Frage von MSFCB, 51

Pferd lahmt nach Eisen Abnahme?

Hallo, ich habe eine Frage und hoffe iwer kann mir vlt helfen. Und zwar hat meine 10 jährige Trakehner Stute beidseitig Spat, vorne links und rechts eine Veränderung am Strahlbein und vorne links ein doppelt so großes Gleichbein als normal. Letzten Herbst hatte sie dann ein Hufgeschwüschwür vorne rechts, daraus hat sich eine Belastungsrehe entwickelt (beidseitig). Sie hatte durch den Spat hinten und die Veränderungen vorne schon ein spezial Beschlag durch die Rehe kam dann noch was dazu. Wir haben den Beschlag so bis zum Juli 2016 so gelassen sie lief nie drei Wochen am Stück, lahmte immer wieder mal Tierarzt meinte dann nur Schritt reiten. Im Juli haben wie die Eisen ganz abgemacht da sie seit Ende Juni nur noch auf der Wiese steht und gar nicht mehr laufen könnt auf Rat vom Hufschiemd also Eisen abgemacht. Erstmal lief sie besser natürlich erst fühlig aber es ging auf der Wiese (besser als mit Eisen) aber sie läuft auf hartem Boden immer noch lahm/fühlig und eigentlich ist sie eine hart im nehmen Tierarzt kennt das Pferd und die ganzen Vorerkrankungen und hat gesagt für ihr Verständnis läuft sie gut. Aber sie läuft jetzt ca. 5-6 Wochen ohne Eisen nur auf der Wiese und ein mal die Woche ein paar Meter in den Stall zum putzen und läuft trotzdem scheiße. Sie hatte ja vorne eine Platte und kann es sein das sie deswegen länger braucht um sich dran zu gewöhnen oder sollte ich doch nochmal Eisen drunter machen lassen und vlt auch von einem anderem Schmied (haben seit der Rehe leider schon den dritten Schmied am Werk :( ). Hoffe jemand kann mir ein Ratschlag geben denn ich bin am verzweifeln LG Mirijana

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 43

kann Dir der TA einen kompetenten Schmied empfehlen ?

wäre ihr geholfen, wenn sie für den "harten" Weg zum stall Hufschuhe trägt?

 Spat etc dauert nicht unter 2 JAhren und es ist ziemlich normal, daß sie sich nach vorne entlasten möchte, das aber aufgrund der Rehe etc nicht wirklich kann

frag nochmal den TA und ansonsten: bitte GEDULD - da dauert laaange,
aber vielleicht kannst Du doch schon mal
täglich 10 Min mit ihr auf ebenem Boden OHNE Steine, Schotter, Splitt oder Beton/Asphalt geradeaus gehen; bitte noch laaange nicht bergab führen

reib sie ein mit 1:1 mit WASSER VERDÜNNTEM RETTERPITZ (APOTHEKE) 4mal täglich alle befallenen KNOCHEN ; MUSKELN UND GELENKE

bei uns hat's geholfen; ich schmiere jetzt nur  noch morgens und abends...
ansonsten: "Naturapotheke" benutzen nach Rücksprache mitTA (Teufelskralle , Brennessel, MSM; GAG; Ingwer, ggf Weidenrinde(nur inAbsprache !!!!)

ich wünsche Dir viel erfolg und noch viel mehr geduld

p.s.

 Massage nach L.TellingtonJone "Ttouch"  tut immer gut !
(Tier UND Mensch....)

Kommentar von MSFCB ,

Leider kommt der empfohlende Schmied nicht mit meiner Stute klar da sie auch nicht so einfach ist.

Das weiß ich nicht.

Sie hat Spat schon seit drei Jahren.

Leider kann ich nicht leisten morgens und abends oder sogar 4 mal täglich was ein zu reiben :(

Vielen Dank  für die Tipps 

Antwort
von beglo1705, 25

Das ist im Internet immer schwierig einen Rat zu geben, wo es nun wirklich um die Gesundheit und auch Lebensqualität deines Pferdes geht.

Ich an deiner Stelle würde einen DifHo kommen lassen, der sich das ansieht und zukünftig auch regelmäßig die Hufbearbeitung an deiner Stute übernimmt. Der kann dir auch sagen, ob evtl. Hufschuhe für den Übergang anzuraten sind und worauf du sonst noch achten musst.

Schau mal hier zum Beispiel, da kann man nach Postleitzahl suchen und finden: http://difho.de/

Suche bitte unter Fallbeispiele, das vorletzte Feld ist "vor Ort".

Antwort
von WesternCalimero, 12

Also, Eisen ab ist in den meisten Fällen der richtige Weg. Da man aber leider in einigen Sonderfällen mit Eisen die besseren Erfolge hat, ist eine sehr genaue Prüfung am Pferd notwendig.

Der TA macht offenbar seine Arbeit auch nicht so, wie man sich das vorstellt. Belastungsrehe aufgrund eines Hufgeschwürs ---- äh... nööö. Hufrehe sind immer als systemische Krankheit zu sehen und haben ihre Ursache im Darm. Ob Belastungsrehe, Futterrehe oder Geburtsrehe, die Ursache ist in einer veränderten Darmflora zu suchen. Hierdurch entstehen Vergiftungen, welch die Rehe auslösen. Das ist leider bei den meisten TÄ noch nicht angekommen, obwohl es seit 20Jahren bekannt ist. Hufeisen machen das Problem noch größer, da die Strahlpumpe außer Funktion gesetzt wird und damit aus den Hufen die schädlichen Stoffe deutlich schlechter abtransportiert werden.

Pferde, die nach Abnahme der Eisen fühlig laufen, haben durch den Beschlag ein schlechtes Hufhorn (und u.U. auch eine dünnere Sohle). Bis sich das Hufhorn einmal komplett nachgebildet hat, vergeht etwa ein Jahr. Das heißt nicht, daß es ein Jahr dauern muss... Das heißt aber auch nicht, daß dann bereits komplett intaktes Hufhorn nachgewachsen ist. Das hängt von der Regulationsfähigkeit des Organismus ab. Die Regulationsfähigkeit wiederum ist von vielen Dingen abhängig u.a. auch von der Darmflora, dem PH-Wert und auch von der allgemeinen Giftbelastung (z.B. durch Medikamente) und aber auch durch den Abrieb (die Hufbelastung).

Ist die Regulationsfähigkeit vorhanden, macht sich das nach etwa 3-4 Monaten erst bemerkbar (Hornwachstum etwa 1cm je Monat).

Du siehst, Du hast noch längst nicht alle Baustellen erkannt. Für genaue Diagnosen vor Ort solltest Du jemanden von der DIFHO holen.

LG Calimero

Kommentar von Aristella ,

Das kann ich so nicht ganz stehen lassen. Eine Belastungsrehe hat nichts mit einer schlechten Darmflora zu tun und kann durchaus durch Überlastung entstehen, zB weil ein Pferd eben aufgrund eines Hufabszesses den parallel liegenden Huf überlastet. Hab ich leider selbst schon erlebt.

Auch eine Geburtsrehe hat Nüsse mit der Darmflora zu tun, der Auslöser ist hier eine Vergiftung des Stoffwechsels durch im Grunde Verwesungsprozesse in der Gebärmutter. Bei der Futterrehe ist es eine Vergiftung aus den Verdauungsprozessen im Darm - beide sind eine systemische Stoffwechselrehe, aber die Ursache ist eine andere.

Womit du aber sicher recht hast, eine Belastungsrehe entsteht viel schneller, wenn die Darmflora im A*** ist und das Pferd daher eh schon systemisch immer an der Kippe zur Stoffwechselrehe steht. Ist der Stoffwechsel gut und die Anbindung ebenso, wird ein Huf auch eine mehrwöchige Dauerbelastung aufgrund schonen der anderen Gliedmaße zwar nicht gänzlich unbeschadet, aber doch ohne gravierende Probleme überstehen. Ist die Anbindung eh schon eher wabbelig, dann können 3 Tage schon zuviel sein.

Ich hatte gerade den Fall einer Stute mit 4x Hufkrebs, der seit Februar schon sehr viel besser geworden ist. Vorne ausgeheilt, RH war noch am schlimmsten - und dann hat die Dumpfbacke sich auf der Weide geprügelt und sich LH einen Haarriss zugezogen. Jetzt konnte sie mir die letzten 12 Wochen RH nicht geben, weil sie links nicht stehen konnte und hat den kränkesten Huf noch überbelastet. Innerhalb von 12 Wochen sind wir wieder auf dem Zustand, dem wir im März hatten...

Antwort
von Aristella, 39

Mit Eisen ab und Wunder hoffen ist es ja nicht getan. Die Bearbeitung muss passen, und wenn die Hufe vorher schon Baustellen waren, ist 6 Wochen schlecht laufen auch bei toller Bearbeitung durchaus im Bereich des normalen...

Antwort
von somi1407, 15

Bei meiner RB ist das ähnlich. Der haben wir im Juli die Eisen abgemacht und auf hartem Boden läuft er immer noch wie ein sterbender Schwan. Der Schmied sagt, dass das okay ist, weil die Hornqualität einfach bescheiden ist.

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