Frage von OneBand, 78

Pferd spinnt bei der Fütterungszeit?

Da ich den Tag über arbeiten muss komm ich meistens erst so um 5 in den Stall. Bis das Pferd dann gerichtet ist etc. Ist es schon relativ dunkel und wir haben keine Lichter auf dem Reitplatz. Und sobald es schon etwas dunkel ist wo man aber trotzdem noch was sieht wird mein Pferd sehr bockig.. Es schlägt nicht nur aus sondern buckelt sogar also wird einfach richtig giftig... Das merkt man ihm richtig an.. Tags über kann er aber richtig ruhig laufen ab und zu kommen auch kleinere bocksprüngchen aber das ist dann was anderes. Kann es sein das das Pferd wenn es dunkel ist an die Fütterungszeiten denkt und zum Stall zurück will? Oder das er das dunkle nicht mag? Hat damit schonmal jemand Erfahrung gemacht? Vielen Dank schonmal im Voraus

Expertenantwort
von NanaHu, Community-Experte für Pferde, 25

Die Frage nach der Ursache zu klären ist schwierig. Mögliche Faktoren gibt es viele.

Pferde können zwar im Dämmerlicht wesentlich besser sehen als Menschen, aber in völliger Dunkelheit sehen sie genau so schlecht/wenig wie wir. Natürlich kann es sein dass die eingeschränkte Wahrnehmung dazu führt, dass dein Pferd Angst bekommt (ist schließlich ein Fluchttier). Solches und ähnliches Verhalten resultiert ja in vielen Fällen aus reiner Unsicherheit und ist nicht böswillig oder aggressiv gemeint. Da Pferde ein sehr ausgeprägtes Gehör besitzen, kann es durchaus sein, dass dein Pferd etwas hört, aber nicht sieht und einschätzen kann - dann wird vorsichtshalber einfach schon mal der Fluchtmodus aktiviert und das Pferd will aus der Sitation fliehen und einen sicheren Ort aufsuchen.

(Verhält dein Pferd sich denn auch so, wenn ein Artgenosse mit auf dem Platz ist?.....oder ist es dann völlig entspannt?.... )

Dass dein Pferd sich so verhält weil es Futter für die Artgenossen gibt kann ich mir nicht vorstellen (es sei denn dein Pferd ist in Hörweite und der halbe Stall macht Randale weils Futter nicht schnell genug ran kommt. - Wäre das der Fall, dann ist das eindeutig mangelde Erziehung. Pferd haben zwar eine eigebaute Uhr :D...... Aber wenns mal 5 Minuten länger dauert bis es Essen gibt, dann haben die sich gefälligst auch zu benehmen.)

Probier doch einfach mal aus um die Ursache zu finden. Hol nen Kumpel mit auf den Platz und gucke was passiert. Versuche mal außerhalb der Fütterungszeit im dunkeln auf dem Platz zu arbeiten - z.B. leichte Arbeit nach der Fütterung......usw.

Antwort
von LyciaKarma, 41

Kann beides sein. Hast du mal seine Augen untersuchen lassen?  

Im Dunkeln würde ich nicht reiten und auch nicht zur Fütterungszeit. 

Allerdings kannst du beides trainieren, wenn es denn sein müsste - also mit Stirnlampe reiten und Fütterungszeiten variieren.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 78

Wenn es tatsächlich an der Dunkelheit liegt, dann mußt du da aber dran arbeiten und noch viel mehr im Dunkeln machen. Stirnlampe drauf und laufen gehen, damit die ganzen Gespenster die dein Pferd sieht mit der Zeit verblassen. Alles eine Frage der Übung.

Egal ob es sich um eine Futterzeit handelt oder nicht, darf das Pferd sich deswegen auf gar keinen Fall so aufführen, auch hier muß man trainieren, das geht am besten, wenn man die Fütterungszeit öfters mal ändert. Meine bekommen Kraftfutter nur wenn sie gearbeitet haben, und nicht nur damit gefüttert ist, daher immer erst die Arbeit und dann das Vergnügen.

Kommentar von boyzzlikegirlzz ,

Wegen dem Füttern: Pferde sollten immer regelmässig zur gleichen Zeit ihr Futter bekommen, da sie keine Gallenblase haben, die die Galle speichert. Der Pferdekörper stellt sich auf den Rhytmus der Fütterung ein, und die Galle wird immer zur etwa gleichen Zeit in den Magen geleitet. Deswegen sollte man regelmässig füttern.

Kommentar von NanaHu ,

jaein......regelmäßiges Füttern ja, aber wenn das Futter mal nicht auf die Sekunde genau im Trog liegt, ist das auch kein Beinbruch. Wenns mal 5  oder 10 Minuten länger dauert, dann hat das Pferd sich bitte auch so lange zu gedulden und zu benehmen.

Kommentar von friesennarr ,

Fütterungszeiten gibt es nur bei Boxenhaltung, wo der gesamte Bestand morgends oder abends eine Kelle voll Zeug bekommt. Offenstallpferde und Auslaufpferde haben keine geregelten Futterzeiten, diese sollte es auch nicht mehr geben.

Kommentar von friesennarr ,

Irgendwie hast du da deine Fakten durcheinander gebracht.

Die Gallenblase hat lediglich etwas mit der Fettverdauung zu tun, der Galle ist es vollkommen egal ob sie bestimmte Fütterungszeiten hat.

Ein Pferd ist ein Dauerfresser, wie willst du da bestimmte "Futterzeiten" einhalten, die Fressen nahezu immer und die Galle läuft immer in den Darm. 

Man füttert Pferde ganztägig mit maximalen Fresspausen von 3 Stunden. Kraftfutter füttert man nach der Arbeit, weil erst da weis man wieviel Arbeit man dem Pferdekörper entnommen hat und wieder auffüllen muß.

Les dir bitte mal ein gutes Pferdeernährungsbuch durch, dann weist du auch was die Galle ist.

Kommentar von friesennarr ,

http://www.amofela.de/verdauungsphysiologie/verdauung-des-pferdes.html

Da besonders der Teil: was passiert im Dünndarm

Antwort
von FrauStressfrei, 45

Ich würde auf keinen Fall im dunklen Reiten. Ohne Licht?

Kommentar von OneBand ,

Wie gesagt es ist nicht konplett dunkel es ist halt abends

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 51

In der Dunkelheit greifen die Raubtiere an.Das sagt der Instinkt.

Antwort
von pipepipepip, 35

Ich könnte mir beide Theorien vorstellen.

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