das sind 1-2 verlorene Jahre. Ohne Ausbildung wird sie nur Hilfsarbeiten ausführen dürfen bei schlechter Bezahlung. Pferde sind da nur Hobby.

Besser ist sich erst mal um die eigene Zukunft zu kümmern. 

Kommentar von Urlewas ,

Na, dann nennt man das ganze eben Praktikum. Dann verdient man noch weniger Geld, dafür wird es aber gesellschaftlich als Bildung und Lebenserfahrung angesehen. 😆

Oft reichen auch 3-6 Monate, um " den Mut zu kühlen". Finde ich gut, wenn die jungen Leute erst mal  wissen, wie die Arbeit schmeckt, ehe sie studieren gehen.

Antwort
von stracciatella33, 8

Das wird drauf ankommen, was sie machen will... ;)

Ställe ausmisten, Pferde füttern, Koppeldienst usw. - dafür wird sie nicht lange suchen müssen. Und eine "Kurz-Ausbildung" / Lehrgang wird sie dafür auch nicht brauchen...

Wenn es aber darum geht, Pferde zu bewegen (longieren und reiten etc.), wird es sehr schwer bis fast unmöglich. 

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