Frage von Lagonagipsy, 88

Pferde Hengst vom Nachbar deckt mein Pferd Rechte?

Ich habe eine pony stute und mein nachbar züchtet kleinere Ponys vor ca einem Monat ist ein junger Hengst von seiner koppel Abgehauen und stand bei meiner Stute auf der koppel... Seitdem hatte sie keine Rosse mehr und wird immer zickiger..langsam denken wir das sie bei der aktion tragend geworden ist...Morgen kommt der Tierarzt und guckt nacht ihr..Aber falls sie tragend ist welche Rechte haben wir, wir können um grunde genommen gar nichts dafür und haben alle kosten an der Backe außerdem kann das pfer mit fohlen nicht mehr im tuniereport gehen und das baby wird eine Menge kosten... Schonmal danke für eure Hilfe :)

Antwort
von DerHans, 49

"Ungewollter Deckakt" ist Gegenstand der Tierhalterhaftpflicht. Die Kosten, die daraus entstehen, wären also gedeckt.

Allerdings wird die Versicherung unberechtigte Ansprüche zurück weisen, wenn ihr z.B. die Koppel eurer Stute nicht gesichert habt

Kommentar von sukueh ,

Muss hier nicht eher die Koppel des Hengstes "extra" gesichert sein. Als Stutenbesitzer kann doch wohl keiner von mir verlangen, dass ich besondere Vorkehrungen für den Fall treffen, dass ein abtrünniger Hengst bei mir auf dem Pferd landet. Sondern der Hengstbesitzer muss doch dafür Sorge tragen, dass seine Koppeln so gesichert sind, dass sein Hengst dort bleibt, wo er hingehört. Zudem muss ja  wohl auch dessen Versicherung für den ungewollten Deckakt zahlen.

Kommentar von Baroque ,

sukueh, ich sehe das Problem darin, dass einem keiner einen wirklich "sicheren" Zaun eindeutig beschreibt. Es gibt Richtlinien, ja, aber keine genauen Vorgaben und man könnte unterstellen, dass wo ein Hengst einbrechen kann auch eine Stute ausbrechen könnte und somit eine Teilschuld beim Stutenhalter verbleibt. Gäbe es eindeutig schwarz auf weiß nachzulesen, was ein sicherer Zaun ist, wäre man auf der sicheren Seite, wenn man so einen hätte. So wird es aber möglicherweise im Zweifel im Ermessen eines Gutachters liegen, der ja dann auch persönliche Erfahrung und somit Subjektivität einbringt.

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 64

bei "wildbedeckung" hat der hengstbesitzer "schadensersatz" und unterhalt zu zahlen.

am besten sucht ihr euch nach der "diagnose" durch den tierarzt einen guten anwalt. es geht unter umständen um richtig viel geld.

Kommentar von Michel2015 ,

Und was macht dann der Anwalt? Erkenne hier keinen Mehrwert ausser sein Honorar.

150 EUR für einen Abbruch ist jetzt keine Summe oder?

Antwort
von sukueh, 19

Der Hengsthalter hat hoffentlich eine entsprechende Haftpflichtversicherung, die für ungewollte Deckakte aufkommt. Wendet euch an den.

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