Frage von LinaHamburg, 100

Pferd vorwärts abwärts reiten (Schritt/Trab)?

Halli Hallo, ich habe folgendes Problem:

mein RB war ein halbes Jahr Lahm (Gleichbeintrauma), darf jetzt aber wieder geritten werden. Etwa eine Stunde im Gelände, davon ca. 10 min Trab. Sie ist bereits 25, und hat schon einen erheblichen Senkrücken. Durch das viele Stehen hat sie total die falschen Muskeln bekommen, und soll deshalb vermehrt vorwärts abwärts geritten werden, um die Rückenmuskelatur zu stärken. Sie ist total sensibel, und im Schritt kriege ich es nicht hin. Im Trab fängst sie mega das rennen an. da kann ich sie kaum halten. von Arbeitstempo kann man da definitiv nicht reden. Nun meine Fragen: Wie kriege ich es hin, dass sie sich dehnt? Und wie kann ich dieses Rennen stoppen? (Anmerkung: Ich kann sie nur sehr schwer sitzten, das sie echt unbequem ist und den Kopf im Trab dann mega hochreißt.) Sie darf wirklich nur ins Gelände gehen, und dort nur gerade aus (keine Kreise/enge Wendungen) Daher ist es echt schlecht, Reitunterricht zu nehmen.

Habt ihr ein paar Ideen ? Über Anregungen würde ich mich sehr freuen :-)

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 66

Kannst du etwas bergauf und bergab reiten? Bergauf stärkt die hinterhand und den rücken.bau dir unterwegs eine stangenstrecke  auf die du immer wieder verändern kannst und laß sie tief schauen.bringe ihr bei, den kopf 

 Zu senken

Massage und Gymnastik im standkönnen auch helfen.

Viel Erfolg.

 

Antwort
von LyciaKarma, 54

Wenn sie eh schon einen starken Senkrücken hat, würde ich gar nicht mehr reiten, weil dann Kissing Spines evtl nicht mehr weit ist. 

Außerdem ist es nicht besonders ratsam, ein Pferd nach recht langem Stehen einfach wieder zu reiten ohne vorher durch Longieren etc Muskeln aufgebaut zu haben. 

Wenn schon Gelände, dann bitte an der Hand. Wenn es geht, viel bergauf und bergab. 

 Ich kann sie nur sehr schwer sitzten, das sie echt unbequem ist und den Kopf im Trab dann mega hochreißt.

Das kommt durch den Senkrücken. Das Pferd kann den Rücken nicht aufwölben und knallst ihm mit jedem Schritt rein. Daher auch das Kopfhochreißen. 

Wie gesagt, ich würde das Pferd gar  nicht mehr reiten.. 

Kommentar von LinaHamburg ,

wir sind mit ihr nachdem sie lahmfrei war erst nur spazieren gegangen. Das ist alles abgeklärt mit dem Tierarzt. Man kann sie noch reiten, aber halt nicht mehr durch die Gegend düsen. Bis 65 Kilo ist okay.

Kommentar von LyciaKarma ,

Klar kann man noch reiten. 

Aber wie gesagt - das Pferd kann wohl den Rücken kein Stück mehr aufwölben, kann nicht schwingen und lässt dich sehr unbequem sitzen, was auch ihr selbst weh tut. 

Ich wüsste nicht, wieso man sowas wollen sollte. 

Kommentar von Baroque ,

Reiten erst mal nur unter Anleitung eines Trainers, der das Reiten in guter Dehnungshaltung zu vermitteln weiß. Die sind allerdings selten. Die falschen Dehnungshaltungen sieht man hingegen nahezu überall ... allerdings verschlimmern auch diese das Problem.

Das heißt, richtig gute Dehnungshaltung, die das Pferd korrekt aufbaut, sodass es auch im Alltag ihre Dornfortsätze wieder besser auseinander bringt - oder besser tot als unter Dauerschmerzen lebend, so hart es klingt. Bitte wirke auf Deine Besitzerin ein, dass ein Trainer hinzugezogen wird, der sich auf biomechanisch absolut korrektes Reiten spezialisiert hat, um dem Pferd noch ein paar schöne Jahre zu bescheren. Ein Trainer, der den Begriff "vorwärts abwärts" verwendet, ist das meist nicht. Der ist sowas von irreführend, dass gute Trainer das aus ihrem Wortschatz streichen.

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