Frage von MirjaKeks, 103

Pferd mit Arthrose worauf lasse ich mich ein?

Hi, Ich suche momentan eine Reitbeteidigung und habe einee ziemlich gut klingende gefunden. Problem ist das Tier hat Arthrose. Ich habe noch nie ein Pferd mit so einer Krankheit geritten. Muss ich was Beachten? Es gäbe auch Unterricht. Selbst nehme ich auch noch welchen da ich noch nicht Perfkt Reiten kann. Danke im vorraus

Antwort
von xxCamarguexx, 23

Das kann man pauschal gar nicht beantworten.

Es kommt drauf an wo die Arthrose sitzt und wie stark sie ausgeprägt ist.

Meine Stute hat seit mindestens 15 Jahren Arthrose und wird bis heute ganz normal geritten. Einzig und allein reite ich mindestens 20 Minuten Schritt, im Winter gerne auch 30 Minuten. Springen lassen wir auch sein. Longieren nur ganz selten und in sehr großen Bögen.

Wir können auf dem Platz arbeiten, Stangenarbeit machen und auch mal im Gelände fetzen. Natürlich alles nur wenn sie schön warm ist.

Sie hat seit Jahren keinen Schub gehabt, d.h. nicht gelahmt. Im Winter ist sie schonmal ein wenig steif, das hat sich mit 30 Minuten warm reiten dann aber auch erledigt.

Wir haben wirklich Glück.

Andere Pferde mit Arthrose kann man gar nicht mehr reiten. Sie lahmen ständig und sind nur noch mit Medikamenten schmerzfrei.

Als Reitbeteiligung würde ich so ein Pferd definitiv nehmen. Wenns dann doch nichts ist kann man immer noch nach was anderem suchen.

Meine Stute habe ich sogar mit der Diagnose Arthrose gekauft. Ganz bewusst. Und ich bereue es kein bisschen.

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 27

So wie CAlimero schreibt, ist es auch mit meinen Senioren:

wenn ich raus komme, weiß ich nicht, was mich erwartet: es gibt gute und schlechte TAge:
Wärme ist eher gut, naßkalte Wetter ist nicht gut,
dann werden die beiden Uralten auch eingedeckt und es tut ihnen gut : draußen zu sein und sich nach eigenem Geschmack zu bewegen im Aktivstll, aber nicht auskühlen zu können.

man kann mit Phytotherapie, Homöopatie, Tens, Einreibungen und belebenden Massagen npoch viel erreichen: meine Stute hat mit Arthrose noch 10 JAhre den Boß gegben und alle aufgemischt; das letzte Halbe JAhr bekam ie Schmerzmittel in steigernder Dosis; irgendwann kann man nicht mehr  helfen, ohne Leber und Niere zu schädigen

DAS muß man vorher wissen

Aber ich hab mir wieder einen solchen Kandidaten geholt: natürlich kein hart-unebenes Geläuf, kein Springen, und immer langsam aufbauen: dafür habe ich ein sanftes Intervaltrainign entwickelt mit viiiel Schritt im wechsel mit kleinen Trabrepriesen auf möglichst gerader Strecke, nach 20-30 Min auch Zirkel und große Bögen
und immer mit "Gefühl" für's Pferd reiten

LAß Dich von der Besitzerin einweisen, die sollte sich am besten auskennen
und hab keine Angst,
auch mit Arthrosepferden kann man viel Freude haben, vor allem auf vielen gemütlichen Ausritten

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 38

Lange , wirklich lange, Schritt reiten. 30 Minuten mindestens. Und dann halt traben. Aber nur lange LInien, also Zirkel, aber nicht unbedingt 6 m Volten. Vorsichtig mit Galopp. NIcht springen!

Antwort
von skjonii, 51

Es kommt natürlich auch ganz drauf an, wo die Arthrose sitzt. Generell gilt aber, regelmäßige Bewegung ist wichtig. Ich kenne ein Pferd mit Arthrose in der Halswirbelsäule. Ihm merkt man auch das Wetter extrem an, bei nasskaltem Wetter ist es deutlich schlechter als an warmen Tagen.

Antwort
von Weymez, 52

Am Anfang ist es wichtig lange Schritt zu reiten...  Also etwas länger als man ohnehin schon reitet...  

Es kommt natürlich auch drauf an wo die Arthrose ist und wie schlimm sie ist..  Bzw wie akut...  

Antwort
von FelixFoxx, 35

Pferde mit Arthrose brauchen anfangs eine längere Phase Schritt, bevor man antrabt. Bei feuchtem, kalten Wetter können sie auch mal einen schlechten Tag haben, wo man nicht viel machen kann. Ist die Arthrose weit fortgeschritten, kann das Pferd unreitbar sein.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 43

Dass das Pferd viel schonende Bewegung braucht, vor allem zu Beginn eine ausgeprägte Schrittphase,  wurde schon mehrfach erwähnt.

Auch dass man enge Wendungen meiden sollte ist klar.

Was noch wichtig ist: das Pferd ist sehr unterschiedlich in der Tagesform. Wenn man an einigen Tagen nach der ausgiebiegen  Schrittphase nicht merkt, dass das Pferd sich einläuft, hat es einen schlechten Tag, an dem man ihm dann nicht viel abverlangen sollte.

Auch wenn dem Pferd der Boden nicht behagt, sollte man so weit wie möglich darauf Rücksicht nehmen.

Was auch gut ist: das Pferd täglich abtasten. Wenn die anfälligen Körperstellen ( meist am Rücken) sich kälter anfühlen als die umliegende Haut, kann man durch vorbeugende Wärme oft  einen " Hexenschuss" verhindern.

Aber sicher bist du ja dann auch mit Besitzer und Tierarzt im Gespräch.

Antwort
von WesternCalimero, 16

Arthrose ist eine degenerative Krankheit der Gelenksknorpel. Bisher gibt es in der Schulmedizin kein Mittel, das die Krankheit vermindert. Hauptsächlich werden Schmerzmittel gegeben.

Heute gibt es die Befeldung mit 150MHz. Das ist m.E. das einzige regenerative Verfahren. Es gibt allerdings noch kaum TÄ, die solch ein Gerät haben. Das Gerät ist als Medizingerät zugelassen für die Humanmedizin.

Bei Arthrose muss die Beweglichkeit gefördert werden. Damit die Gelenksflüssigkeit ausreichend die Schmierung übernehmen kann, braucht es eine längere "Anlaufzeit". D.h. länger warmreiten.

Arthrose ist von Umgebungsbedingungen (ähnlich dem Rheuma) abhängig. Das bedeutet, an manchen Tagen geht nur sehr wenig, an anderen deutlich mehr.

Gute Dressur hält fit und gesund, springen ist bei Arthrose tabu.

LG Calimero

Antwort
von Mimi33394, 60

Ich reite auch ein Pferd mit Arthrose. Wenn das Pferd zu lahmen scheint, nicht stehen lassen, sondern erstmal ein paar Runden gehen lassen. Bewegung ist für die Gelenke sehr gut, während stehen Gift für sie ist. Deshalb kann es sein, dass sie, wenn man anfängt mit ihnen zu arbeiten, erstmal etwas unsicher laufen, das sollte sich aber dann geben.

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