Frage von Flair199, 83

Pferd lösen, aber wie?

Hallo, ich habe ein Problem, bei meiner Stute war vor Ca. 3-4 Wochen der Ostheopath da und hat all ihre Verspannungen und so gelöst. Seit dem habe ich sie so gut wie jeden Tag lange longiert um wieder richtig Muskelatur aufzubauen. Sie läuft auf schon viel zufriedner als vorher. Ich bin jetzt gestern das erste mal wieder geritten aber nur am langen Zügel und sie hat sich die ganze Zeit nach unten gestreckt und ist sehr zufrieden gelaufen, ich wollte sie dann einmal kurz aufnehmen, dann hat sie aber anstatt locker als Gebiss anzutreten sich ein wenig gegen das Gebiss gelegt und den Hals nach unten gedrückt. Sie ist generell nicht wirklich leicht in der Dressur. Wir sind vorher L Dressur gegangen und sie war nie wirklich fein zu reiten. Jetzt zu meiner Frage: wie kann/soll ich mit ihr arbeiten damit sie wieder locker ans Gebiss tritt. Danke Schonmal im Vorraus Lg

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 37

Ich würde mal vermuten, dass dem Pferd die Muskulatur fehlt, um von hinten nach vorne ans Gebiss heran zu treten.

Mt lauter vorwarts Abwärts kann laufen die Pferde oft auf der Vorhand. 

Da mußt du zusehen, dass du die Hinterbeien aktivierst, aber immer nur kurz und Wiese Schritt  am langen Zügel, damit die Muskeln nicht wieder durch Überbeanspruchung verspannen.

Oft die Haltung wechseln, damit nichts verkrampft - ist ja logisch, würde uns ja genau so gehen.

Mr paar Tipps ist es da sicher nicht getan - wenn ein Pferd L geht, Ohren sich fein reiten zulassen, ist da wahrscheinlich vorher manches schief gelaufen. Da brauchst Du einen guten Trainer, dem das Wohl des Pferdes wichtiger ist als " schnelles Vorankommen". Und zum Thema "richtig lösen "gibt es ja auch einiges an Literatur.

Antwort
von LyciaKarma, 15

Was ist mit dem Zweittermin? Den muss man haben beim Ostheo und der sollte dir auch gesagt haben, dass das Pferd bis dahin nur auf die Koppel soll und nicht arbeiten.

Hat den Grund, dass sich der Bewegungsapparat umstellen muss und das am Besten ohne Stress. 

Also normal wäre: Behandlung - 1-2 Wochen Arbeitspause - Nachbehandlung. 

Zu der Gebissfrage würde ich deinen Trainer fragen, weil euch hier keiner sehen kann. 

Antwort
von equeztrian, 51

Hab zwar mehr Ahnung vom Springen, aber ich würde versuchen sie sehr viel zu versammeln (Trab, Galopp + Übergänge) eben alles sehr versammelt, und sie somit möglichst ohne viel Druck an den Zügel ranzutreiben ;)

Viel Erfolg, Svenja :)

Kommentar von Flair199 ,

Beim Springen klappt dann bei uns auch immer alles, nur bei der Dressur habe ich immer ein paar Probleme sie zu motivieren. An Versammlung habe ich noch garnicht gedacht werde es dann direkt ausprobieren wie sie darauf reagiert 😊

Kommentar von Urlewas ,

Nach kurzer Versammlung muss aber auch immer wieder das Vorwärts und die Dehnung  kommen.

Nie zu viel verlangen.

Antwort
von Shatta, 23

Das übliche, zuerst vorwärts abwärts, dann viele Übergänge, Seitwärts, gebogene Linien und Zirkel verkleinern, vergrößern bis die Schwarte kracht. Genügend Pausen. Vielleicht wurde sie mal sauer geritten - Pferde vergessen nicht leicht. Es ist dann mehr psychisch, als physisch.

Kommentar von Urlewas ,

Ja , das übliche...

Und wenn man das übliche nicht perfekt hinkriegt, zieht man das Pferd krumm. Es verkrampft noch mehr, bekommt erst recht Blockaden,  und unter Umständen auch noch Sehnenschäden durch zu viel und unkorrektes seitwärts.

Deshalb finde ich ja, dass Tipps aus dem Internet keinesfalls reichen können. 

Womöglich gehört das Pferd völlig neu aufgebaut, wie ein junges. 

Da gehört ein geschultes Aufe dazu, u d für den Reiter wenigstens eine Lektüre, die ihm die ganze Systematik begreiflich macht. Ich fürchte,  da reichen leider nicht ein paar Anregungen von hier aus...

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