Pferd zu dick - was tun?

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5 Antworten

So hart das klingt, aber als RB mit zwei Tagen pro Woche hast Du überhaupt keine Chance. Ein solches Pferd muss komplett umgestellt werden: Aktivstall, rationiertes Magerheu, Mineralfutter, sonst null und nichts. Da ist vermutlich der Stoffwechsel total entgleist, daher bringt auch Bewegung nichts (zumal Du so viel nicht arbeiten kannst weil die Gelenke durch das Übergewicht ohnehin schon überlastet sind). Mein einziger Rat ist daher, der Besitzerin die Pistole auf die Brust zu setzen oder zu versuchen, sie freundlich und ernsthaft aufzuklären (von akuten Rehepferden gibt es fiese Fotos im Netz, die könnten helfen). Klappt das nicht - such das Weite.

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Kommentar von CaroOli
10.03.2016, 10:23

Ich glaube, sie wird das Pferd nicht umstellen - allein wegen der Atmosphäre im Stall (jeder hilft jedem, jeder schaut bei jedem mal mit drauf...). Ich arbeite sie natürlich nur so viel, dass ich sie nicht überlaste, das ist mir völlig klar... Aber fast 5 Jahre Arbeit will man nicht einfach wegschmeißen... 😢

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Du kannst da leider nichts tun :/ ich hatte sowas ähnliches. Meine RB war auch zu fett. Ein Welsh B Pony aber mit 1 1/2 ponybechern (Ca so groß wie eine kleine cola Flasche) Hafer, extra Futter (bisschen Müsli usw.) und Heu voll zu stopfen und es dann kaum reiten und mindestens 19 Stunden pro Tag in der Box stehen lassen ist eben der Grund. Ich hätte das Pony echt gerne gekauft! Es wäre in einen Offenstall oder zumindest in eins Box mit Paddock dran gekommen und hätte nur noch Heu bekommen. Tja aber als RB kann man das alles nicht und hat kein mitsprache recht 😭  Also kannst du da bleiben und es geht so weiter wie bisher, du redest mit der Besi und erklärst ihr deine Sichtweise oder du suchst dir was neues :/

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Hi, der Eintrag ist 3 Monate alt, aber ich möchte dir dennoch antworten :) 

Mich beschäftigt ein ähnliches Problem, und zwar habe ich eine Reitbeteiligung die ebenfalls viel zu dick ist. Das Pferd ( Wallach, 15 , ca 1,65 m Stockmaß ) hat einen regelrechten Hängebauch! Er sieht aus als sei er schwanger. Und genau wie du, gehe ich nur 2 mal die Woche reiten, also kann es durch meine Arbeit allein nicht abnehmen.  Momentan versuche ich den Eigentümer davon zu überzeugen, sich an der Arbeit ( Ausritte, longieren, leichte Dressurübungen ) zu beteiligen, da es schließlich sein Pferd und dessen Gesundheit ist... doch es geschieht nichts, warum auch immer ... 

Man kann tatsächlich nur versuchen, den Besitzern zu erklären, wie gesundheitsgefährdend ihr Verhalten ist; Leberverfettung und Organschäden können z.B. eine Folge sein. 

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Kommentar von CaroOli
20.06.2016, 21:31

Danke dir für deine Antwort... Ich hab leider kein positives Erlebnis bei dem Gespräch gehabt... Es ging praktisch nur eine Woche gut und dann ging es wieder bergab... Moment falle ich krankheitsbedingt aus und das Pferd steht jetzt teilweise von 9 bis 19 Uhr auf der Wiese.... Bewegung? Kaum vorhanden... Ich drücke dir die Daumen, dass es bei dir besser wird, ich bin mit meiner Kraft am Ende und stehe kurz vor dem Absturz....

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Naja, wenns Pony zu dick ist, nimmt es mehr Energie auf als es verbraucht. Ganz einfach gesagt gibt's zwei Möglichkeiten:

1. Energieaufnahme einschränken (i.e. weniger füttern, und zwar nicht nur weniger Leckereien, sondern auch Heu und Stroh reduzieren)

2. Energieverbrauch erhöhen (also mehr bewegen).

Wenn aber die Besitzerin zu 1. nicht bereit ist und du 2. nicht umsetzen kannst, wird sich nix ändern. Vielleicht hülfe es ja, wenn du der Besitzerin deine Bedenken in Sachen Gesundheit des Pferdes darlegst... Wenn du sagst dass die Stute eh schon faul ist und sich kaum rührt, würd ich mich mal in Richtung "chronisches dahinrehen" schlau machen - der typische Hufreheschub mit Sägebockstellung und nix-mehr-rühren ist ja nur die Spitze des Eisbergs, da ist das Pferd vorher schon lange krank. Ich hab da bei meinem Großen leider auch viel zu lange die Augen zugemacht und die Rechnung muss(te) er ausbaden. Bei der Kleinen hab ichs rechtzeitig kapiert und wir sind (nicht nur aus diesem Grund, aber auch) umgezogen in einen Stall, wo sie Gras nur hinterm Zaun sieht, Heu portioniert bekommt und zum Wasser 150m den Berg runter balancieren muss. Sie ist immernoch nicht gertenschlank, aber zumindest nicht mehr am Rande der Hufrehe unterwegs... Und wenn sie dann mit dem Argument Sandkolik kommt - dauerhaft Futter zur Verfügung haben bedeutet nicht, dass das Pony dauerhaft die Nase im Heu haben muss! Da gibt's inzwischen ja Dank Internet mehr als genug Varianten, wie man dem Pferd dauerhaftes Fressen ermöglicht, ohne dass es platzt.

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An deiner Stelle würde ich zum Veterinäramt gehen, wenn du bei der Besitzerin schon auf taube Ohren stößt.
Alles Gute für das Pferd.

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