Frage von beglo1705, 166

Pferd von Einstellern hat Hufrehe, wird vom "eigenen" TA meiner Meinung nach total falsch behandelt?

Also, eine Einstellerin hat eine Warmblutstute (12) die an Hufrehe leidet bei uns im Stall. Der erste Schub war vor 3 Jahren im Frühjahr (bei dem Schub kam sie grad zu uns in den Stall), unser Tierarzt und unser Hufschmied haben super zusammen gearbeitet, sodass die Stute im Sommer ohne große Einschränkungen wieder im normalen Maß laufen konnte. Sie hatte unter anderem Hufschuhe (mit Polster) bekommen, der Hufschmied war 3x wöchentlich da um sich zu überzeugen, dass es besser wird. Die Fütterung übernehme ich Abends und auf Anraten unseres TA bekam sie etwas Heu, bissel Haferstroh, selbstgeerntete Kräuter. Silage o.ä. gibt´s bei uns nicht.

Jetzt hat sie wieder einen Schub (Puls erhöht, Fieber, kann nicht laufen, Buckel), also rief ich heute morgen meinen TA an (der das auch so bestätigte), denn die Besitzerin hab ich nicht erreicht. Als sie dann mittags kam, hab ich nen Rüffel bekommen, warum ich nicht ihren TA (der ist mir weder persönlich bekannt, noch hab ich seine Nummer) angerufen hab. Hat sie dann gemacht. So und jetzt kommt´s: der gute Herr lässt sie wieder auf die Koppel, empfiehlt ihr sie solle ihr Pferd mit Mash, etwas Müsli und viel Weidegang wieder "aufpäppeln", lässt ihr eine Salbe da und verschwindet. Mein TA und auch der HS sehen das ganz anders (aber das wär jetzt zu ausführlich). Die Einstellerin ist total wütend, weil wir alles falsch gemacht haben: Der TA hat keine Ahnung, der Hufschmied sowie so nicht, die Stute hatte damals einfach Glück, so die Aussage.

Ich bin ich echt sauer auf sie (mein Mann und ich würden sie am liebsten rausschmeißen, so wie sie sich aufgeführt hat, mal abgesehen dass wir immer für ihr Pferd da waren, wenn sie keine Zeit hatte) und den TA, dem es nicht um die Stute ging, sondern um die Rechnung...

Also, wie würdet ihr das lösen? Oder sehen wir das falsch?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo beglo1705,

Schau mal bitte hier:
Krankheit Pferde

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 94

Ihr seht es nicht falsch, aber als Hofbesitzer habt ihr hier keine Handhabe. Wenn sie ihrem TA glaubt, dann ist es schlimm für das Pferd wenn es jetzt auch noch zusätzlich Kraftfutter bekommt. (Womöglich ist dann in 2 Tagen eh schon alles aus).

Jeder TA und jeder Hufschmid sieht alles immer anders. Ich sag immer 10 Tierärzte 12 Meinungen.

Ich empfehle immer nur Huforthopäden bei so etwas, nur die könne wirklich einen Unterschied machen - Schmide denken leider noch zu altmodisch und versuchen das ganze mit Eisen in Ordnung zu bringen.

Du bist der Besitzer vom Hof, du kannst entscheiden ob du ihr die Kündigung gibst oder nicht. Leider kann man niemanden zu einem Tierarztwechsel drängen.

P.S. Habt ihr kein Stallbuch, in dem alle Adressen und Daten der Besitzer und die dazugehörigen TÄ Daten sind?

Kommentar von beglo1705 ,

Klar haben wir ein Stallbuch mit den behandelnden Ärzten, Orthopäden, Sattlern, Daten der Einsteller usw und bei ihr stand unser TA drin. Der TA von ihr ist mir nicht bekannt, da er ca. 70 km ausserhalb seine Praxis hat und bei uns noch nie praktiziert hat.

Eine Kündigung wird sich erübrigen denke ich, denn heut morgen sah´s nicht besonders gut aus und ich weiß nun auch nicht, ob ihren "Instruktionen" folgen soll.

Im Endeffekt find ich das traurig, ehrlich. Das Tier leidet, ganz einfach. Anders gesehen es ist in dem Sinn nicht mein Pferd, geht mich so gesehen nix an. Da bin ich etwas zwischen den Stühlen...

Kommentar von friesennarr ,

Wir hatten vor kurzem eine heftige Krankheit im Stall. 3 Einstaller haben auch ihre eigenen TA s bemüht, obwohl alle Pferde das selbe hatten, und haben auch anders behandelt.

Die Behandlungsfreiheit steht nicht nur Mensch zu sondern leider auch dem Tier dieses Menschen, da kann man gar nichts tun. Nicht mal das Vet Amt würde da etwas tun, Tier ist ja in ärzlicher Behandlung.

Bei uns sind fast alle Pferde wieder gesund - auch die der 3 Abzweigler. Viele Wege führen nach Rom - ob es hier der richtige Weg ist oder nicht wird sich erst am Ende zeigen.

Kommentar von Baroque ,

beglo1705, ich würde mir die Handlungen fast schriftlich geben lassen, wenn das eh schon schwierig ist und dann so ausführen, wie niedergeschrieben oder eben nur unter Zeugen mit ihr sprechen. Nicht, dass Dir hinterher gesagt wird, wie kannst Du nur einen Rehepatienten auf die Koppel lassen.

Und das Stallbuch ist ja schonmal gut, denn Du hast den dort notierten behandelnden Arzt angerufen und niemand anderen. Wenn sie es versäumt, einen Dienstleisterwechsel dort einzutragen, dann ist das ihr Problem.

Kommentar von beglo1705 ,

Ja das hat sich mein Mann gestern schon unterschreiben lassen. Denn weder er noch ich wollen hier für die Verantwortung zum Schluss übernehmen.

Antwort
von Tangstedt, 71

Ist es DEIN Stall? Oder bist du auch "nur" Einstellerin? Das ist entscheidend. Wenn es dein Stall ist, und die Dame kommt zu dir, um sich über dein (euer) Verhalten zu beschweren, ist das Vertrauensverhältnis schon arg gestört. Wenn sie nur ihren TA holen will, ist das in Ordnung, aber das muss sie vorher kundtun. Hat sie ja offenbar nicht.

Wenn sie behauptet, ihr Pferd sei vorher schlecht oder gar falsch behandelt worden, dann unterstreicht das nur euer gestörtes Verhältnis. Dann muss sie gehen und sich einen Stall suchen, wo ihre Bedürfnisse ihrer Meinung nach besser bedient werden.

Bist du aber nur Einsteller mit eigenem Pferd oder Reitbeteiligung o.ä., dann geht es dich nichts an, was und wie sie ihr Pferd behandelt, bzw. behandeln lässt. Ich weiß, dass man das kaum aushalten kann, vor allem, wenn das Pferd darunter leidet. Aber so ist es nun mal...

Wäre es MEIN Stall, würde ich ihr kündigen. Offenbar macht mein Stall ihr Pferd ja krank...

Kommentar von beglo1705 ,

Und genau hier liegt das Problem: der TA, der für sie seit Neuesten arbeitet, ist/war nicht bekannt da er ausserhalb ist, bei uns noch nie was gemacht hat und auch keine Änderung im Stallbuch war zu finden (wird alle 6 Wochen aktualisiert). Das Pferd kam zu uns (da hatte sie bereits einen akuten Schub), wurde entsprechend behandelt und seither war nichts mehr.

Kommentar von Baroque ,

Ob Dir der Tierarzt bekannt war, muss Dich glaub nicht kümmern. Ob man seinen Wunschtierarzt im Buch niedergeschrieben hat, ist Deine Frage und die ist ja geklärt, wie Du bei friesennarr geschrieben hast. Wenn sie es versäumt zu ändern, kannst Du das nicht riechen.

Antwort
von Rossi39, 95

Lass immer die Einsteller für Ihr Pferd entscheiden. Auch wenn es falsch ist.

Kommentar von beglo1705 ,

Das ist mir schon klar, ist schließlich nicht mein Pferd.

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