Frage von LittleUnicorn99, 77

Pferd parriert des Öfteren nicht durch und galoppiert nicht sofort an. Wie bekomme ich das in den Griff?

Hallo, ich habe seit September eine neue Reitbeteiligung, die auch echt super ist, aber alles andere als ein Anfängerpferd. Wenn ich mit ihr ins Gelände gehe parriert sie nach ungefähr 2/3 der Strecke nicht sofort durch oder hält nicht ohne Zügelhilfe an. Als ich mit ihr letztens über eine Wiese galoppieren wollte (die Wiese runter im Schritt und hoch im Galopp), hat sie Gas gegeben ohne dass sie es sollte und wollte weder langsamer werden, noch anhalten. Kurz vor einem Stacheldrahtzaun hat sie zum Glück eine scharfe Kurve gemacht. Schon beim runter gehen war sie hibbelig und wollte umkehren, als ich dann wieder hoch gehen wollte gab sie sofort Gas. Am nächsten Tag bin ich mit ihr dann zu Fuß über die Wiese gegangen und sie war genauso aufgedreht und wollte Gas geben, als wir die Wiese hoch gegangen sind. Wenn sie jedoch mal Galoppieren soll, braucht es mehrere Versuche, bis sie in den Galopp springt. Sie fängt an im Trab weg zu laufen und macht meistens einen halben Galoppsprung, bleibt dann doch im Trab. Über eine Wiese oder Stoppelfeld Gas zu geben würde ich mich gar nicht trauen, nicht wegen dem Tempo, sondern weil ich nicht sicher bin, ob sie durchparriert. An der Longe wird sie auch erstmal im Trab schneller, bis sie dann mal in den Galopp springt, es braucht jedoch keine Hunderte Versuche. Ob sie so auch bei anderen ist weiß ich nicht, da ich die einzige bin, die sie reitet. Sie wurde auch fast ein Jahr nicht geritten.

Ich hoffe mir kann jemand ein paar Tipps geben, wie ich das mit ihr hinbekomme. Die ersten drei Monate habe ich mit ihr nur vom Boden aus gearbeitet, da kein passender Sattel mehr vorhanden war und ich versuche nur mit meiner Stimme, Schenkelhilfe und Gewichtshilfe zu arbeiten. Im Gelände reagiert sie manchmal nicht und da muss auch mal die Zügelhilfe eingesetzt werden.

Antwort
von Isildur, 52

Hallo,

das klingt nach einem Pferd das schlecht an den Hilfen steht und seinen Reiter (im Gelände) mehr oder weniger ausblendet.

Wie ist sie denn auf dem Viereck? Wenn ihr Wiesen habt über die ihr reiten dürft, würde ich das Dressurprogramm nach draußen verfrachten und sie dort arbeiten, dass sie auf dich und deine Hilfen achten muss und Gelände nicht nur mit Rasen verbindet.

Ein Pferd sollte man auch nicht über das Tempo in den Galopp bringen sondern über einen Vernünftig gerittenen Gangartenwechsel, auf das reinrennen würde ich mich nicht einlassen, sondern das Tierchen wieder einsammeln, vermehrt aufs Hinterbein bringen und dann vernünftig und kontrolliert angaloppieren, dass verhindert auch das losschießen ganz gut.

Antwort
von LyciaKarma, 29

Klingt, als hätte sie nicht genug Kraft, um ordentlich anzugaloppieren, daher das Gerenne.  

Ich würde meine Dressurarbeit (auch den Unterricht!) ins Gelände verlegen und dort gar nicht mehr galoppieren, bis es besser wird.  

Wie ist sie auf dem Platz?

Kommentar von LittleUnicorn99 ,

Das Problem ist, dass es keinen Platz im Gelände gibt, wo ich es hinverlegen könnte. Es gibt eine Wiese in der Nähe(die Wiese wo sie losgerast ist) aber da stehen jetzt gegenüber von der Wiese Pferde und die spinnen total rum (Ohren werden angelegt, der Schweif steht senkrecht in der Luft und es wird hin und her galoppiert. Nicht nur bei meiner Reitbeteiligung, auch bei den anderen Pferden der Besitzerin), wenn man vorbei reitet und mein Pferd wird dann auch unruhig und kehrt ihnen ständig den Rücken zu, so dass ich absteigen und zu Fuß dran vorbei gehen muss.

Auf dem Platz reagiert sie sofort, ich brauche gar keine Zügel. Im Trab läuft sie zwar immer weg, aber das bessert sich immer mehr. Ich bin bis jetzt ein mal auf dem Platz galoppiert (erstmal will ich das mit dem Trab hinbekommen und der Platz ist sehr sehr klein) und da hat es auch mehrere Versuche gebraucht

Kommentar von LyciaKarma ,

Ich meinte keine Wiese, auf der du wie im Viereck reitest, sondern einfach, dass du eben Dressurübungen auch auf Wegen machen kannst ;) 

Seitengänge etc geht auch da, auch Übergänge und Tempiwechsel kann man wunderbar im Gelände reiten. Vor- und Hinterhandwendungen gehen auch, dafür braucht man keine Wiese.  

Ich würde dir auch raten, dir den Longenkurs von Babette Teschen zu besorgen. Da lernst du, wie du sie an der Longe wirklich so aufbauen kannst, dass sie mit Kraft galoppiert und sich nicht "reinfallen" lässt aus der Geschwindigkeit.  

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