Frage von wolfxqueen, 139

Pferd hält Kopf ganz nah bei mir während ich sitze?

Hi Leute und Pferdefans!

Ich habe seit einer Woche eine RB und bin jeden Tag mehr als 3 Stunden bei ihr, sie steht mit einem anderen Pferd auf einer Koppel + Stall (verbunden) und da ist niemand. Nun war ich heute zum 4. Mal bei ihr und wir lernen uns gerade richtig kennen.

Sie ist ein Pferd, meinte die Besitzerin, mit welchem man Zeit braucht. Hab ich volles Verständnis, ich reite sie auch erst, wenn Sie mir 100% vertraut. Heute saß ich eben auf der Bank in der Weide und sie kam zu mir und legte ihren Kopf quasi in die Luft über meinem Schoß und döst da mit halb geschlossenen Augen. Klar, das Leittier ( was ich ja werden soll, damit sie mir auch vertraut) und jedes Mitglied der Herde hat ja einen 'privaten Bereich'... nun meine Frage:

Soll ich ihr das erlauben? Oder Sie abweisen? Weil sie in meinem 'privaten Bereich' steht? Ist das ein Zeichen von Freundschaft? Oder will sie mir damit zeigen, sie geht hin wo sie will, also dringt in meinen Bereich ein, ohne dass ich was dagegen mache? sprich: Sie Leittier? Bitte helft mir, ich glaube, wenn man das Herz von ihr erst einmal erpbert hat, sind wir ein super Team... verbau ich mir es hiermit?

Liebe Grüße, Caro

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Feivel93, 44

Hallo Wolfxqueen,

"privater Bereich" bedeutet soviel, wie dass andere in diesem Bereich nicht machen dürfen, was sie wollen. Der "private Bereich" eines Menschen beträgt etwa Armlänge, der eines Pferdes ungefähr eine Pferdelänge. Das ist allgemein akzeptiert, bei Menschen und auch Pferden.

Daher fassen dir fremde Leute nicht an den Busen oder stellen sich zum Unterhalten nicht 10cm vor dein Gesicht!

Lernt man sich näher kennen, weiß man was man im "Privatbereich" des anderen darf und was nicht. Ist man sich noch unsicher, "fragt" man vorher an. Der Ersthelfer fragt mündlich: "Ist das ok, wenn ich sie anfasse?" Der Lebenspartner breitet die Arme leicht aus und lächelt. Lächelst du daraufhin auch, ist es klar, dass ihr euch umarmen wollt...

Du brauchst anderen Menschen gegenüber nicht dominant zu sein, um sie davon abzuhalten, in deinen Privatbereich einzudringen. Das vermehrte Öffnen der Augen, etwas Körperspannung und notfalls ein Schritt zurück reicht völlig aus! Bei gut sozialisierten Pferden ist das genauso.

Ich gehe also davon aus, dass deine neue RB "gefragt" hat, bevor sie ihren Kopf über deinen Schoß gehalten hat. Da dir das nicht unangenehm zu sein scheint, hast du keine Abwehrreaktion gezeigt (womit ich nicht "hauen" meine, sondern einfach nur mehr Körperspannung) und sie somit "eingeladen".

Somit ist doch alles gut! Wenn dir etwas unangenehm ist und sie tut es trotzdem (zum Beispiel dich mit dem Huf anzustupsen), dann solltest du überlegen, ob irgendwas nicht stimmt und deine "Abwehrhaltung" mehr präzisieren (erstmal durch mehr Körperspannung und ev. ein leichtes Vorbeugen in ihre Richtung). Gleich hauen ist nicht angemessen und auch nicht notwendig. Macht man ja mit einem Arbeitskollegen auch nicht ;)

Leittier bedeutet vor allem GEGENSEITIGER Respekt, Verantwortung und Freundschaft  -  nicht Dominanz und Unterdrückung.

Ich persönlich habe bei meinen Pferden einen "Privatbereich" von ca. 1-2 Pferdelängen. Hier dürfen keine Rangstreitigkeiten und Ärgereien mit den anderen Pferden ausgetragen werden, fremde Personen stehen hier unter meinem persönlichen Schutz und dürfen nicht "nach Leckerlis gefilzt" werden. Alle wissen das und jeder hält sich dran. Sie wissen aber, dass sie jederzeit im Schritt zu mir kommen dürfen, ohne zu fragen. Scheuern an mir ist nur erlaubt auf Nachfrage: Habe ich gute Klamotten an, möchte ich das dann nicht und trete einen Schritt zurück. In Stallklamotten senke ich den Kopf und lehne mich leicht vor. Dann darf so lange gescheuert werden, bis ich zurücktrete (ev. weil es zu dolle war)...

Körpersprache ist für Pferde selbsterklärend. Man selbst muss nur lernen, sie bewusst anzuwenden.

Viel Freude bei eurem weiteren Kennenlernen!

VLG - Feivel

Kommentar von wolfxqueen ,

Hallo  Feivel, danke für die nette Antwort. Genau, wir Menschen haben tatsächlich auch einen privaten Bereich, wenn ich mal so drüber nachdenke... Vielen Dank für diese Erkenntnis, bewusst war mir das so noch nie richtig.

Und gleich noch eine Frage: Wie sind Sie die "Führerin" der Herde geworden? Bzw wie haben Sie den Pferden gezeigt, bei Ihnen sind sie sicher, sie können Ihnen vertrauen?

Liebe Grüße, Caro :)

Kommentar von Feivel93 ,

Hallo Caro,

ich bin nicht die Führerin meiner Herde. Da ich meine Pferde aber mag (und sie mich glaube ich auch mögen), respektieren sie meine Wünsche. Auch zeige ich ihnen sehr deutlich und immer wieder, was ich mag und was nicht. Da bin ich sehr konsequent.

Gerade am Anfang habe ich viel Bodenarbeit gemacht, daher kennen sie es zu weichen. Ist jetzt ein Pferd in meiner Gegenwart aggressiv, bin ich "total sauer", gucke böse und mache ggf. einen Scheinangriff. Normalerweise sind die Pferde so flink, dass es dabei nicht zu Körperkontakt kommt, weil das Pferd vorher wegspringt. Beim "wann", "wie oft" und "wie dolle" muss man seinen Weg finden. Ich mache das bei meinen sehr selten.

Passieren "harmlose" Dinge (z.B. Pferd gibt Hufe nicht, auch nach mehrfacher Aufforderung), breche ich erstmal ab, atme ich resigniert aus ("Ach Dicker, warum denn das jetzt? Probieren wir es noch mal?") und versuche es noch mal. Meist klappt es dann. und beim nächsten Mal wieder wie geschmiert ;) Nur nicht sauer werden, auch wenn es dauert...

Behandle dein Pferd so, wie du auch gern behandelt werden möchtest!

Meine Pferde vertrauen mir (z.B. beim Springen), weil ich von ihnen nie etwas fordern würde, wo ich nicht sicher bin, dass sie es auch leisten können.

Fordere nie etwas von einem Pferd, was es nicht leisten kann.

Hat ein Pferd Angst, versuche ich ihm die Angst zu nehmen. Bei "gruseligen Gegenständen" steige ich ab und nähere mich dem Ding zuerst. Dabei lasse ich dem Pferd die Zeit die es braucht und dränge es nicht. Hat das Pferd Angst vor der Situation, breche ich diese ab. Auch wenn das im Ernstfall heißt, dass wir heute eben mal nicht ausreiten oder es diesen Sprung heute nicht springt!

Dein Pferd ist ein Fluchttier. Bewahre es vor Ängsten.

Sei deinem Pferd ein Freund und es wird auch dein Freund sein. Hält dich den Pferd für eine Führungspersönlichkeit:

  • weil du weißt, wo es ungefährlich ist
  • weil du in dem was du möchtest standhaft bist
  • weil du es gut mit ihm meinst
  • weil du immer das Beste aus ihm rausholst
  • weil du ihm körperlich und geistig gut tust
  • weil du verzeihen kannst und nicht nachtragend bist
  • und weil es Spaß macht, bei dir zu sein

dann wirst das Pferd auch alles daran setzen, dein Freund zu sein! Glaub ja nicht, dass du es dann noch mal los wirst...

VLG - Feivel

Kommentar von Baroque ,

Mal korrekt verstanden - natürlich dürfen wir auch uns "unterstellte" einladen, einzudringen. Aber wir entscheiden.

Wo es bei den Menschen gar nicht klappt, sind Supermarktkassenschlangen. Da hilft auch Körperspannung und ein böse Blick nix, da hilft nicht mal, wenn die Reitklamotten, in denen man noch schnell angehalten hat, um am Heimweg was zu kaufen, nach Stall und Schweiß riechen ... ;-)

Kommentar von Urlewas ,

Wohl wahr - allerdings prügeln mußte  ich mich da immerhin auch noch nie ;-)

Mit Worten wie" entschuldigung, aber ich mag es nicht, wenn Ihr Einkaufswagen meine Hacken malträtiert", bin ich bisher immerhin noch unbeschadet durchgekommen.

Pferde, die einander nicht kennen, würden  am Futterplatz unter Umständen wohl auch erst mal  etwas eine deutlichere Ausdrucksform finden, richtig?

Antwort
von hallosammy, 89

Hallihallo!

Ich würde deiner Rb das erlauben, denn ich glaube, es ist ein Zeichen von Freundschaft und Vertrauen, so nach dem Motto: 'Bei dir fühle ich mich sicher: ich kann entspannen. Du passt auf mich auf.' Ich finde das richtig süß von ihr!

Sollte sie dir aber mal zu aufdringlich werden, solltest du nicht davor scheuen, sie zurückzuschicken, denn sie muss deine Grenzen kennen. Aber wenn das dich nicht stört, finde ich das vollkommen ok.

Viel Spaß noch mit deiner Traum-Rb! Deine Sammy ;)

Kommentar von wolfxqueen ,

Danke für die tolle Antwort!

Hat mir echt geholfen und genau, Konsequenz muss sein, Gewalt werde ich bei Tieren niemals anwenden, zurückweisen wenn Sie zu drängelnd wird, das ist klar. :) Danke nochmal, hat mich echt beruhigt. Ich freu micj schon auf morgen, ich hoffe sie macht das nochmal, das ist ja schon irgendwie total süß 😍  Liebe Grüße, Caro :3

Kommentar von hallosammy ,

Danke für den netten Kommentar! Viel Spaß noch mit ihr ^-^

Antwort
von little0cookie, 19

Hallo,

das wichtigste bei der Beantwortung deiner Frage ist doch: wie fühlt es sich für dich an? Fühlst du dich damit wohl? Fühlt ihr beide euch damit wohl?

So, wie du das beschreibst, klingt das für mich nach einem Pferd, das gerne bei dir ist und sich in deiner Gegenwart entspannen kann. Das ist  unheimlich viel wert!

Solange sie dich nicht umrennt oder dich überrumpelt, als seiest du gar nicht da, ist gegen Nähe zwischen Mensch und Pferd überhaupt nichts einzuwenden.

Meiner Meinung nach ist der Ansatz, Dominanz sei der Schlüssel im Umgang mit Pferden, komplett überholt. Klar, man muss sich auf jeden Fall Respekt verschaffen, aber genauso bringe ich dem Pferd ehrlichen Respekt entgegen. Bei einigen Kandidaten, die gelernt haben, dass der Mensch komplett inkompetent ist, braucht es in einer einmaligen Diskussion vielleicht auch mal mehr Druck (aber vor allem Timing und Gefühl), um sie wieder vom Gegenteil zu überzeugen. Aber wenn man die Praktik des Wegschickens mit Druck, wie es im klassischen Horsemanship praktiziert wird, dauerhaft einsetzt, hat man schnell ein Pferd, dass sich nur noch von einem wegbewegt und man hat schnell Probleme, es überhaupt zu sich zu holen und bei sich zu behalten.
Ich habe meinem daher nicht beigebracht, auf Druck zu weichen (klar, ich kann ihn auch wegschicken auf ganz feines Signal, mache das aber äußerst selten), sondern besonders auf Druck zu kommen. So erzieht man sich ein Pferd, das nicht nur kontrolliert abrufbar ist, sondern man bekommt auch ein Pferd, dass irgendwann das Zum-Menschen-Kommen als die Lösung für alles sieht. Das ist dann besonders in potenziellen Fluchtsituationen klasse.

Wenn du mich fragst: freu dich, dass die Stute freiwillig so entspannt Zeit mit dir verbringt und mach das auf keinen Fall kaputt, indem du sie wegschickst. Klar, wenn sie dir mal zu nahe kommt, schick sie so weit zurück, wie es für dich angenehm ist, aber verbiete ihr nicht das Zusammensein mit dir. Es gibt soooo viele Pferd-Mensch-Paare, bei denen das Pferd ehrlicher Weise Reißaus nimmt, sobald es das kann. Wenn es sich gut anfühlt, freu dich und genieß es! :-)

Grüße

Kommentar von wolfxqueen ,

Jaaa es fühlt sich sogar super an! Heute das Gleiche wieder, saß auf der Bank, habe sie gezeichnet, dann kommt sie und steht da als ob die gleich umfallen würde :D hatte schon Angst, die legt ihren Kopf auf meinen Zeichnblock :P als ich dann aufgestanden bin, ist sie zwar stehengeblieben, aber wenn ich ihr verständlich mache, ich möchte bitte an ihr vorbei und sie steht im Weg, dann kapiert die das total. :)

Also vielen Dank für die Antwort, toll, dass man auf so manche Pferdefreunde hier stößt die so freundlich UND hilfreich antworten! 

LG, Caro :)

Kommentar von little0cookie ,

Dann ist doch alles gut :-)
Sehr gerne! Danke dir für die lieben Worte.
Ich bin ohnehin der Meinung, dass man mit Pferden nicht diese typische Leittiert-Thematik klären kann. Pferde sind nicht doof, die wissen ganz genau, dass wir nicht zu ihrer Spezies gehören und sie werden uns auch nie als echtes, pferdiges Mitglied wahrnehmen. Das finde ich persönlich aber auch gut, alles andere wäre irgendwie ungesund.
Die Beziehung, die zwischen Pferden und Menschen möglich ist, ist einfach eine andere, als die zwischen Pferden und Pferden. Wir haben mit unseren Pferden einfach andere Regeln als sie untereinander, aber das müssen wir auch - wir würden schon bei einer kleinen Aufforderung zum Spiel im Krankenhaus landen :D
Aber dass die Regeln mit uns andere sind, das kann man den Pferden sehr leicht beibringen, wenn sie nicht komplett schlechte Menschenerfahrungen gemacht haben. Deswegen, schau einfach, was sich für euch beide richtig anfühlt, und erstelle eure Regeln danach... Nicht, was Lehre XY vorschreibt.

Kommentar von Urlewas ,

Gut gesagt!

Nicht auszudenken, wenn das Pferd mir seine Sympathie zeigen würde, indem es meinen Nacken mit den Zähnen bearbeitet...

In einer Herde ist die Hirarchie übrigens nach neusten Erkenntnissen auch nicht militärisch festgelegt: wenn irgendein anderes Pferd eine Gefaht schneller erkennt als die Leitstute, hören ja auch alle sofort auf diese Tier und setzten es somit  in dem Moment der Leitung gleich.

Daraus ergibt sich ja auch die Schweirigkeit, ein Pferd ganz bei sic zu behalten - weil in der Herde die Verantwortung normalerweise nicht unbedingt so komplet abgegeben wird.

Antwort
von Sesshomarux33, 60

Hallo, 

ich weiß nicht wie du auf diese "privaten Bereiche" kommst. Du sitzt doch auf ihrer Weide. Hast du je beobachten können, dass ein Pferd auf das andere zu geht und gleich wieder abgewiesen wird? 

Es ist gut, wenn man (s)einem Pferd zur Anfangszeit näher kommen möchte, sich einfach auf die Weide stellt/setzt und das Pferd beobachtet und auf sich zukommen lässt. Das hat sie getan. Pferde schließen sich gerne an und das hat dir die Stute heute gezeigt - sie findet dich interessant, also beginne mit Bodenarbeit. 

Ich finde es gut, dass du Wert darauf legst, dass das Pferd dir vertraut und du den Rang vorher klärst, ehe du dich drauf setzt! :) Du musst es nur noch richtig verstehen. Das Leittier zu sein heißt nicht, dich aufzuführen und das Pferd mit aller Macht zu unterdrücken. Du musst erstmal das Potential haben, ein Leittier zu sein - Empathie, Respekt, Vertrauen, Selbstbewusstsein, Konsequenz (hat nix mit Strenge und Bestrafung zu tun) und Sicherheit vermitteln. Wenn du das tust, dann tut es das Pferd auch. Es ist, wie man so schön sagt, wie ein innerer Spiegel. 

Also miteinander arbeiten, statt gegeneinander! 

Viel Glück! 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

Kommentar von wolfxqueen ,

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Das mit dem privaten Bereich hat mir mal ein Bekannter gesagt, als ich anfing, mit Pferden was zu machen... :0 aber okay. Danke vielmas für die Antwort und das Glück 🍀 :)

LG, Caro

Kommentar von wolfxqueen ,

Ach ja, und können Sie mir vielleicht ein paar Anfängertipps zur Bodenarbeit geben? Das Problem ist nämlich, soweit ich gegoogelt habe, machen das viele auf einer Koppel bzw. in einem abgezäunten Bereich zu zweit. Nun steht das Pferd ja auf der Koppel die mit Stall verbunden ist und das andere Pferd wäre ganze Zeit dabei. Soll ich dann einfach mal probieren wie es läuft, wenn die andere dabei ist? Meinen Sie meine RB wird dann mitmachen oder sich mehr für das andere Pferd konzentrieren? Tut mir Leid wegen der ewigen Fragerei, aber ich nehme gerne Tipps von erfahrenen Reitern bzw Leuten an.

Kommentar von Sesshomarux33 ,

Habt ihr keinen Platz oder eine Halle? 

Am Anfang ist das Führtraining ganz gut. Dabei führst du die Stute, achtest darauf das sie hinter oder neben dir läuft. Ist das nicht der Fall, dann stehen bleiben und rückwärts befördern. Auch einfach mal so stehen bleiben um ihre Aufmerksamkeit zu testen - sie sollte dann auch hinter oder neben dir stehen bleiben. Das kann man dann noch mit Stangen, Hütchen etc. ausschmücken und dann mal im Gelände spazieren gehen. Als nächstes würde ich Horsemanship machen, dabei lernst du mit dem Pferd zu kommunizieren und ihr könnt euch bei weiterer Bodenarbeit und Situationen verständigen. 

Dann liegt´s an euch, gibt so viele Möglichkeiten: Korrektes Longieren mit Kappzaum (siehe Online Longenkurs von Babette Teschen - wege-zum-pferd.de), Zirkuslektionen, zirzensisches Pferdegymnastik, Freiheitsdressur, Trail etc. 

Kommentar von wolfxqueen ,

Ooh danke für die tollen Ideen, werde ich mir merken. Und nein, leider nix davon, ist eben nur die Koppel, die steht hier auch schon ihr Leben lang, nur jetzt kann die Besitzerin nicht mehr gehen und sich um sie kümmern.

Danke danke danke, ich fühl mich echt viel besser und selbstsicherer!! :)

Kommentar von little0cookie ,

Das mit dem "privaten Bereich" ist auch nicht per se falsch. Natürlich musst du zu Beginn auf jeden Fall sicherstellen, dass das Pferd den erkennt und auch respektiert. Das ist einfach eine Sicherheitsfrage.

Einem pöbelnden, hoch angespannten Pferd gewähre ich sicherlich keinen Zutritt in meinen Raum, der dann bei so einem Pferd durchaus auch größer ausfällt. Aber sobald das Pferd gelernt hat, dass ich jemand bin, auf den es zu achten hat und dessen Regeln zu beherzigen sind, dann wird dieser Bereich kleiner, weil ich weiß, im Notfall kann ich mir Platz verschaffen und es wird mich nicht verletzen.

Nur wenn du irgendwann weißt, das Pferd hat vor dir auf jeden Fall Respekt, achtet auf dich, rennt dich nicht um, ist es meiner Meinung nach falsch, es ständig wegzuschicken. Das manifestiert sich irgendwann und "Weg vom Menschen" ist ein tief verankertes Verhalten.

Kommentar von little0cookie ,

Im Prinzip ist es so, wie du mit anderen Menschen umgehst: du lässt einen Menschen ja auch erst buchstäblich "nah an dich heran", wenn du sicher weißt, er würde das nicht ausnutzen und respektiert dich. Dann kann auch ein sehr vertrauenvolles Verhältnis möglich sein, vorher wohl eher nicht..

Kommentar von Baroque ,

Oh ja, es ist durchaus üblich, dass ein rangniedriges Pferd auf ein
ranghöheres zu geht und von dem gestoppt wird: "Komm nicht näher!" Und nein, die Pferde dürfen nicht auf ihrer Weide meinen Privatraum betreten - ich möchte auch nicht von einem Fremden angegrapscht werden, nur weil ich ihm z.B. etwas in seiner Wohnung vorbei bringe. Respekt und Sozialverhalten ist ortsunabhängig.

Kommentar von Urlewas ,

Baroque, Du meinst sicher, nicht ohne Deine "Einladung"?

Oder findest Du es generell falsch, ein Pferd mal auf der Weide zu kraulen? Ich meine, schon, um es am Halfter nehmen zu können, mußt Du es ja an Dich heran lassen. 

(Das ist jetzt nicht irgendwie provozierend gemeint, sondern ganz ehrlich gefragt,  weil ich mir in der Form noch kaum so tiefe Gedanken darüber gemacht habe.)

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