Frage von engelsmond, 102

Pferd hat Angst vor Stangen!?

Hi.Mein Pferd hat Angst vor Trabstangen,an manchen Tagen schafft man es das er drüber geht...Aber dann muss man ihn vorher schon mindestens 20×mal drübergeführt haben😒😞An manchen Tagen geht er unter dem Sattel jedoch gar nicht drüber👿Auch wenn man es tausendmal versucht erschreckt er sich und springt zur Seite😞❗👿Habt ihr einen Tipp?Danke für Antworten🙈🌼🌾

Antwort
von lenchenh, 60

Ich kenne ein ähnliches Pferd. An einem Tag sind wir problemlos drüber gekommen, am nächsten Tag steht er wie angewurzelt davor.

Auf keinen Fall versuchen drüber zu zwingen oder ähnliches. Ich würde empfehlen, die Stangen erstmal einfach nur in der Halle liegen zu haben, ihnen aber keinerlei Beachtung schenken und ganz normal reiten. Irgendwann einfach mal hinreiten, ihn das ganze anschauen lassen (Zügel länger lassen, dann kann er auch dran riechen wenn er möchte). Dann einfach wieder wegreiten ohne drüber gelaufen zu sein.

Immer mal wieder nen Zirkel/ Volte um die Stangen herum reiten, langsam immer ein wenig kleiner werden. Immer wieder wie oben beschrieben hinreiten und ihn gucken lassen, mehr aber nicht.

Geh nicht mit dem Ziel in die Stunde heute muss er da unbedingt drüber! Du kannst es auch ein paar Tage einfach wie oben beschrieben handhaben, irgendwann wird er sich dran gewöhnt haben.

Fang doch außerdem vielleicht erstmal nur mit einer Stange an, ist schon mal weniger gruseliges da.

Außerdem könntest du bodenarbeitstechnisch verschiedenes mit Stangen üben, z.B. über einer Stange halten, Windbruch, durch ein "Labyrinth" von Stangen führen (oder auch reiten), durch eine Gasse von 2 Stangen reiten, all solche Späße, irgendwann wird sich die Angst vor den komischen Dingern am Boden legen.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

LG lenchenh

Kommentar von lenchenh ,

Ich hab grade noch gesehen, dass du geschrieben hast, dass er sich generell vor viel erschreckt. Dann mach doch wirklich mehr Antischrecktraining (über eine Plane führen, durch nen Flattervorhang durch, ...). Es wäre vielleicht auch eine gute Idee einen Trainer hinzuzuziehen, denn live vor Ort kann man meist mehr helfen als übers Internet.

Falls du noch Fragen hast, kannst du dich gerne melden!

Antwort
von WesternCalimero, 20

Dein Pferd passt auf sich selbst auf. Damit hat es nicht genug Vertrauen in dich. Generell bei Pferden, die sich vor allem fürchten muss man gezielt Vertrauen aufbauen.

Du kennst ja sicherlich nun schon einige Dinge, die das Pferd "gruselig" findet. Folgendes Vorgehen:

Erste einmal vom Boden aus. Nimm einen möglichst langen Führstrick, oder ein Bodenarbeitsseil (>3,5m). Geh´ mit dem Pferd auf eine Stange zu und lass das Pferd auch anhalten, wenn es möchte. Du gehst aber weiter zur Stange begleitet von den (immer gleichen !!) Worten:" alles gut". dann bückst Du dich und berührst die Stange. Nun wartest Du ab, ob die Neugier siegt und das Pferd zu Dir kommt. Die Wartezeit sollte so um die 5 Minuten betragen.

Wenn es kommt, zeigst Du mit ausgestrecktem Arm auf die Stange und sagst "gucken" - nicht mehr - . Dann beugst Du dich wieder hinunter und berührst die Stange. Das wiederholst Du mindestens 4 mal (!) (Dreimal ist absolutes Minimum!). Dann gehst Du mit dem Pferd von der Stange fort und übst etwas anderes, was das Pferd schon gut kann ( z.B. Vorhandweichen / HH-weichen). Erfolgreich war es, wenn das Pferd dir folgt und die Stange interessiert begutachtet. Es darf auch daran knabbern (Pferde brauchen das... um die Harmlosigkeit festzustellen).  

Wenn es nicht kommt, gehst Du mit dem Pferd von der Stange fort und näherst dich erneut.

Erst, wenn das Pferd die Stange als harmlos einstuft, darfst Du den nächsten Schritt gehen, nämlich über die Stange laufen.

Die nächste Stufe ist über der Stange stehen zu bleiben.

Die nächste Stufe ist über der Stange abwechselnd VH und HH verschieben (Schrittweises seitwärts gehen).

Jetzt kannst Du aus dem Sattel mit dem Pferd dorthin gehen, die Zügel lang lassen , den Arm in den Sichtbereich des Pferdes ausstrecken und die gleichen Worte verwenden, die Du bei den Übungen verwendet hast (z.B.:"alles gut und "gucken"). Wenn das Pferd nun ohne Angst an die Stange herantritt hast Du schon viel gewonnen.

Erst wenn das klappt, kommt die nächste Baustelle ( Der nächste "gruselige" Gegenstand). --genau das gleiche Vorgehen --

Dadurch, daß Du dem Pferd die Dinge zeigst, beweist DU deine Kompetenz die Dinge einschätzen zu können. Damit wird das Pferd mit jedem "gruseligen" Gegenstand, den Du ihm zeigst, mehr Vertrauen in Dich setzen.

LG Calimero

Kommentar von Heklamari ,

eine konsequente und pferdefreundliche Trainingsmethode,

man kann sie ggf  auch als Clickertraining aufbauen
(mach Dich schlau, wie Du Dein Pferd konditionieren kannst UND ihm Vertrauen in Dich beibringst in einen oder mehreren passenden Kursen)

wir machen das bei ängstlichen Pferden so: ein erfahrenes Pferd wird mit dem Angsthasen nauf eine "besondere" Weide gebracht: sie ist sehr lang und schmal und ist in 5 Teile unhterzteult, hat also  4 Tore, die 1,2 bis 2,5 m breit sind und neben/in denen man allerlei "Erschreckliches" legen, hängen stellen kann.
Der Trick: das Futter liegt an der einen hinteren Seite, Die Tränke ist am entgegen gesetzten Ende. Das mutige Pferd macht sich nix aus all dem Gedönst, das bei uns rumliegt und hängt und zeigt dem ängstlichen, daß das Zeug ihn NICHT frißt
und Hunger und Durst sind eine tolle Motivationshilfe...

Wir haben alle Fohlen so trainiert und die Angsthasen auch; nach 2-3 Monaten hat sich schon mal einiges gebssert und man kann bewußt mit dem "DSpielzeug" arbeiten: hinführen, durchführen, drüberführen - was auch immer
später dann eben auch reiten, ggf wieder mit Führpferd

aber das Wichtigste ist, daß dein Pferd dir vertraut: also viiiel spazieren gehen und alles nutzen, was sich ergibt: Wäscheleine, bunte Zäune, Ackergerät, Hunde, Gänse, Schweine, Pfau!!!,  Perlhühner, klirrende Ketten, Einkaufswagen, scheppernde dosen, knirschendes Plastik usw usw usw kurz GHP satt

ich gehe davon aus, daß das Auslappen und Ausleinen längst erledigt ist und/oder regelmäßig weiter gemacht wird mit immer wieder anderen Dingen

und viiielo LOB genau im Moment, wenn's klappt oder schon wenn's Pferd drauf zu geht, was es ängstigt

Antwort
von Unicorn2403, 49

Hmm mehr SchreckTraining machen würde ixh sagen und dabei auch solche stangen aufbauen und ihn langsam ran führen und ihm dabei einfach zeit geben würde iCh sagen irgendwann wird er sich trauen und danach ausgibig loben streicheln ect. Das pferd aufjedenfall nicht drängen sonst wird die angst stärker oder er macht garnichts mehr 

LG :)

Antwort
von engelsmond, 38

Das Problem ist auch,dass er ein totaler Angsthase ist....er erschreckt sich vor allem!!!

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