Pferd ist durchgegangen im Gelände
Hallo, ich bin seit ca seit einem halben Jahr im besitz meines ersten eigenen Pferdes. Er ist ein Vollblut und vor ein paar Tagen hatten wir einen unschönen Vorfall im Gelände. Mein Pferd ist mir durch gegangen und ich habe ihn nicht mehr gehoben bekommen. Irgendwann binn ich aus den Steigbügeln gerutschut und habe nach ein paar Metern einen unschönen abgang gemacht. Ich habe ein Martingal da er gerne den Kopf hoch reist. Jetzt weis ich nicht was ich machen soll, denn andere Hilfszügel soll man (wie ich gelesen habe) überhaupt nicht verwenden im Gelände. Ich habe ein bisschen Angst dass mir sowas nochmal passiert und frage mich nun was ich machen soll. Ich habe keinerlei möglichkeiten eine Reithalle oder einen Platz zu nutzen. Ich kann nur ins Gelände. Kann mir jemand ein paar Tips geben. Wäre sehr dankbar
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Du schreibst selbst daß Du dein Pferd draussen auch mal richtig laufen lässt .. tja da hast Du vermutlich auch schon den Fehler.
Es ist richtig dass man keine Ausbinder im Gelände benutzen soll da die Gefahr groß ist daß das Pferd mit den Beinen reinsteigen kann.
Hast Du keinen benachbarten Reitstall bei denen Du einmal die Woche den Platz mitbenutzen darfst? Versuch es doch mal, frag nach denn besonders beim ersten eigenen Pferd hat man ja noch viel zu lernen.
Gehst Du immer allein ins Gelände? Lässt Du Dein Pferd die letzten Kilometer zurück in Richtung Stall noch laufen? Geh lieber im Schritt das ist auch gut fürs Pferd zum Ausschnaufen. Übe mit Deinem Pferd Tempowechsel, lass es nicht ins reine laufen kommen,.. kein Dahingerenne mehr! Lieber antraben und nach ein paar Metern wieder Schritt, kontrolliere die Geschwindigkeit - nicht das Pferd hat zu bestimmen wie flott ihr unterwegs seid. Lege keine festen Galoppstrecken ein, Pferde sind auch Gewohnheitstiere, es wird nicht mehr auf Deine Hilfen warten sondern selbst loslaufen wenn es gewohnt ist das zu dürfen.
Gegen das Kopfhochreissen (+evtl Rücken wegdrücken) hilft nur eins: konzentriert arbeiten. Es gibt ein tolles Buch: Dressur im Gelände. Da gehts auch ohne Reitplatz. Lern Deinem Pferd dass Ausreiten nicht gleich kopfloses Rennen bedeutet. Auch draussen im Gelände kann man Bäume für ein Slalom nutzen, Seitengänge auf Feldwegen, Stellen und Biegen .. Bau immer wieder Abwechslung und Kopfarbeit für Dein Pferd ein. Ist es mit dem Kopf beschäftigt wird es auch nicht mehr nur noch rennen weil es sich auf Dich konzentrieren muß
Viel Glück und Spaß beim Training!
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Antwort von Emily21 27.02.20101 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Also Angst habe ich jetzt nicht direkt, eher ein wenig bammel dass es nochmal so ausarten kann. Ich muss dazu sagen, dass er beim Vorbesitzer IMMER mit Wiener zügel geritten wurde. Ich habe mir nicht wirklich gedanken darüber gemacht. Also schreckhaft ist er auf keinenfall, er hat super Nerven. Ich glaube es lag vielleicht daran dass es heimwerts ging. Er ist auch eine ganze weile gestanden da er eine Sehnenentzündung gehabt hat. Habe ihn zwischen durch ein paar mal auf die Koppel, aber Wetterbedingt war das sehr wenig (Ich bin einfach jetzt Vorsichtig seit der Sehnenentzündung) Und wenn wir im Gelände waren, habe ich ihn immer schön rennen lassen und habe ihn auch ganz gut Händeln können . Bis auf dieses mal, das war auch das erste mal das er so abgegangen ist. Was Ausbinder angeht muss ich ein Martingal rein machen weil er immer den Schädel hoch zieht und ich dann keine Kontrolle habe.
Kommentar von SelfmadequeenSelfmadequeen 06.06.2010Na das erklärt doch alles! Wie hast du denn reagiert nachdem das Pferd durchgegangen ist? Bist du noch mal drauf und hast es arbeiten lassen?
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Du schreibst, daß Du ein Vollblut hast. Vollblüter wollen meist nur eines nach der Winterpause: Laufen! Ich selbst habe eine Vollblutstute und muß im Frühjahr (ging schon die letzten beiden Wochen trotz teilweise tiefem Schnee los) sehr aufpassen, daß sie bei einem gepflegten Galopp nicht loszieht (ich reite völlig ohne Ausbinder). Ich lasse sie deshalb meist zuerst in der Halle (wenn sie denn frei ist) austoben, longiere etwas und dann ist dieses "Losrennbedürfnis" nicht mehr ganz so stark. Allgemein muß ich aber im Frühjahr viel mehr auf der Hut sein als ein paar Monate später. Du solltest natürlich trotzdem versuchen weiter zu galoppieren. Evtl. hast Du ja Strecken, bei denen Du Dein Pferd einen Berg hochlenken kannst wenn zu toll wird. Mit hat vor kurzem geholfen indem ich sie dann einfach im vollen Galoppp auf einen recht engen Zirken auf einem benachbarten Acken genötigt habe. Der Zirkel war noch nicht ganz fertig da hatte ich sie schon wieder im Griff und alles war gut. Ich habe dann immer den Eindruck daß sie das alles eher spaßig empfindet.... Also: Nicht verzagen, den Laufdrang etwas abmildern und Notfallscenarien üben - dann macht es gleich wieder Spaß. Du hast ja ein Vollblut sicherlich nicht um nur gemächlich im Schritt in der Gegend herumzuschleichen....
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Antwort von LeonieRi94 26.02.20101 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Wichtig ist jetzt nicht panik vorm reiten zu bekommen, geh am besten erstmal in einer gruppe ausreiten um mehr sicherheit zu haben, bleib am besten hinten so hast du eine bremse falls er nochh mal los zieht. weißt du warum er durchgegangen ist? hat er sich vor irgendetwas erschreckt?
lg leo
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Lass ihn sich vor dem Ausreiten erst mal eine Viertelstunde an der Longe austoben, dann geht er sicher ruhiger.
Kommentar von reiterhexereiterhexe 15.03.2010nicht so gut auf Dauer - viele Pferde bauen dabei einfach nur eine bessere Kondition auf. Kurzfristig mal (zB wenn einfach ein Flitz-Tag ist) aber eine gute Lösung
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Antwort von jessybaer 30.07.2012
Hallo,vieleich sollteest du deinem pferd beim ausreiten mal so richtig gass geben ? dann ist er müde und du kannst gemütlich ausreiten
finde deinen rat super, schließe mich an..:-)